Zahlen, bitte!
„Der Bernina-Zug nach Tirano steht bereit, vor ihm liegen gut 60 Kilometer über den höchsten Alpenübergang der Schiene.“
Wie lang ist die Berninabahn?
→ Eine Strecke in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Berninabahn ist rund 60,7 Kilometer lang und verbindet St. Moritz über den Berninapass mit dem italienischen Tirano.
Mitten in den Alpen überquert eine schmale Bahn einen der höchsten Pässe Europas ganz ohne Zahnrad.
Die Berninabahn verbindet die Schweiz mit Italien und zählt zum UNESCO-Welterbe.
Ihre Länge erklärt, wie viel Landschaft zwischen Start und Ziel liegt.

Die wichtigsten Zahlen
60,7 km
Streckenlänge
nach Wikipedia
1000 mm
Spurweite
Meterspur
bis 7 %
Neigung
ohne Zahnrad
Die Längenangabe stammt aus der Streckentabelle der deutschen Wikipedia.
Die kurze Antwort
Die Berninabahn ist nach den Angaben der deutschen Wikipedia rund 60,7 Kilometer lang.
Genauer nennt die Streckentabelle einen Wert von gut 60,688 Kilometern.
Sie führt von St. Moritz im Kanton Graubünden bis nach Tirano in Italien.
Damit ist sie eine vergleichsweise kurze, aber sehr gehaltvolle Strecke.
Auf diesen gut 60 Kilometern liegen enorme Höhenunterschiede.

Von St. Moritz nach Tirano
Die Strecke beginnt im mondänen Kurort St. Moritz im Oberengadin.
Sie steigt hinauf bis zum Scheitelpunkt am Ospizio Bernina.
Dieser liegt auf über 2250 Metern Höhe und ist der höchste Punkt der Linie.
Danach fällt die Bahn steil ins italienische Veltlin hinab.
Endpunkt ist die Stadt Tirano, wo Anschluss an das italienische Netz besteht.
Gut zu wissen
Der höchste Punkt der Strecke liegt am Ospizio Bernina auf über 2250 Metern Höhe.
Die Berninabahn fährt mit Gleichstrom, während die angrenzende Albulabahn mit Wechselstrom betrieben wird.
Die höchste Adhäsionsbahn der Alpen
Die Berninabahn gilt als höchste Adhäsionsbahn der Alpen.
Adhäsionsbahn bedeutet, dass sie allein über die Reibung der Räder fährt.
Ein Zahnrad wie bei vielen Bergbahnen gibt es hier nicht.
Mit bis zu sieben Prozent Neigung zählt sie zu den steilsten Bahnen ihrer Art weltweit.
Dass sie diese Steigung ohne Zahnrad bewältigt, ist ihre technische Besonderheit.
Was Meterspur bedeutet
Die Berninabahn ist in Meterspur gebaut, also mit 1000 Millimetern Spurweite.
Das ist schmaler als die Normalspur von 1435 Millimetern.
Die schmale Spur erlaubt enge Kurven und passt sich dem Gebirge an.
Dadurch kann die Bahn den Pass in zahlreichen Schleifen erklimmen.
Dieselbe Spurweite nutzt die gesamte Rhätische Bahn.
Teil des UNESCO-Welterbes
Seit 2008 gehört die Berninabahn gemeinsam mit der Albulabahn zum UNESCO-Welterbe.
Es ist ein grenzüberschreitendes, schweizerisch-italienisches Welterbe.
Gewürdigt werden die kühne Linienführung und die Harmonie mit der Landschaft.
Bekannte Bauwerke wie das Kreisviadukt von Brusio gehören dazu.
Damit steht die Bahn in einer Reihe mit großen Kulturdenkmälern der Welt.
Eine Strecke voller Kontraste
Auf gut 60 Kilometern durchquert die Bahn mehrere Klimazonen.
Oben am Pass herrscht Hochgebirge mit Gletschern und langen Wintern.
Unten in Tirano wachsen Weinreben und Feigenbäume.
Dieser Gegensatz macht die Fahrt so eindrucksvoll.
Innerhalb weniger Stunden wechselt die Reise vom Eis zur Palme.
Zwei Stromsysteme in St. Moritz
In St. Moritz beginnt die Berninabahn auf eigenen Gleisen.
Grund dafür ist ein anderes Bahnstromsystem als beim übrigen RhB-Netz.
Die Berninabahn fährt mit Gleichstrom, die Albulabahn mit Wechselstrom.
Deshalb gibt es in St. Moritz getrennte Bahnsteige.
Erst moderne Zweikraftfahrzeuge können beide Systeme überbrücken.
Ganzjähriger Betrieb
Anders als viele hohe Bergbahnen fährt die Berninabahn das ganze Jahr.
Auch im tiefen Winter wird die Strecke über den Pass offen gehalten.
Das erfordert erheblichen Aufwand bei der Schneeräumung.
Für die Orte entlang der Strecke ist die Bahn eine wichtige Verbindung.
Zugleich ist sie eine der beliebtesten Touristenbahnen der Alpen.
Der Bernina Express
Über die Strecke verkehrt der bekannte Bernina Express.
Er verbindet das schweizerische Chur mit dem italienischen Tirano.
Große Panoramafenster geben den Blick auf die Berge frei.
Die Fahrt gilt als eine der schönsten Bahnreisen Europas.
Sie nutzt im hohen Teil genau diese Berninastrecke.
Was die Zahl erzählt
Die gut 60 Kilometer der Berninabahn sind dicht gepackt mit Technik und Landschaft.
Sie zeigen, dass nicht die Länge allein eine Strecke bedeutend macht.
Auf kurzer Distanz überwindet die Bahn Höhen, die anderswo Zahnräder verlangen.
Sie verbindet zwei Länder, zwei Sprachen und zwei Klimazonen.
So wird aus einer kurzen Zahl eine große Geschichte.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
