Zahlen, bitte!
„Auf Gleis 1 fährt die längste U-Bahn der Europäischen Union — fast dreihundert Kilometer unter Madrid.“
Wie lang ist das Netz der Metro Madrid?
→ Ein U-Bahn-Netz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Metro Madrid bringt es auf eine Streckenlänge von 296,6 Kilometern mit 303 Stationen. Damit ist sie die drittlängste U-Bahn Europas und seit dem Brexit die längste in der Europäischen Union.
Madrid liegt im Herzen Spaniens, und unter der Stadt verläuft eines der größten U-Bahn-Netze der Welt.
Wer dort einfährt, bewegt sich durch ein Tunnelsystem, das in gut hundert Jahren von einer einzigen kurzen Linie auf fast dreihundert Kilometer gewachsen ist.
Die Frage nach der Länge führt mitten hinein in die Geschichte einer Stadt, die ihre Metro immer wieder verlängert hat.

Die wichtigsten Zahlen
296,6 km
Streckenlänge des Netzes
nach Betreiberangaben
303
Stationen
in Europa nur von Paris übertroffen
13
Linien
Klein- und Großprofil
Im Jahr 2019 beförderte die Metro Madrid rund 677 Millionen Fahrgäste.
Die Länge im Überblick
Das Streckennetz der Metro Madrid ist nach Angaben des Betreibers 296,6 Kilometer lang.
Auf dieser Länge liegen 303 Stationen, die über die Stadt und ihre Vororte verteilt sind.
Fast das gesamte Netz verläuft unterirdisch, nur drei Abschnitte liegen an der Oberfläche.
Damit zählt die Madrider Metro zu den ausgedehntesten U-Bahn-Systemen der Welt.

Platz drei in Europa
In Europa ist die Metro Madrid nach Moskau und London die drittlängste U-Bahn.
Seit dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU ist sie zugleich die längste U-Bahn der Europäischen Union.
Bei der Zahl der Stationen wird sie in Europa nur von der Pariser Métro übertroffen.
Für eine Stadt dieser Größe ist das ein außergewöhnlich dichtes Angebot.
Gut zu wissen
Die Linien 1 bis 5 der Metro Madrid gehören zum Kleinprofilnetz mit engeren Tunneln, die Linien 6 bis 12 zum Großprofilnetz mit breiteren Wagen.
Dass fast das gesamte Netz unterirdisch verläuft, unterscheidet die Metro Madrid von vielen anderen Systemen mit langen Hochbahnstrecken.
Dreizehn Linien, zwei Profile
Das Netz besteht aus 13 Linien, die mit Nummern und Kennfarben markiert sind.
Die Linien 1 bis 5 sowie die Linie R gehören zum sogenannten Kleinprofilnetz mit engeren Tunneln.
Die Linien 6 bis 12 bilden das Großprofilnetz mit breiteren Wagen.
Die Tunnel sind hufeisenförmig gebaut, während die Stationen eine Ellipsenform zeigen.
Von 1919 bis heute
Die erste Linie der Metro Madrid ging im Jahr 1919 in Betrieb.
In der ersten Phase bis 1951 entstanden die Linien des Kleinprofilnetzes.
Später kamen die großprofiligen Linien und zahlreiche Verlängerungen hinzu.
Allein seit 1994 hat sich die Länge des Streckennetzes mehr als verdoppelt.
Ein Netz bis in die Vororte
Die Metro erschließt nach Angaben des Betreibers nicht nur die Stadt selbst, sondern auch zahlreiche Vororte.
Mehrere Erweiterungen der vergangenen Jahrzehnte haben Nachbargemeinden an das Zentrum angebunden.
So verbindet das Netz Wohnorte am Rand mit den Arbeitsplätzen in der Innenstadt.
Für viele Pendler ist die U-Bahn damit das Rückgrat des täglichen Wegs.
Hunderte Millionen Fahrgäste
Im Jahr 2019 beförderte die Metro Madrid rund 677 Millionen Fahrgäste.
Das sind im Schnitt weit über eine Million Menschen an einem einzigen Tag.
Damit gehört sie zu den meistgenutzten Verkehrsmitteln Spaniens.
Die hohe Nachfrage erklärt, warum das Netz über Jahrzehnte immer weiter gewachsen ist.
Schnelle Züge unter der Stadt
Ein Teil der Fahrzeuge erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 110 Kilometern pro Stunde.
Solche Züge können fast 1400 Fahrgäste gleichzeitig befördern.
Auf den langen Außenästen des Netzes kommt diese Geschwindigkeit den Pendlern zugute.
Im dichten Innenstadtbereich liegen die Stationen dagegen eng beieinander.
Wer die Metro betreibt
Betrieben wird das Netz von der Gesellschaft Metro de Madrid S.A.
Sie ist eine Tochter des regionalen Verkehrsverbunds Consorcio Regional de Transportes de Madrid.
Damit liegt die U-Bahn in öffentlicher Hand der Region Madrid.
Der Verbund steuert auch das Zusammenspiel mit Bussen und Vorortzügen.
Der große Ausbau der 2000er
Besonders kräftig wuchs das Netz in den 1990er und 2000er Jahren.
Eine große Erweiterungsphase wurde im Mai 2007 abgeschlossen.
Erst dieser Bauschub brachte die Metro Madrid an die Spitze der europäischen Netze.
Seither hält sie den Titel der längsten U-Bahn der Europäischen Union.
Was die Länge für Fahrgäste bedeutet
Ein so langes Netz bedeutet für Fahrgäste weite Wege ohne Umstieg.
Auf den Außenästen überbrücken die Züge teils große Entfernungen bis in die Vororte.
Im Zentrum liegen die Stationen dagegen dicht beieinander.
So verbindet dieselbe Metro die enge Innenstadt und die weite Peripherie.
Eine U-Bahn der Superlative
Mit fast dreihundert Kilometern spielt die Metro Madrid in der Spitzengruppe der Welt.
In Europa liegen vor ihr nur die Riesennetze von Moskau und London.
Bei den Stationen muss sie sich allein Paris geschlagen geben.
Für eine einzelne europäische Hauptstadt ist das ein bemerkenswerter Rekord.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
