Zahlen, bitte!
„Sehr geehrte Fahrgäste, Ihr Zug durchfährt gleich einen über sechs Kilometer langen Tunnel unter der Hochebene bei Bad Bibra.“
Wie lang ist der Bibratunnel?
→ Ein Tunnel in Zahlen.
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Kurz gesagt
Der Bibratunnel ist je Röhre 6467 Meter lang und gehört zur Neubaustrecke Erfurt–Leipzig/Halle. Er unterquert die Hochebene der Hermundurischen Scholle und tritt westlich des Unstruttals wieder ans Tageslicht. Das Westportal liegt zwischen Bad Bibra und Saubach.
Zwischen Erfurt und Halle verschwinden schnelle Züge immer wieder im Berg.
Einer der langen Tunnel auf diesem Weg trägt den Namen Bibratunnel.
Seine Länge lässt sich für beide Röhren genau angeben.

Die wichtigsten Zahlen
6467 m
Länge je Röhre
zwei getrennte Tunnelröhren
2
Röhren
für je ein Gleis
2008
Baubeginn
am 17. Oktober
2012
Rohbau fertig
Durchschlag und Ausbau
Unstruttal
Lage des Ostendes
westlich davon die Portale
Bad Bibra
nahe dem Westportal
zwischen Bad Bibra und Saubach
Quellen: deutschsprachige Wikipedia „Bibratunnel“. Die Länge von 6467 Metern je Röhre stammt aus dem Artikel, weitere Angaben sind gerundet.
Die große Zahl
Jede der beiden Röhren des Bibratunnels ist 6467 Meter lang.
Damit gehört er zu den längsten Tunneln der Neubaustrecke Erfurt–Leipzig/Halle.
Über sechs Kilometer fahren die Züge hier geschützt im Berg.
An der Oberfläche merkt man von dieser Strecke so gut wie nichts.

Zwei getrennte Röhren
Der Bibratunnel besteht aus zwei voneinander getrennten Röhren.
In jeder Röhre liegt genau ein Gleis für eine Fahrtrichtung.
Zwischen den Röhren verbinden Querstollen die beiden Seiten.
Im Notfall können Menschen so von der einen in die andere Röhre wechseln.
Gut zu wissen
Der Bibratunnel ist je Röhre 6467 Meter lang und führt die Neubaustrecke Erfurt–Leipzig/Halle unter der Hochebene der Hermundurischen Scholle hindurch.
Das Westportal liegt zwischen Bad Bibra und Saubach; am Ostende tritt die Strecke westlich des Unstruttals wieder an die Oberfläche.
Unter der Hochebene
Der Tunnel unterquert die Hochebene der Hermundurischen Scholle.
Diese Hochfläche hätte die Strecke sonst mit starken Steigungen überwinden müssen.
Unter Tage bleibt die Trasse dagegen weitgehend eben.
Gerade das braucht eine Linie, auf der Züge sehr schnell fahren sollen.
Wo der Tunnel liegt
Das Westportal liegt zwischen den Orten Bad Bibra und Saubach.
Von dort führt die Röhre in nordöstlicher Richtung durch den Berg.
Am anderen Ende tritt die Strecke westlich des Unstruttals wieder zutage.
Der Name des Tunnels geht auf den nahen Kurort Bad Bibra zurück.
Teil einer schnellen Linie
Der Bibratunnel ist ein Baustein der Neubaustrecke Erfurt–Leipzig/Halle.
Diese Linie verkürzt die Fahrt zwischen Süd- und Ostdeutschland erheblich.
Sie ging Mitte der 2010er Jahre in Betrieb.
Fernzüge nutzen den Tunnel seither im täglichen Verkehr.
Warum man Tunnel baut
Schnelle Züge vertragen nur sanfte Kurven und geringe Steigungen.
Hügel und Höhenzüge stehen einer solchen geraden Linie oft im Weg.
Ein Tunnel führt die Strecke einfach durch den Berg hindurch.
So bleibt die Trasse gerade, auch wenn die Landschaft es nicht ist.
Gebaut ab 2008
Die Bauarbeiten begannen am 17. Oktober 2008.
Im Jahr 2012 war der Rohbau mit dem Durchschlag beider Röhren erreicht.
Danach folgten der Innenausbau und die gesamte Technik.
Erst mit Gleisen, Oberleitung und Sicherheitstechnik wurde der Tunnel befahrbar.
Sicherheit im Berg
Moderne Eisenbahntunnel sind auf den Notfall vorbereitet.
Beleuchtete Fluchtwege führen entlang der Röhren.
Die Querstollen verbinden die beiden Fahrröhren in kurzen Abständen.
So lässt sich der Tunnel im Ernstfall rasch und sicher verlassen.
Ein Berg voller Tunnel
Die Neubaustrecke durchquert mehrere Mittelgebirgszüge.
Dabei reiht sich ein langer Tunnel an den nächsten.
Der Bibratunnel ist einer der längsten dieser Bauwerke.
Zusammen sparen sie Fahrzeit und schonen die Landschaft an der Oberfläche.
Zum Vergleich
6467 Meter entsprechen einem Fußweg von über einer Stunde.
Ein schneller Zug durchfährt denselben Weg in wenigen Minuten.
Für die Fahrgäste ist der lange Tunnel kaum mehr als ein kurzes Dunkel.
Darin zeigt sich der Gewinn an Tempo auf der neuen Strecke.
Was die Zahl bedeutet
6467 Meter je Röhre halten die Strecke gerade und eben.
Jeder Meter unter Tage ist ein Meter gewonnener Geschwindigkeit.
Der Tunnel macht aus einem Höhenzug ein unsichtbares Hindernis.
Die Zahl, die bleibt, ist einfach: gut sechseinhalb Kilometer Tunnel je Röhre.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
