Zahlen, bitte!
„Nächster Halt: Ungarn, wo ein Ingenieur einst den Wechselstrom auf die Schiene brachte.“
Wie lang ist das Schienennetz Ungarns?
→ Ein Netz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Das ungarische Schienennetz hat eine Gesamtlänge von 7297 Kilometern. Fast alles ist in Normalspur gebaut, nur 36 Kilometer sind Breitspur für die Verbindung in die Ukraine.
Ungarn hat ein Schienennetz, das über das ganze Land reicht und in Budapest zusammenläuft.
Die staatliche Bahngesellschaft MÁV gibt die Gesamtlänge mit 7297 Kilometern an.
Spannend ist Ungarn vor allem, weil hier früh mit Wechselstrom aus der Oberleitung experimentiert wurde.

Die wichtigsten Zahlen
7297 km
Gesamtlänge des Netzes
Betreiber ist die MÁV
1435 mm
Normalspur
nur 36 km Breitspur zur Ukraine
1932
erste 50-Hz-Hauptstrecke
Budapest–Hegyeshalom
Die Angaben stammen von der staatlichen Bahngesellschaft MÁV.
Die Kernzahl
Das ungarische Schienennetz hat eine Gesamtlänge von 7297 Kilometern.
Betrieben wird es von der staatlichen Gesellschaft MÁV, der Magyar Államvasutak.
Damit ist das Netz kleiner als das des Nachbarn Rumänien, aber immer noch dicht gespannt.

Normalspur mit kleiner Ausnahme
Der ganz überwiegende Teil des Netzes ist in Normalspur mit 1435 Millimetern gebaut.
Das passt zu den Netzen in Österreich, der Slowakei und den meisten Nachbarn.
Nur 36 Kilometer sind in russischer Breitspur mit 1520 Millimetern angelegt.
Diese kurze Strecke stellt die Verbindung in die Ukraine her, wo die breiteren Gleise üblich sind.
Gut zu wissen
Der Ingenieur Kálmán Kandó gilt als einer der Wegbereiter der Elektrifizierung mit Wechselstrom von 50 Hertz.
Diese Technik nutzt dieselbe Frequenz wie das öffentliche Stromnetz und ist deshalb bis heute weit verbreitet.
Ein Pionier des Wechselstroms
Ungarn hat in der Geschichte der Bahntechnik eine besondere Rolle gespielt.
Der Ingenieur Kálmán Kandó entwickelte hier den Betrieb mit Einphasenwechselstrom von 50 Hertz.
Diese Frequenz ist dieselbe wie im normalen Stromnetz, was den Betrieb einfacher und günstiger macht.
Die Teststrecke am Westbahnhof
Die ersten Versuche begannen in den 1920er Jahren auf einer 15 Kilometer langen Strecke beim Budapester Westbahnhof.
Nach erfolgreichen Testfahrten im Jahr 1928 ging es an die großen Strecken.
So wurde ein Stück Technikgeschichte mitten in der Hauptstadt geschrieben.
Die Strecke nach Hegyeshalom
Bis 1932 war die Strecke von Budapest nach Hegyeshalom elektrifiziert.
Dieser Grenzort liegt in Richtung Wien, die Linie war also eine wichtige internationale Verbindung.
Gefahren wurde zunächst mit Einphasenwechselstrom von 50 Hertz und 16 Kilovolt.
Von 16 auf 25 Kilovolt
Später wurde die Elektrifizierung weitergeführt, nun mit einer Spannung von 25 Kilovolt.
Die Frequenz von 50 Hertz blieb dabei erhalten.
Dieses System aus 25 Kilovolt und 50 Hertz ist heute in vielen Ländern Standard.
Die N-förmigen Ausleger
Bei der Elektrifizierung nach Hegyeshalom kam ein Detail zum Einsatz, das man bis heute kennt.
Erstmals wurden die N-förmigen Ausleger verwendet, mit denen die Oberleitung an den Masten befestigt wird.
Diese Bauform hat sich seither weit verbreitet.
Budapest als Mittelpunkt
Viele wichtige Linien laufen auf Budapest zu.
Von den großen Kopfbahnhöfen der Stadt führen Strecken in alle Landesteile.
Ein Netz lebt eben nicht nur von Kilometern, sondern auch von seinen Knoten.
Ein Netz, das eher schrumpft
Die Investitionen richten sich vor allem auf ein Kernnetz von etwa 2200 bis 3300 Kilometern Länge.
Damit ist zu rechnen, dass die Gesamtlänge des Netzes insgesamt weiter abnimmt.
Nebenstrecken mit wenig Verkehr sind davon am stärksten betroffen.
Was Gesamtlänge heißt
Die Gesamtlänge zählt die Strecken, nicht jedes einzelne Gleis.
Eine zweigleisige Strecke erscheint in der Statistik nur einmal.
Darum sagt die Zahl allein noch nichts über die Leistungsfähigkeit einzelner Abschnitte aus.
Im Vergleich mit den Nachbarn
Mit 7297 Kilometern liegt Ungarn zwischen seinen Nachbarn.
Das rumänische Netz ist mit gut 10.000 Kilometern deutlich länger.
Für die Fläche Ungarns ergibt sich trotzdem eine gute Abdeckung.
Warum die Zahl schwanken kann
Angaben zur Netzlänge sind keine festen Größen.
Strecken werden stillgelegt, reaktiviert oder neu vermessen.
Darum nennen verschiedene Quellen leicht unterschiedliche Werte.
Was die Zahl für Reisende heißt
Gut siebentausend Kilometer Gleis bedeuten Anschlüsse bis in viele kleinere Orte.
Wo Strecken elektrifiziert sind, fahren die Züge leiser und oft schneller.
Der Ausbau des Kernnetzes soll vor allem die stark genutzten Verbindungen verbessern.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
