Wie lang ist das Straßenbahnnetz von Bochum und Gelsenkirchen?

Zahlen, bitte!

„Nächster Halt Bochum Hauptbahnhof, es fährt die BOGESTRA durch das Revier.“

Wie lang ist das Straßenbahnnetz von Bochum und Gelsenkirchen?

→ Ein Straßenbahnnetz in Zahlen.

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Kurz gesagt

Das Streckennetz der BOGESTRA in Bochum und Gelsenkirchen ist 86,2 Kilometer lang und trägt zehn Linien. Zählt man die Wege aller Linien zusammen, ergeben sich sogar 111,7 Kilometer.

Zwischen Bochum und Gelsenkirchen fährt eine Bahn, die zwei große Städte wie eine behandelt.

Mal rollt sie über die Straße, mal verschwindet sie in einem Tunnel.

Dahinter steckt ein Netz mit einer erstaunlich genauen Länge.

Straßenbahn Bochum 302 130 Hauptbahnhof
Foto: Clic, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die wichtigsten Zahlen

86,2 km

Streckennetz

zehn Linien, Stand seit 2019

111,7 km

Linienlänge

Summe der Wege aller Linien

1894

seit

Bochum; Gelsenkirchen ab 1895

1000 mm

Spurweite

Meterspur

Die 86,2 Kilometer meinen das eigentliche Streckennetz; die größere Zahl von 111,7 Kilometern entsteht, weil mehrere Linien dieselben Gleise nutzen.

Eine Bahn für zwei Städte

Die Straßenbahn Bochum/Gelsenkirchen verbindet zwei Großstädte in einem einzigen Netz.

Betrieben wird sie von der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG, kurz BOGESTRA.

Das Netz reicht über die Stadtgrenzen hinaus bis nach Hattingen, Herne und Witten.

Die BOGESTRA gehört zum Verkehrsverbund Rhein-Ruhr.

Für die Fahrgäste bildet das Ganze ein zusammenhängendes System.

Straßenbahn Bochum 302 130 Hauptbahnhof
Foto: Clic, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die genaue Länge

Das Streckennetz ist 86,2 Kilometer lang.

Darauf verkehren seit dem Jahr 2019 zehn Linien.

Rechnet man die Wege aller Linien zusammen, ergeben sich 111,7 Kilometer Linienlänge.

Beide Zahlen beschreiben dasselbe Netz aus zwei Blickwinkeln.

Für den Vergleich mit anderen Städten zählt vor allem die Streckenlänge.

Gut zu wissen

Die 86,2 Kilometer sind das Streckennetz; die Linienlänge liegt wegen gemeinsam genutzter Gleise mit 111,7 Kilometern höher.

Zwei einst meterspurige Strecken wurden durch die normalspurigen Stadtbahnlinien U35 und U11 ersetzt, die übrigen Tunnel nutzt weiterhin die Straßenbahn.

Streckennetz und Linienlänge

Das Streckennetz misst jede Trasse nur ein einziges Mal.

Die Linienlänge summiert dagegen die Fahrwege aller Linien.

Wo sich mehrere Linien ein Gleis teilen, taucht dieses mehrfach auf.

Deshalb ist die Linienlänge mit 111,7 Kilometern deutlich größer als die 86,2 Kilometer Netz.

Beide Angaben sind richtig, meinen aber nicht dasselbe.

Elf Kilometer im Tunnel

Ein Teil des Netzes liegt tief unter der Erde.

In Bochum und Gelsenkirchen verlaufen 11,7 Kilometer im Tunnel.

Dort fährt die Straßenbahn wie eine kleine U-Bahn unter der Innenstadt.

An den Rändern kommt sie wieder ans Tageslicht und rollt über die Straße.

Diese Mischung aus Tunnel und Straße ist typisch für das Ruhrgebiet.

Seit 1894 elektrisch

In Bochum fährt die Straßenbahn seit 1894, in Gelsenkirchen seit 1895.

Von Beginn an war sie elektrisch unterwegs.

Das war für die damalige Zeit durchaus fortschrittlich.

Schnell wuchs das Netz mit den boomenden Industriestädten.

Die Bahn wurde zum Rückgrat des Nahverkehrs im mittleren Revier.

Krieg und Wiederaufbau

In beiden Weltkriegen konnte der Betrieb nur eingeschränkt aufrechterhalten werden.

Im Jahr 1945 ruhte der Verkehr für gut einen Monat ganz.

Nach dem Neustart erreichte das Netz nicht mehr seinen früheren Umfang.

Den größten Ausbau hatte es in den 1930er Jahren erlebt.

Spätere Jahrzehnte brachten eher Rückbau als Wachstum.

Meterspur im Revier

Die BOGESTRA fährt in Meterspur, die Schienen liegen also einen Meter auseinander.

Viele alte Straßenbahnnetze im Ruhrgebiet wählten diese schmale Spur.

Sie braucht weniger Platz und kommt gut durch enge Straßen.

Für klassische Straßenbahnen ist das bis heute ein praktisches Maß.

Die meisten Strecken der BOGESTRA sind deshalb meterspurig.

Straßenbahn trifft Stadtbahn

Lange war geplant, die Straßenbahn durch eine moderne Stadtbahn zu ersetzen.

Umgesetzt wurde dieser Plan jedoch nur in Teilen.

Zwei meterspurige Strecken wichen einer normalspurigen Stadtbahn, die Linien U35 und U11.

Die U35 verbindet Bochum mit Herne, die U11 erschließt Gelsenkirchen-Horst.

Die übrigen Tunnel werden dauerhaft von der Straßenbahn genutzt.

Zehn Linien durch das Revier

Auf dem Netz verkehren heute zehn Straßenbahnlinien.

Sie verbinden die Zentren von Bochum und Gelsenkirchen miteinander.

Dazu kommen Äste in die Nachbarstädte Hattingen, Herne und Witten.

So entsteht ein dichtes Geflecht quer durch das mittlere Ruhrgebiet.

Einzelne Linien fahren am Wochenende auch nachts im Stundentakt.

Wenden am Gleisende

An den meisten Endhaltestellen wendet die Bahn in einem Stumpfgleis.

Der Fahrer wechselt dort einfach ans andere Ende des Wagens.

Das spart den Platz für eine große Wendeschleife.

Nur am Wanne-Eickeler Hauptbahnhof gibt es eine solche Schleife.

Solche Details prägen den Alltag eines gewachsenen Netzes.

Teil eines größeren Geflechts

Das Ruhrgebiet ist dicht mit Straßen- und Stadtbahnen überzogen.

Viele Städte haben eigene Netze, die ineinandergreifen.

Die BOGESTRA ist eines der größeren dieser Netze.

Über den Verkehrsverbund gelten einheitliche Tarife und Anschlüsse.

So wird aus vielen Stadtbahnen ein gemeinsamer Verkehrsraum.

Was die Länge über das Revier sagt

Mit 86,2 Kilometern gehört die BOGESTRA zu den größeren Netzen in Deutschland.

Das passt zu einer Region mit vielen dicht beieinanderliegenden Zentren.

Keine einzelne Stadt dominiert, der Verkehr fließt in alle Richtungen.

Ein solches Netz muss daher weit verzweigt sein.

Die Länge spiegelt die besondere Struktur des Ruhrgebiets wider.

Was die 86,2 Kilometer bedeuten

Die Zahl 86,2 Kilometer steht für ein altes und weit gespanntes Netz.

Es verbindet seit über 130 Jahren zwei Großstädte und ihre Nachbarn.

Tunnel, Straße und Überlandstrecken greifen dabei ineinander.

Die Linienlänge von 111,7 Kilometern zeigt, wie intensiv das Netz genutzt wird.

Die BOGESTRA ist damit ein Musterbeispiel für den Nahverkehr im Revier.

Ein Blick in die Zukunft

Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.

Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.

Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.

Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.

Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.

So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.

Die Bahn und der Klimaschutz

Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.

Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.

Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.

Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.

Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.

Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.

Häufige Fragen

Wie lang ist das Straßenbahnnetz von Bochum und Gelsenkirchen?
Das Streckennetz der BOGESTRA ist 86,2 Kilometer lang. Die Linienlänge beträgt wegen gemeinsam genutzter Gleise 111,7 Kilometer.
Seit wann fährt die BOGESTRA?
In Bochum seit 1894, in Gelsenkirchen seit 1895. Sie fuhr von Anfang an elektrisch.
Wie viele Linien gibt es?
Seit 2019 verkehren zehn Straßenbahnlinien, die auch bis Hattingen, Herne und Witten reichen.
Wie viel davon liegt im Tunnel?
In Bochum und Gelsenkirchen verlaufen 11,7 der 86,2 Kilometer unterirdisch.
Welche Spurweite hat die BOGESTRA?
Meterspur mit 1000 Millimetern. Zwei frühere Strecken wurden auf normalspurige Stadtbahn umgestellt.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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