Zahlen, bitte!
„Nächster Halt: Marokko, wo Afrikas erster Hochgeschwindigkeitszug über die Gleise rauscht.“
Wie lang ist das Schienennetz Marokkos?
→ Ein Netz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Das marokkanische Schienennetz umfasste 2017 rund 2295 Kilometer Strecke. Davon waren etwa 64 Prozent elektrifiziert, betrieben wird alles von der staatlichen ONCF.
Marokko gehört zu den wenigen Ländern Afrikas mit einem gut ausgebauten Bahnnetz.
Die staatliche Gesellschaft ONCF betrieb im Jahr 2017 rund 2295 Kilometer Strecke.
Ein großer Teil davon ist elektrifiziert, und seit 2018 fährt hier Afrikas erster Hochgeschwindigkeitszug.

Die wichtigsten Zahlen
2295 km
Streckenlänge (2017)
auf 3815 Gleiskilometern
64 %
davon elektrifiziert
Rest mit Dieselbetrieb
3000 V
Gleichstrom im Fahrdraht
seit 1927
Die Zahlen stammen von der staatlichen Bahngesellschaft ONCF, Stand 2017.
Die Kernzahl
Das marokkanische Schienennetz umfasste 2017 rund 2295 Kilometer Strecke.
Betrieben wird es von der staatlichen Office National des Chemins de Fer, kurz ONCF.
Damit gehört Marokko zu den wenigen Ländern Afrikas mit einem entwickelten Eisenbahnnetz.

Strecke und Gleise
Die 2295 Kilometer zählen die Strecken, nicht jedes einzelne Gleis.
Rechnet man alle Gleise zusammen, kommt die ONCF auf etwa 3815 Gleiskilometer.
Der Unterschied entsteht vor allem durch die zweigleisig ausgebauten Hauptstrecken.
Gut zu wissen
Al Boraq gilt als erste Hochgeschwindigkeitsstrecke des afrikanischen Kontinents.
Sie verbindet seit November 2018 Tanger und Casablanca mit Zügen des Typs TGV-Duplex.
Viel Strom aus der Oberleitung
Rund 64 Prozent der Strecken sind elektrifiziert.
Das ist für ein Land dieser Größe ein hoher Anteil.
Auf den übrigen Strecken fahren weiterhin Dieselfahrzeuge.
Gleichstrom statt Wechselstrom
Im Fahrdraht fließt in Marokko Gleichstrom mit 3000 Volt.
Mit der Elektrifizierung begann man schon im Jahr 1927.
Viele neuere Bahnen setzen dagegen auf Wechselstrom, Marokko blieb lange beim älteren Gleichstromsystem.
Alles in Normalspur
Das gesamte Netz ist in Normalspur mit 1435 Millimetern gebaut.
Ursprünglich entstanden unter französischer Verwaltung Schmalspurbahnen.
Bis 1936 wurden sie auf Normalspur umgebaut.
Ein Netz an den Küsten
Das Netz konzentriert sich auf die bevölkerungsreichen Regionen an der Atlantik- und Mittelmeerküste.
Dort liegen die großen Städte wie Casablanca, Rabat und Tanger.
Das Landesinnere ist dagegen nur dünn erschlossen.
Eines der stärksten Netze Afrikas
Auf dem afrikanischen Kontinent haben nur wenige Länder ein gut ausgebautes Bahnnetz.
Neben Marokko zählen dazu Südafrika, Ägypten und Algerien.
Marokkos Netz gilt als eines der moderneren des Kontinents.
Der schnelle Al Boraq
Im November 2018 ging mit dem Al Boraq die erste Hochgeschwindigkeitsstrecke Afrikas in Betrieb.
Auf ihr fahren TGV-Duplex-Züge zwischen Tanger und Casablanca.
Damit verkürzte sich die Reisezeit zwischen den beiden Städten deutlich.
Casablanca und Rabat
Die Verbindung zwischen Casablanca und Rabat ist das Herz des Netzes.
Schon 1984 wurde dieser Abschnitt zweigleisig ausgebaut.
Dichte Pendlerzüge verbinden die beiden Großstädte seither.
Vom Protektorat zur Staatsbahn
Viele Strecken entstanden in der Zeit des französischen Protektorats.
Mehrere private Gesellschaften betrieben damals einzelne Netze.
Nach der Unabhängigkeit wurden sie zur staatlichen ONCF zusammengefasst.
Im Vergleich mit Europa
Für die Fläche des Landes ist das Netz nicht besonders dicht.
Europäische Länder ähnlicher Größe haben oft mehr Kilometer Gleis.
Dafür ist der elektrifizierte Anteil in Marokko bemerkenswert hoch.
Warum die Zahl schwanken kann
Angaben zur Netzlänge sind keine festen Größen.
Neue Strecken kommen hinzu, andere werden neu vermessen.
Die 2295 Kilometer sind der Wert der ONCF für das Jahr 2017.
Was die Zahl für Reisende heißt
Gut zweitausend Kilometer Gleis verbinden vor allem die großen Küstenstädte.
Wer zwischen Tanger, Rabat und Casablanca reist, ist mit der Bahn schnell unterwegs.
Für das dünn besiedelte Landesinnere bleibt die Straße dagegen oft wichtiger.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Warum Verlässlichkeit so wichtig ist
Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.
Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.
Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.
Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.
Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.
Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
