Zahlen, bitte!
„Sehr geehrte Fahrgäste, der Rasende Roland dampft 24,1 Kilometer von Putbus über die Ostseebäder bis nach Göhren.“
Wie lang ist der Rasende Roland auf Rügen?
→ Eine Inselbahn in Zahlen.
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Kurz gesagt
Der Rasende Roland ist der Spitzname der Rügenschen Bäderbahn. Die Strecke von Putbus nach Göhren ist heute 24,1 Kilometer lang und in schmaler Spur von 750 Millimetern gebaut. Früher war das Netz mit drei Strecken bis zu 97,3 Kilometer lang. Bis heute ziehen Dampflokomotiven Wagen, die teilweise fast 100 Jahre alt sind.
Auf Rügen gibt es eine Bahn, die ihren Namen mit Augenzwinkern trägt.
Der Rasende Roland rast nämlich überhaupt nicht, er zuckelt gemütlich über die Insel.
Von Putbus bis Göhren sind es dabei 24,1 Kilometer.

Die wichtigsten Zahlen
24,1 km
heutige Strecke
Putbus–Göhren über Binz und Sellin
750 mm
Spurweite
schmale Kleinbahnspur
97,3 km
früheres Netz (1899)
drei Strecken, größtenteils stillgelegt
1895
Eröffnung
Spitzname Rasender Roland
Die 24,1 Kilometer gelten für die heute betriebene Strecke Putbus–Göhren; die 97,3 Kilometer waren die größte Ausdehnung des Netzes im Jahr 1899.
Der Rasende Roland
Rasender Roland ist der liebevolle Spitzname der Rügenschen Bäderbahn.
Die heute betriebene Strecke führt von Putbus nach Göhren.
Dazwischen liegen 24,1 Kilometer in schmaler Spur von 750 Millimetern.
Elektrifiziert ist die Bahn nicht, hier zieht der Dampf.
Sie ist eine der bekanntesten Inselbahnen Deutschlands.

Wie die Zahl zustande kommt
Die 24,1 Kilometer messen den Weg von Putbus über Binz und Sellin nach Göhren.
1999 wurde die Strecke von Putbus zusätzlich bis Lauterbach Mole verlängert.
Das ist die Strecke, die heute planmäßig befahren wird.
Sie führt durch Wälder, Felder und die Ostseebäder der Insel.
Für die ganze Fahrt lässt sich die Bahn viel Zeit.
Gut zu wissen
Die heute betriebene Strecke Putbus–Göhren ist 24,1 Kilometer lang; 1999 kam der Ast von Putbus nach Lauterbach Mole hinzu.
Im Nahverkehr von Mecklenburg-Vorpommern trägt die Bahn die Bezeichnung RB 32.
Einst fast hundert Kilometer
Der Rasende Roland war früher viel größer.
1899 erreichte das Netz mit drei Strecken seine größte Länge von 97,3 Kilometern.
Nach und nach wurden große Teile davon stillgelegt.
Übrig blieb die ursprüngliche Strecke zwischen Putbus und Göhren.
So schrumpfte eine große Kleinbahn auf ihren schönsten Abschnitt.
Die Bäder an der Strecke
Die Bahn verbindet gleich mehrere berühmte Ostseebäder.
In Binz und Sellin steigen im Sommer besonders viele Gäste ein und aus.
Göhren bildet das östliche Ende der Strecke.
Die Bäderarchitektur dieser Orte ist weit über Rügen hinaus bekannt.
Die Bahn bringt Urlauber direkt mitten hinein.
Seit 1895 unterwegs
Die Rügensche Kleinbahn begann 1895 mit dem Bau ihres Netzes.
Schon damals setzte sie auf die schmale Spur von 750 Millimetern.
Über die Jahrzehnte wechselte die Bahn mehrfach den Besitzer.
Trotz aller Krisen blieb die Strecke Putbus–Göhren erhalten.
Seit über 125 Jahren fährt hier eine Schmalspurbahn.
Warum 750 Millimeter
Als Kleinbahn musste die Strecke vor allem günstig sein.
Die schmale Spur von 750 Millimetern sparte Geld beim Bau.
Enge Kurven und leichte Gleise genügten auf der flachen Insel.
Dafür sind die Fahrzeuge klein und die Geschwindigkeit niedrig.
Für eine Bäderbahn war das ein guter Handel.
Dampf und uralte Wagen
Der Rasende Roland fährt bis heute mit echten Dampflokomotiven.
Viele der Wagen sind teilweise fast 100 Jahre alt.
Das macht jede Fahrt zu einem Erlebnis aus einer anderen Zeit.
Der Dampf ist dabei kein Showeffekt, sondern täglicher Betrieb.
Genau das lieben die Gäste an der Bahn.
Nicht nur für Touristen
Der Rasende Roland ist mehr als eine reine Ausflugsbahn.
Im Nahverkehr trägt die Strecke die Linienbezeichnung RB 32.
Damit ist sie Teil des ganz normalen öffentlichen Verkehrs auf Rügen.
Einheimische nutzen sie ebenso wie Urlauber.
So verbindet die Bahn Alltag und Tourismus.
Von der Kleinbahn-AG bis heute
Gegründet wurde die Bahn als Aktiengesellschaft.
Über die Jahre ging sie durch viele Hände.
Mehrfach drohte einzelnen Abschnitten das Aus.
Doch die Strecke Putbus–Göhren überlebte alle Veränderungen.
Heute wird sie als lebendige Dampfbahn erhalten.
Langsam über die Insel
Trotz des Namens ist der Rasende Roland gemächlich unterwegs.
Die Höchstgeschwindigkeit liegt weit unter der einer Hauptbahn.
Für die 24,1 Kilometer nimmt sich die Bahn reichlich Zeit.
Wer es eilig hat, ist mit dem Bus schneller.
Wer Rügen genießen will, sitzt in der Bahn genau richtig.
Putbus, der Ausgangspunkt
Startpunkt der Strecke ist die kleine Residenzstadt Putbus.
Von dort führt ein Ast hinunter zum Hafen Lauterbach Mole.
Putbus selbst ist für seine weißen klassizistischen Bauten bekannt.
Der Bahnhof ist das Drehkreuz des Rasenden Roland.
Hier beginnt für viele Gäste die Reise über die Insel.
Eine Insel voller Gäste
Rügen ist die größte Insel Deutschlands.
Jedes Jahr kommen sehr viele Urlauber an die Ostsee.
Der Rasende Roland gehört für viele fest zum Rügen-Besuch.
An schönen Sommertagen sind die Züge gut gefüllt.
Die kurze Strecke trägt so einen Teil des Inseltourismus.
Warum die Strecke schrumpfte
Nach 1899 verlor die Kleinbahn nach und nach an Bedeutung.
Autos und Busse übernahmen viele Verbindungen.
Unrentable Abschnitte wurden stillgelegt und abgebaut.
Aus fast 100 Kilometern wurden schließlich gut 24.
Gerettet wurde die landschaftlich schönste Strecke.
Was 24 Kilometer bedeuten
24 Kilometer sind mit dem Auto schnell gefahren.
Mit dem Rasenden Roland werden sie zu einem ganzen Ausflug.
Die Strecke verbindet eine Residenzstadt mit mehreren Ostseebädern.
Jeder Kilometer erzählt von Dampf, Urlaub und alter Technik.
Deshalb ist diese Zahl mehr als nur eine Streckenangabe.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
