Zahlen, bitte!
„Nächster Halt Schladming: Die Ennstalbahn führt auf rund 98 Kilometern durch das Tal der Enns.“
Wie lang ist die Ennstalbahn?
→ Eine Strecke in Zahlen.
Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Zahlen, bitte!
Kurz gesagt
Die Ennstalbahn verbindet Bischofshofen im Land Salzburg mit Selzthal in der Steiermark. Für die Strecke Bischofshofen–Selzthal wurden 97,974 Kilometer angegeben, also rund 98 Kilometer.
Die Ennstalbahn ist eine der großen Alpenbahnen im Osten Österreichs.
Sie folgt über weite Strecken dem Tal der Enns durch zwei Bundesländer.
Für Wintersportorte wie Schladming ist sie bis heute eine wichtige Verbindung.

Die wichtigsten Zahlen
rund 98 km
Länge Bischofshofen–Selzthal
97,974 km Baulänge von 1879
1875
Eröffnung
durch die Kaiserin-Elisabeth-Bahn
120 km/h
höchste Geschwindigkeit
nur auf einem kurzen Stück
Die Strecke ist bis auf einen kurzen Abschnitt eingleisig.
Was die Ennstalbahn ist
Die Ennstalbahn ist eine normalspurige Hauptbahn in Österreich.
Sie verläuft durch die Steiermark und das Land Salzburg.
Über weite Strecken folgt sie dem Tal der Enns.
Die Strecke ist elektrifiziert und wird von den Österreichischen Bundesbahnen betrieben.
Ihren Namen hat sie vom Ennstal, das sie durchzieht.

Die Länge in Zahlen
Für die Strecke Bischofshofen–Selzthal wurden im Jahr 1879 genau 97,974 Kilometer Baulänge angegeben.
Das sind rund 98 Kilometer.
Damit zählt die Ennstalbahn zu den längeren Regionalachsen in den österreichischen Alpen.
Die Bahn verbindet den Westen in Salzburg mit dem Osten in der Steiermark.
Auf dem Weg überwindet sie mehrere Talstufen.
Gut zu wissen
Die Angabe 97,974 Kilometer stammt aus dem Jahr 1879 und bezieht sich auf die Baulänge zwischen Bischofshofen und Selzthal.
Die Enns gehört zu den längsten Flüssen Österreichs und gibt der Bahn ihren Namen.
Zwischen welchen Orten sie verläuft
Am westlichen Ende liegt Bischofshofen im Land Salzburg.
Von dort führt die Strecke über Radstadt in Richtung Steiermark.
Ein wichtiger Halt ist der Wintersportort Schladming.
Weiter geht es über Liezen und Stainach-Irdning.
Am östlichen Ende erreicht die Bahn den Knoten Selzthal.
Das Tal der Enns
Die Enns ist einer der längsten Flüsse Österreichs.
Die Bahn begleitet diesen Fluss über viele Kilometer.
Rechts und links ragen die Berge der Nördlichen Kalkalpen auf.
Die Landschaft prägt den Charakter der Strecke.
Für Reisende ist die Fahrt deshalb auch ein Erlebnis.
Die Eröffnung 1875
Die Strecke Selzthal–Bischofshofen–Wörgl wurde am 6. August 1875 eröffnet.
Gebaut hatte sie die Kaiserin-Elisabeth-Bahngesellschaft.
Die Ennstalbahn war Teil dieser größeren Verbindung.
Sie entstand in einer Zeit, in der Österreich sein Bahnnetz rasch ausbaute.
Seitdem ist die Strecke durchgehend in Betrieb.
Von der Privatbahn zum Staat
Die Kaiserin-Elisabeth-Bahn war zunächst eine private Gesellschaft.
Im Jahr 1884 wurde sie verstaatlicht.
Danach gehörte die Strecke dem österreichischen Staat.
Betrieben wurde sie fortan von den staatlichen Bahnen.
Heute liegt sie in der Verantwortung der Österreichischen Bundesbahnen.
Eine überwiegend eingleisige Bahn
Die Ennstalbahn ist bis auf einen sehr kurzen Abschnitt eingleisig.
Das bedeutet, dass sich Züge nur an Bahnhöfen begegnen können.
Für eine stark genutzte Strecke ist das eine Herausforderung.
Schon früh war ein zweigleisiger Ausbau vorgesehen.
Umgesetzt wurde davon aber nur ein kleiner Teil.
Der einzige zweigleisige Abschnitt
Rund um das Jahr 2000 begann der erste Ausbauabschnitt.
Er liegt zwischen der Haltestelle Wörschach-Schwefelbad und dem Bahnhof Stainach-Irdning.
Wenige Jahre später war dieser Abschnitt fertig.
Er ist bis heute das einzige zweigleisige Stück der Ennstalbahn.
Dort können Züge ohne Halt aneinander vorbeifahren.
Die Höchstgeschwindigkeit
Auf dem ausgebauten Abschnitt sind 120 Kilometer pro Stunde erlaubt.
Das ist die höchste zulässige Geschwindigkeit der ganzen Strecke.
Sie gilt allerdings nur auf einem kurzen Teilstück.
Auf dem Rest der Bahn wird langsamer gefahren.
Die vielen Kurven im Tal setzen dem Tempo Grenzen.
Die Elektrifizierung nach dem Krieg
Lange fuhren auf der Ennstalbahn Dampf- und später Dieselloks.
Die Elektrifizierung erfolgte erst nach dem Zweiten Weltkrieg.
Sie wurde in mehreren Teilabschnitten umgesetzt.
Heute ist die gesamte Strecke unter Fahrdraht.
Damit können moderne Elektrotriebwagen verkehren.
Der Bahnhof Schladming und die Ski-WM 2013
Schladming war 2013 Gastgeber der Alpinen Ski-Weltmeisterschaft.
Als Vorbereitung wurde der Bahnhof vollständig umgebaut.
Er bekam einen breiten Mittelbahnsteig.
Dieser ist über eine Unterführung barrierefrei erreichbar.
So konnte der Bahnhof die vielen Gäste bewältigen.
Pläne für den weiteren Ausbau
Für mehrere Abschnitte gab es Pläne für ein zweites Gleis.
Genannt wurden unter anderem Bereiche rund um Liezen und Radstadt.
Auch der Raum Haus im Ennstal stand auf der Liste.
Umgesetzt wurde davon bislang nur wenig.
Der Ausbau bleibt damit ein Thema für die Zukunft.
Die Enden der Strecke
In Bischofshofen trifft die Ennstalbahn auf weitere Bahnlinien.
Dort besteht Anschluss in Richtung Salzburg und Tirol.
Am anderen Ende liegt der große Knoten Selzthal.
Selzthal ist ein wichtiger Umsteigepunkt in der Obersteiermark.
So ist die Ennstalbahn gut in das Netz eingebunden.
Warum die Strecke wichtig bleibt
Die Ennstalbahn verbindet mehrere Täler miteinander.
Für den Tourismus ist sie von großer Bedeutung.
Im Winter bringt sie Gäste in die Skiorte.
Im Sommer dient sie Wanderern und Ausflüglern.
Auch der Güterverkehr nutzt die Strecke.
Wie sich die 98 Kilometer einordnen
Rund 98 Kilometer sind für eine Gebirgsbahn eine beachtliche Länge.
Zum Vergleich ist die Strecke länger als manche ganze Nahverkehrsnetze.
Die eingleisige Führung macht die Länge im Betrieb spürbar.
Trotzdem bleibt die Bahn das Rückgrat des Ennstals.
Mit jedem Ausbauschritt wird sie ein Stück schneller.
Warum sich der Blick aufs Detail lohnt
Der Bahnbetrieb steckt voller kleiner Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt.
Und doch hängt der reibungslose Ablauf oft genau an diesen Kleinigkeiten.
Ein einziges Bauteil kann darüber entscheiden, ob ein Zug rollt oder steht.
Wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Alltag eine erstaunlich feine Technik.
Dieses Zusammenspiel unzähliger Teile ist die eigentliche Leistung der Bahn.
Es lohnt sich, dem scheinbar Selbstverständlichen einmal Beachtung zu schenken.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
