Zahlen, bitte!
„Sehr geehrte Fahrgäste, wir fahren jetzt fast elf Kilometer durch den Berg: Das ist der Landrückentunnel, Deutschlands längster Eisenbahntunnel.“
Wie lang ist der Landrückentunnel?
→ Ein Tunnel in Zahlen.
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Kurz gesagt
Der Landrückentunnel liegt an der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg. Mit 10.779 Metern ist er der längste Eisenbahntunnel Deutschlands. Züge durchfahren ihn mit bis zu 250 Kilometern pro Stunde.
Deutschlands Schnellfahrstrecken führen oft durch lange Tunnel.
Der längste von allen liegt in Osthessen.
Er trägt den Namen des Höhenzugs, den er unterquert.

Der Landrückentunnel in Zahlen
10.779 m
Länge
längster Eisenbahntunnel Deutschlands
250 km/h
zugelassenes Tempo
auf der Schnellfahrstrecke
2
Gleise
beide in einer Röhre
1981–1986
Bauzeit
Teil der Neubaustrecke
Quelle: Wikipedia „Landrückentunnel“. Werte gerundet, Stand 2026.
Die kurze Antwort
Der Landrückentunnel ist 10.779 Meter lang.
Das sind rund 10,8 Kilometer.
Damit ist er der längste Eisenbahntunnel Deutschlands.
Er liegt an der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg.
Durch ihn fahren die Züge mit bis zu 250 km/h.

Fast elf Kilometer im Berg
Bei voller Geschwindigkeit dauert die Durchfahrt gut zweieinhalb Minuten.
So lange ist es draußen dunkel.
Für die Fahrgäste vergeht die Zeit schnell.
Der Tunnel ist eines der markanten Bauwerke der Strecke.
Seine Länge sticht unter allen deutschen Tunneln heraus.
Gut zu wissen
Die Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg war eine der ersten Neubaustrecken der Bundesbahn und ging in Abschnitten bis 1991 in Betrieb.
Die Linienzugbeeinflussung überträgt Fahrbefehle direkt ins Fahrzeug und erlaubt sicheres Fahren bei hohem Tempo.
Der Landrücken
Seinen Namen hat der Tunnel vom Landrücken.
Das ist ein Höhenzug in Osthessen.
Der Tunnel unterquert diesen Bergrücken auf ganzer Breite.
So bleibt die Strecke oben eben und gerade.
Der Name der Landschaft wurde zum Namen des Bauwerks.
Teil der Schnellfahrstrecke
Die Strecke Hannover–Würzburg war eine der ersten für hohes Tempo in Deutschland.
Sie ging Ende der 1980er und 1991 in Betrieb.
Auf ihrem Weg durchquert sie mehrere Mittelgebirge.
Dafür waren viele Tunnel und Brücken nötig.
Der Landrückentunnel ist der längste davon.
Zwei Gleise in einer Röhre
Der Tunnel besitzt eine einzige große Röhre.
In ihr liegen beide Gleise nebeneinander.
Sie ruhen auf einem klassischen Schotterbett.
Diese Bauweise war in den 1980er Jahren üblich.
Neuere Tunnel setzen oft auf zwei getrennte Röhren.
Tempo 250
Planmäßig fahren die Züge mit bis zu 250 km/h.
Gesteuert wird das über die Linienzugbeeinflussung.
Diese Technik überträgt die Signale direkt ins Fahrzeug.
So bleibt auch im Tunnel das hohe Tempo sicher.
Der Fahrgast spürt von der Geschwindigkeit wenig.
Gebaut von 1981 bis 1986
Errichtet wurde der Tunnel zwischen 1981 und 1986.
Der Untergrund der Mittelgebirge ist anspruchsvoll.
Wechselnde Gesteinsschichten erschweren den Vortrieb.
Dennoch gelang der Bau in wenigen Jahren.
Seither trägt der Tunnel den schnellen Verkehr.
Warum so viele Tunnel
Schnelle Züge vertragen nur sanfte Kurven und Steigungen.
In hügeligem Gelände lässt sich das kaum oberirdisch erreichen.
Deshalb führt die Strecke gerade durch die Berge hindurch.
Tunnel und Brücken halten die Trasse eben.
Erst das macht Tempo 250 im Bergland möglich.
Zum Vergleich
Die neueren Tunnel der Strecke Stuttgart–Ulm sind etwas kürzer.
Der Fildertunnel misst rund 9,5 Kilometer.
Alpine Basistunnel wie der Gotthard sind mit 57 Kilometern viel länger.
Diese liegen jedoch im Ausland.
Innerhalb Deutschlands bleibt der Landrückentunnel die Nummer eins.
Was die Zahl im Alltag heißt
Für die Reisenden ist der Tunnel nur ein kurzer dunkler Abschnitt.
Kaum jemand ahnt, dass es der längste des Landes ist.
Für die Bahn ist er ein Schlüsselbauwerk.
Er macht die schnelle Fahrt durch Osthessen erst möglich.
Die 10.779 Meter arbeiten dafür im Verborgenen.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
