Wie lang ist das Schienennetz Ungarns?

Zahlen, bitte!

„Nächster Halt: Ungarn, wo ein Ingenieur einst den Wechselstrom auf die Schiene brachte.“

Wie lang ist das Schienennetz Ungarns?

→ Ein Netz in Zahlen.

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Kurz gesagt

Das ungarische Schienennetz hat eine Gesamtlänge von 7297 Kilometern. Fast alles ist in Normalspur gebaut, nur 36 Kilometer sind Breitspur für die Verbindung in die Ukraine.

Ungarn hat ein Schienennetz, das über das ganze Land reicht und in Budapest zusammenläuft.

Die staatliche Bahngesellschaft MÁV gibt die Gesamtlänge mit 7297 Kilometern an.

Spannend ist Ungarn vor allem, weil hier früh mit Wechselstrom aus der Oberleitung experimentiert wurde.

Hungarian State Railways Branch (Debrecen Piac u 53)
Foto: Fekist, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die wichtigsten Zahlen

7297 km

Gesamtlänge des Netzes

Betreiber ist die MÁV

1435 mm

Normalspur

nur 36 km Breitspur zur Ukraine

1932

erste 50-Hz-Hauptstrecke

Budapest–Hegyeshalom

Die Angaben stammen von der staatlichen Bahngesellschaft MÁV.

Die Kernzahl

Das ungarische Schienennetz hat eine Gesamtlänge von 7297 Kilometern.

Betrieben wird es von der staatlichen Gesellschaft MÁV, der Magyar Államvasutak.

Damit ist das Netz kleiner als das des Nachbarn Rumänien, aber immer noch dicht gespannt.

J26 894 Bf Beograd, Amz MÁV
Foto: Falk2, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Normalspur mit kleiner Ausnahme

Der ganz überwiegende Teil des Netzes ist in Normalspur mit 1435 Millimetern gebaut.

Das passt zu den Netzen in Österreich, der Slowakei und den meisten Nachbarn.

Nur 36 Kilometer sind in russischer Breitspur mit 1520 Millimetern angelegt.

Diese kurze Strecke stellt die Verbindung in die Ukraine her, wo die breiteren Gleise üblich sind.

Gut zu wissen

Der Ingenieur Kálmán Kandó gilt als einer der Wegbereiter der Elektrifizierung mit Wechselstrom von 50 Hertz.

Diese Technik nutzt dieselbe Frequenz wie das öffentliche Stromnetz und ist deshalb bis heute weit verbreitet.

Ein Pionier des Wechselstroms

Ungarn hat in der Geschichte der Bahntechnik eine besondere Rolle gespielt.

Der Ingenieur Kálmán Kandó entwickelte hier den Betrieb mit Einphasenwechselstrom von 50 Hertz.

Diese Frequenz ist dieselbe wie im normalen Stromnetz, was den Betrieb einfacher und günstiger macht.

Die Teststrecke am Westbahnhof

Die ersten Versuche begannen in den 1920er Jahren auf einer 15 Kilometer langen Strecke beim Budapester Westbahnhof.

Nach erfolgreichen Testfahrten im Jahr 1928 ging es an die großen Strecken.

So wurde ein Stück Technikgeschichte mitten in der Hauptstadt geschrieben.

Die Strecke nach Hegyeshalom

Bis 1932 war die Strecke von Budapest nach Hegyeshalom elektrifiziert.

Dieser Grenzort liegt in Richtung Wien, die Linie war also eine wichtige internationale Verbindung.

Gefahren wurde zunächst mit Einphasenwechselstrom von 50 Hertz und 16 Kilovolt.

Von 16 auf 25 Kilovolt

Später wurde die Elektrifizierung weitergeführt, nun mit einer Spannung von 25 Kilovolt.

Die Frequenz von 50 Hertz blieb dabei erhalten.

Dieses System aus 25 Kilovolt und 50 Hertz ist heute in vielen Ländern Standard.

Die N-förmigen Ausleger

Bei der Elektrifizierung nach Hegyeshalom kam ein Detail zum Einsatz, das man bis heute kennt.

Erstmals wurden die N-förmigen Ausleger verwendet, mit denen die Oberleitung an den Masten befestigt wird.

Diese Bauform hat sich seither weit verbreitet.

Budapest als Mittelpunkt

Viele wichtige Linien laufen auf Budapest zu.

Von den großen Kopfbahnhöfen der Stadt führen Strecken in alle Landesteile.

Ein Netz lebt eben nicht nur von Kilometern, sondern auch von seinen Knoten.

Ein Netz, das eher schrumpft

Die Investitionen richten sich vor allem auf ein Kernnetz von etwa 2200 bis 3300 Kilometern Länge.

Damit ist zu rechnen, dass die Gesamtlänge des Netzes insgesamt weiter abnimmt.

Nebenstrecken mit wenig Verkehr sind davon am stärksten betroffen.

Was Gesamtlänge heißt

Die Gesamtlänge zählt die Strecken, nicht jedes einzelne Gleis.

Eine zweigleisige Strecke erscheint in der Statistik nur einmal.

Darum sagt die Zahl allein noch nichts über die Leistungsfähigkeit einzelner Abschnitte aus.

Im Vergleich mit den Nachbarn

Mit 7297 Kilometern liegt Ungarn zwischen seinen Nachbarn.

Das rumänische Netz ist mit gut 10.000 Kilometern deutlich länger.

Für die Fläche Ungarns ergibt sich trotzdem eine gute Abdeckung.

Warum die Zahl schwanken kann

Angaben zur Netzlänge sind keine festen Größen.

Strecken werden stillgelegt, reaktiviert oder neu vermessen.

Darum nennen verschiedene Quellen leicht unterschiedliche Werte.

Was die Zahl für Reisende heißt

Gut siebentausend Kilometer Gleis bedeuten Anschlüsse bis in viele kleinere Orte.

Wo Strecken elektrifiziert sind, fahren die Züge leiser und oft schneller.

Der Ausbau des Kernnetzes soll vor allem die stark genutzten Verbindungen verbessern.

Was die Fahrgäste davon haben

Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.

Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.

Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.

Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.

So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.

Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.

Die Bahn und der Klimaschutz

Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.

Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.

Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.

Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.

Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.

Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.

Häufige Fragen

Wie lang ist das ungarische Schienennetz?
Die Gesamtlänge beträgt 7297 Kilometer.
Welche Spurweite wird genutzt?
Fast überall Normalspur mit 1435 Millimetern, nur 36 Kilometer sind Breitspur mit 1520 Millimetern für die Verbindung in die Ukraine.
Wer war Kálmán Kandó?
Ein ungarischer Ingenieur, der den Bahnbetrieb mit Einphasenwechselstrom von 50 Hertz entscheidend voranbrachte.
Wann wurde zuerst elektrifiziert?
Bis 1932 war die Strecke von Budapest nach Hegyeshalom mit 50 Hertz und 16 Kilovolt elektrifiziert.
Wächst das Netz?
Eher nicht, die Investitionen konzentrieren sich auf ein Kernnetz, und die Gesamtlänge tendiert zum Schrumpfen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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