Zahlen, bitte!
„Fahrerlos Richtung Brossard: der REM in Montreal, rund 64 Kilometer quer durch die Region.“
Wie lang ist das Netz des REM in Montreal?
→ Ein Netz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Der REM in Montreal ist ein fahrerloses Stadtbahnnetz und Stand 2026 rund 64 Kilometer lang mit 23 Stationen. Vollständig ausgebaut soll er rund 67 Kilometer erreichen und ist nicht mit der klassischen Metro Montreals zu verwechseln.
Der REM ist ein neues, fahrerloses Schnellbahnnetz in der Region Montreal.
Er ist ein eigenes System und nicht die klassische Metro der Stadt.
Die kurze Antwort auf die Titelfrage lautet: Das Netz ist Stand 2026 rund 64 Kilometer lang.

Die wichtigsten Zahlen
~64 km
in Betrieb (2026)
geplant rund 67 km
23
Stationen
mehrere Äste
2023
erster Abschnitt
Brossard–Zentrum
fahrerlos
Betrieb
vollautomatisch
Der REM ist ein eigenes, vollautomatisches System und nicht mit der klassischen Metro Montreals zu verwechseln.
Ein eigenes System neben der Metro
Der REM ist ein fahrerloses Stadtbahnnetz in der Region Montreal.
Sein Name steht für Réseau express métropolitain, also metropolitanes Schnellnetz.
Er ist nicht mit der klassischen Metro Montreals zu verwechseln, die seit 1966 fährt.
Der REM ist ein komplett eigenes, neues System mit eigener Technik und eigenem Betreiber.

Rund 64 Kilometer im Betrieb
Stand 2026 ist der REM rund 64 Kilometer lang.
Auf dieser Länge liegen 23 Stationen.
Die Strecken verteilen sich auf mehrere Äste, die von der Innenstadt ausgehen.
Damit ist der REM schon jetzt eines der größten fahrerlosen Netze Nordamerikas.
Gut zu wissen
Der REM ist ein eigenes, fahrerloses System und nicht die klassische Metro Montreals, die seit 1966 von der STM betrieben wird.
Die genannten Zahlen geben den Stand 2026 wieder; ein weiterer Ast zum Flughafen soll 2027 folgen.
Das Ziel: 67 Kilometer
Vollständig ausgebaut soll der REM rund 67 Kilometer erreichen.
Dann wird auch ein Ast zum Flughafen Montréal-Trudeau dazugehören.
Dieser Flughafen-Ast soll 2027 in Betrieb gehen.
Die heutigen 64 Kilometer sind also fast das geplante Endmaß.
Der Start im Jahr 2023
Der erste Abschnitt ging am 31. Juli 2023 in Betrieb.
Er verband den Vorort Brossard südlich des Sankt-Lorenz-Stroms mit der Innenstadt.
Dieser Südast führt über eine eigene Brücke in die City.
Mit ihm fuhr der REM erstmals Fahrgäste.
Wie das Netz weiterwuchs
Nach dem Südast folgten weitere Abschnitte.
Im November 2025 ging ein Teil nach Norden durch den Mont-Royal-Tunnel in Betrieb.
Im Mai 2026 kam ein westlicher Ast bis Anse-à-l’Orme hinzu.
So wuchs das Netz Schritt für Schritt auf seine heutige Länge.
Fahrerlos rund um die Uhr
Die Züge des REM fahren vollautomatisch, ganz ohne Fahrer.
An allen Stationen trennen Bahnsteigtüren den Bahnsteig vom Gleis.
Die Stationen sind beheizt, drei unterirdische Stationen sind zusätzlich klimatisiert.
Auch die Züge selbst haben eine Klimaanlage für die heißen Sommer.
Gebaut für kalte Winter
Montreal hat lange, strenge Winter mit viel Schnee.
Deshalb wurde der REM von Anfang an auf diese Bedingungen ausgelegt.
Beheizte Stationen und wettertaugliche Technik sollen den Betrieb sichern.
Im Sommer wiederum sorgt die Klimaanlage für angenehme Fahrten.
Wer den REM gebaut hat
Gebaut und betrieben wird der REM von der Gesellschaft CDPQ Infra.
Diese gehört zu einem großen Pensionsfonds der Provinz Québec.
Der Fonds investiert das Geld von Vorsorgeplänen und Versicherungen.
Der REM ist damit ein ungewöhnliches Beispiel für den Bau einer Bahn durch einen Investor.
Aus einer alten Pendlerlinie
Ein Teil des REM entstand nicht völlig neu.
Dafür wurde die alte Pendlerzuglinie nach Deux-Montagnes übernommen.
Diese Strecke wurde auf den Standard der neuen Stadtbahn umgebaut.
So ließ sich ein vorhandener Korridor samt Tunnel weiternutzen.
Der Mont-Royal-Tunnel
Ein Herzstück des Netzes ist der lange Tunnel unter dem Mont Royal.
Dieser Hügel liegt mitten in Montreal und gab der Stadt ihren Namen.
Durch den Tunnel erreichen die Züge die nördlichen Stadtteile.
Der alte Tunnel wurde dafür aufwendig modernisiert.
Was der REM gekostet hat
Für das gesamte Netz werden die Kosten auf rund 8,34 Milliarden kanadische Dollar geschätzt.
Das ist viel Geld, verteilt sich aber auf ein ganzes Schnellnetz.
Finanziert wurde der Bau wesentlich über den beteiligten Pensionsfonds.
Die Einnahmen aus dem Betrieb sollen die Investition über Jahrzehnte zurückzahlen.
64 Kilometer im Vergleich
Mit rund 64 Kilometern ist der REM ein großes Netz für eine einzelne Stadtregion.
Die fahrerlose Doha Metro in Katar kommt auf rund 76 Kilometer.
Die klassische Metro Montreals ist mit vier Linien ähnlich groß, aber ein ganz anderes System.
Beide Systeme zusammen ergeben ein dichtes Nahverkehrsnetz für die Region.
Nicht zu verwechseln mit der Metro
Weil beide Systeme in derselben Stadt fahren, kommt es leicht zu Verwechslungen.
Die Metro Montreals fährt seit 1966 und wird von der Verkehrsgesellschaft STM betrieben.
Der REM dagegen ist neu, fahrerlos und hat einen anderen Betreiber.
An mehreren Stationen kann man zwischen beiden Systemen umsteigen.
Was die Zahl im Alltag bedeutet
Für Fahrgäste bedeuten rund 64 Kilometer REM schnelle Verbindungen ins Umland.
Vororte, die früher nur mit Auto oder Pendlerzug erreichbar waren, hängen nun am Schnellnetz.
Weil die Züge automatisch fahren, sind dichte Takte möglich.
Die 64 Kilometer sind damit vor allem ein Gewinn an Reichweite und Verlässlichkeit.
Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
