Wie lang ist die Bahnstrecke Mandas–Arbatax?

Zahlen, bitte!

„Auf Gleis eins steht der grüne Triebwagen nach Arbatax, vor ihm liegen über 159 Kilometer Schmalspur durch das Bergland Sardiniens.“

Wie lang ist die Bahnstrecke Mandas–Arbatax?

→ Eine Strecke in Zahlen.

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Kurz gesagt

Die Bahnstrecke Mandas–Arbatax ist rund 159,4 Kilometer lang und führt in schmaler Spur quer durch das Innere Sardiniens.

Manche Bahnlinien sind kurze Verbindungen zwischen zwei Nachbarorten, andere ziehen sich über ein ganzes Gebirge.

Die Strecke von Mandas nach Arbatax auf Sardinien gehört klar zur zweiten Sorte.

Mit ihrer Länge erklärt sich, warum eine Fahrt hier eher einem kleinen Ausflug als einer Pendelfahrt gleicht.

Trenino verde, tratta Sassari Palau (28)
Foto: Gianni Careddu, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die wichtigsten Zahlen

159,4 km

Streckenlänge

nach Wikipedia

950 mm

Spurweite

Schmalspur

1894

Betriebsaufnahme

im April

Die Längenangabe stammt aus der Streckentabelle der deutschen Wikipedia.

Die kurze Antwort

Die Bahnstrecke Mandas–Arbatax ist nach den Angaben der deutschen Wikipedia rund 159,4 Kilometer lang.

Diese Zahl steht in der Streckentabelle des Artikels und beschreibt die gesamte Verbindung von Mandas bis zur Küste bei Arbatax.

Sie macht die Linie zu einer der längsten Schmalspurstrecken Italiens.

Zum Vergleich: Viele deutsche Nebenbahnen kommen nicht einmal auf ein Zehntel dieser Länge.

159 Kilometer sind damit eine Hausnummer, die man sonst eher von Hauptstrecken kennt.

Trenino verde, tratta Sassari Palau (27)
Foto: Gianni Careddu, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Wo die Strecke verläuft

Mandas liegt im Inneren Sardiniens und ist seit jeher ein wichtiger Knotenpunkt des Schmalspurnetzes.

Von dort zieht sich die Strecke in weiten Bögen durch das zerklüftete Bergland der Barbagia und des Gennargentu-Massivs.

Über Zwischenorte wie Seui und Gairo schlängelt sie sich bis hinunter nach Arbatax an die Ostküste.

Dabei überwindet die Bahn zahlreiche Höhenunterschiede, enge Kurven und tiefe Täler.

Gerade dieses stetige Auf und Ab erklärt, warum die reine Länge nur einen Teil der Fahrzeit bestimmt.

Gut zu wissen

Die Spurweite von 950 Millimetern ist in Italien verbreitet und findet sich auch bei anderen sardischen Strecken.

Der touristische Trenino Verde nutzt dieselben Gleise, fährt aber nur saisonal und nicht über die gesamte Länge.

Die Geschichte in Kürze

Die italienische Gesellschaft für sekundäre Eisenbahnen Sardiniens begann 1890 mit den Planungen.

Drei Jahre später, also 1893, rückten die Bautrupps an.

Im April 1894 konnte der Zugverkehr auf der Strecke aufgenommen werden.

Die Bahn sollte das abgelegene Bergland erschließen und die Küste mit dem Landesinneren verbinden.

Für die Menschen in den Dörfern war sie lange die einzige verlässliche Verbindung zur Außenwelt.

Was 950 Millimeter Spurweite bedeuten

Die Strecke ist in einer Spurweite von 950 Millimetern gebaut, der klassischen italienischen Schmalspur.

Das ist deutlich weniger als die 1435 Millimeter der Normalspur, die man vom übrigen europäischen Netz kennt.

Die schmale Spur erlaubt engere Kurven und günstigeren Bau in bergigem Gelände.

Genau das war in den Bergen Sardiniens entscheidend.

Dafür fahren die Züge langsamer und tragen weniger Last als auf einer Hauptstrecke.

Der Trenino Verde heute

Regulären Personenverkehr gibt es auf der vollen Länge längst nicht mehr.

Nur in den Sommermonaten von Juni bis September rollt auf Teilabschnitten der touristische Zug mit dem Namen Trenino Verde.

Dieser grüne Zug ist heute die bekannteste Art, Teile der Strecke zu erleben.

Er bringt Reisende durch eine Landschaft, die vom Auto aus kaum zu erreichen ist.

So wurde aus einer einstigen Versorgungsbahn eine Attraktion für Ausflügler.

Wie sich 159 Kilometer anfühlen

Auf einer Schnellfahrstrecke wären 159 Kilometer in gut einer halben Stunde erledigt.

Auf der kurvenreichen Schmalspur Sardiniens vergehen dagegen viele Stunden.

Die Bahn folgt den Höhenlinien der Berge, statt sie mit Tunneln und Brücken zu durchschneiden.

Dadurch wird die Fahrt selbst zum Ziel und nicht nur zum Mittel, um anzukommen.

Wer Eile hat, ist hier an der falschen Adresse.

Warum ausgerechnet Schmalspur

Sardinien ist gebirgig, dünn besiedelt und war Ende des 19. Jahrhunderts arm an Verkehrswegen.

Eine teure Normalspurbahn hätte sich in diesem Gelände kaum gerechnet.

Die Schmalspur war billiger zu bauen und passte sich dem Relief besser an.

So entstand ein ganzes Netz schmaler Strecken, von denen Mandas–Arbatax die längste Einzelverbindung ist.

Ohne diese pragmatische Wahl wäre das Innere der Insel wohl noch länger ohne Bahn geblieben.

Landschaft als Hauptdarsteller

Zwischen Mandas und Arbatax liegt eine der ursprünglichsten Regionen Sardiniens.

Die Bahn durchquert Eichen- und Korkeichenwälder, karge Hochflächen und tief eingeschnittene Schluchten.

Immer wieder öffnen sich Blicke auf die Berge des Gennargentu, des höchsten Gebirges der Insel.

Diese Kulisse ist der Grund, warum die Strecke heute vor allem Touristen anzieht.

Der englische Schriftsteller David Herbert Lawrence hat das wilde Inland schon vor über hundert Jahren beschrieben.

Betrieb und heutiger Stand

Betreiber des sardischen Schmalspurnetzes ist heute das Verkehrsunternehmen ARST.

Ein durchgehender Verkehr über die gesamte Strecke findet nach Angaben der Wikipedia nicht mehr statt.

Von Arbatax kommende Züge wendeten zuletzt in Gairo, statt bis Mandas durchzufahren.

Die touristische Nutzung konzentriert sich auf besonders reizvolle Abschnitte.

Der Zustand einzelner Brücken wurde zuletzt mit Belastungsproben überprüft.

Einordnung im sardischen Netz

Mandas ist der Ausgangspunkt gleich mehrerer Schmalspurlinien der Insel.

Von dort zweigen Strecken in verschiedene Himmelsrichtungen ab.

Die Verbindung nach Arbatax ist davon die längste und landschaftlich spektakulärste.

Sie verbindet das zentrale Hochland mit dem einzigen größeren Hafen der mittleren Ostküste.

Damit hatte sie früher auch eine wirtschaftliche Bedeutung über den reinen Personenverkehr hinaus.

Was die Zahl erzählt

Die 159,4 Kilometer sind mehr als eine nüchterne Längenangabe.

Sie erzählen von einer Zeit, in der eine Insel ihr unzugängliches Inneres mit einfachen Mitteln erschloss.

Sie erklären, warum eine Fahrt hier zum Erlebnis und nicht zur Nebensache wird.

Und sie zeigen, dass auch eine schmale, langsame Bahn Rekorde aufstellen kann.

In diesem Fall ist es der Rekord der Länge unter Italiens Schmalspurstrecken.

Der Zug als umweltfreundliche Wahl

Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.

Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.

Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.

Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.

Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.

So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.

Warum sich der Blick aufs Detail lohnt

Der Bahnbetrieb steckt voller kleiner Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt.

Und doch hängt der reibungslose Ablauf oft genau an diesen Kleinigkeiten.

Ein einziges Bauteil kann darüber entscheiden, ob ein Zug rollt oder steht.

Wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Alltag eine erstaunlich feine Technik.

Dieses Zusammenspiel unzähliger Teile ist die eigentliche Leistung der Bahn.

Es lohnt sich, dem scheinbar Selbstverständlichen einmal Beachtung zu schenken.

Häufige Fragen

Wie lang ist die Bahnstrecke Mandas–Arbatax genau?
Nach den Angaben der deutschen Wikipedia ist sie rund 159,4 Kilometer lang.
Welche Spurweite hat die Strecke?
Sie ist in der italienischen Schmalspur von 950 Millimetern gebaut.
Wann wurde die Strecke eröffnet?
Der Zugverkehr wurde im April 1894 aufgenommen.
Fährt man die Strecke noch durchgehend?
Nein, regulären Verkehr über die volle Länge gibt es nicht mehr; nur im Sommer rollt auf Teilabschnitten der Trenino Verde.
Wer betreibt die Bahn heute?
Zuständig ist das sardische Verkehrsunternehmen ARST.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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