Zahlen, bitte!
„Nächster Halt: Rumänien, wo gut zehntausend Kilometer Gleis das ganze Land zusammenhalten.“
Wie lang ist das Schienennetz Rumäniens?
→ Ein Netz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Das rumänische Schienennetz hat eine Betriebslänge von 10.628 Kilometern. Es ist in Normalspur gebaut, und auf elektrifizierten Strecken fließt Wechselstrom mit 25 Kilovolt bei 50 Hertz.
Rumänien besitzt eines der größeren Schienennetze in Südosteuropa.
Die staatliche Infrastrukturgesellschaft CFR gibt die Betriebslänge mit 10.628 Kilometern an.
Davon sind 2917 Kilometer zweigleisig, der größere Teil des Netzes ist also eingleisig.

Die wichtigsten Zahlen
10.628 km
Betriebslänge des Netzes
in Normalspur
2917 km
davon zweigleisig
der Rest eingleisig
25 kV / 50 Hz
Bahnstrom
Wechselstrom, wo elektrifiziert
Die Zahlen stammen von der staatlichen Infrastrukturgesellschaft CFR.
Die Kernzahl
Das rumänische Schienennetz hat eine Betriebslänge von 10.628 Kilometern.
Betrieben wird es von der staatlichen Gesellschaft Compania Națională de Căi Ferate CFR.
Damit gehört Rumänien zu den Ländern mit einem vergleichsweise dichten Bahnnetz in der Region.

Was Betriebslänge bedeutet
Die Betriebslänge zählt die Strecken, nicht jedes einzelne Gleis.
Eine zweigleisige Strecke zählt also nur einmal, obwohl zwei Schienenpaare nebeneinander liegen.
Von den 10.628 Kilometern sind 2917 Kilometer zweigleisig ausgebaut.
Der größere Teil des Netzes ist damit eingleisig.
Gut zu wissen
Die Betriebslänge beschreibt die Länge der Strecken, nicht die Summe aller Gleise.
Ein zweigleisiger Ausbau verdoppelt die Gleislänge, zählt in der Statistik aber weiter als eine Strecke.
Normalspur mit kleinen Ausnahmen
Fast das ganze Netz ist in Normalspur mit 1435 Millimetern gebaut.
Das ist dieselbe Spurweite wie in Deutschland und den meisten Nachbarländern.
Nur an den Grenzen zur Ukraine und zur Republik Moldau gibt es in sehr geringem Umfang Breitspur mit 1520 Millimetern.
Dort helfen teils auch Vierschienengleise beim Übergang.
Strom aus der Oberleitung
Auf den elektrifizierten Strecken fahren die Züge mit Wechselstrom von 25 Kilovolt und 50 Hertz.
Für die Bahnstromversorgung ist das Unternehmen Electrificare CFR zuständig.
Nicht alle Strecken haben eine Oberleitung, auf vielen Nebenstrecken rollen weiterhin Dieselfahrzeuge.
Die erste elektrische Hauptstrecke
Mit der Elektrifizierung der Hauptstrecken begann man in den 1950er und 1960er Jahren.
Als erstes wurde die wichtige Verbindung zwischen Bukarest und Brașov unter Strom gesetzt.
Diese Strecke führt über die Ausläufer der Karpaten und ist bis heute eine der meistbefahrenen des Landes.
Ein Blick zurück ins Königreich
Das Netz ist über anderthalb Jahrhunderte gewachsen.
Im Jahr 1889 standen rund 1377 Kilometer Eisenbahnlinien unter der Verwaltung der CFR.
Seitdem hat sich die Länge also fast verachtfacht.
Von der Staatsbahn zu mehreren Gesellschaften
Lange war die CFR ein einziges großes Staatsunternehmen.
Ende 1998 wurde sie in mehrere Gesellschaften aufgeteilt.
Seither trennt man das Netz, den Personenverkehr und den Güterverkehr organisatorisch voneinander.
Wer heute Reisende befördert
Den größten Teil des Personenverkehrs übernimmt die Gesellschaft CFR Călători.
Daneben fahren mehrere private Unternehmen auf dem Netz, etwa Astra Trans Carpatic und Softrans.
So teilen sich mehrere Anbieter dieselben Gleise.
Güter rollen über dieselben Schienen
Auch der Güterverkehr nutzt das staatliche Netz.
Zu den größeren Güterbahnen zählen Grup Feroviar Român und die DB Cargo Romania.
Der Marktanteil verteilt sich dabei auf mehrere Unternehmen.
Im Vergleich mit Deutschland
Zum Einordnen hilft ein Blick nach Deutschland.
Das deutsche Streckennetz gilt mit rund 33.000 Kilometern als etwa dreimal so lang.
Rumäniens Netz erreicht damit ungefähr ein Drittel der deutschen Länge.
Für die Fläche des Landes ist das ein ordentlicher Wert.
Bukarest als zentraler Knoten
Viele wichtige Strecken laufen auf die Hauptstadt Bukarest zu.
Von dort aus führen Linien in alle größeren Landesteile, von Siebenbürgen bis zur Küste am Schwarzen Meer.
Ein Netz lebt eben nicht nur von seiner Gesamtlänge, sondern auch von seinen Knotenpunkten.
Warum die Zahl schwanken kann
Angaben zur Netzlänge sind keine für die Ewigkeit festgeschriebenen Werte.
Strecken werden stillgelegt, reaktiviert oder neu vermessen.
Darum nennen verschiedene Quellen leicht unterschiedliche Kilometerzahlen.
Die 10.628 Kilometer sind der Wert der Infrastrukturgesellschaft für das Streckennetz.
Was die Zahl für Reisende heißt
Zehntausend Kilometer Gleis bedeuten, dass auch kleinere Städte oft einen Anschluss haben.
Wo viele Strecken eingleisig sind, müssen Züge an Ausweichstellen aufeinander warten.
Das kostet Zeit und macht einen zweigleisigen Ausbau zu einem wichtigen Thema für die Zukunft.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
Warum sich der Blick aufs Detail lohnt
Der Bahnbetrieb steckt voller kleiner Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt.
Und doch hängt der reibungslose Ablauf oft genau an diesen Kleinigkeiten.
Ein einziges Bauteil kann darüber entscheiden, ob ein Zug rollt oder steht.
Wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Alltag eine erstaunlich feine Technik.
Dieses Zusammenspiel unzähliger Teile ist die eigentliche Leistung der Bahn.
Es lohnt sich, dem scheinbar Selbstverständlichen einmal Beachtung zu schenken.
