Stimmt es, dass man sein Auto in der Schweiz auf den Zug verladen kann?

Stimmt es, dass …?

„Bitte Motor abstellen und sitzen bleiben: Gleich bringt der Zug Sie samt Auto durch den Berg.“

Stimmt es, dass man sein Auto in der Schweiz auf den Zug verladen kann?

→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.

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Kurz gesagt

Ja, das stimmt: An mehreren Stellen in der Schweiz fährt man mit dem Auto auf einen Zug und wird durch einen Tunnel gebracht. Die Insassen bleiben dabei die ganze Zeit in ihrem Fahrzeug sitzen.

Normalerweise fährt man mit dem Auto über den Berg oder durch einen Straßentunnel.

In der Schweiz gibt es dafür eine ungewöhnliche Alternative.

Dort lädt man das Auto kurzerhand auf einen Zug und lässt sich durch den Berg fahren.

Autos stehen zum Verladen auf Eisenbahnwagen bereit
Foto: de:Benutzer:ch ivk, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Der Autoverlad in Zahlen

seit 1926

Lötschberg

erste Autotransporte

seit 1982

Furka

Verlad durch den Basistunnel

seit 1999

Vereina

Ersatz für den Flüelapass

Betrieben werden die Strecken unter anderem von BLS, MGB und Rhätischer Bahn.

Das Auto fährt mit dem Zug

Beim Autoverlad fährt man mit dem eigenen Wagen auf einen Eisenbahnwagen.

Der Zug bringt das Auto dann durch einen langen Tunnel.

Die Insassen bleiben während der ganzen Fahrt in ihrem Auto sitzen.

Am anderen Ende fährt man einfach wieder vom Zug herunter.

Autozug vor einem Tunnel in den Schweizer Bergen
Foto: JoachimKohler-HB, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Warum durch den Berg?

Viele Schweizer Täler sind durch hohe Berge voneinander getrennt.

Über die Pässe führt im Winter oft kein verlässlicher Weg.

Ein Tunnel unter dem Berg ist dann die sichere Verbindung.

Der Autoverlad bringt die Fahrzeuge bequem auf die andere Seite.

Gut zu wissen

Der Autoverlad ersetzt an manchen Stellen eine Straße, die es gar nicht gibt.

Am Lötschberg etwa führt zwischen den beiden Endpunkten keine durchgehende Straße über den Berg.

Die Strecke am Lötschberg

Eine der bekanntesten Verbindungen führt am Lötschberg durch den Berg.

Sie verbindet Kandersteg im Norden mit Goppenstein im Süden.

Erste Autotransporte gab es hier schon 1926.

Zwischen den beiden Orten gibt es bis heute keine durchgehende Straße.

Weitere Verladestellen

Auch an anderen Stellen der Schweiz gibt es den Autoverlad.

Am Furka fährt man seit 1982 durch den Basistunnel.

Auf der Vereina-Strecke rollen die Autos seit 1999 durch den Berg.

Dazu kommt die Verbindung am Simplon in Richtung Italien.

So läuft das Verladen ab

Vor der Fahrt reihen sich die Autos in einer Schlange auf.

Dann fahren sie nacheinander auf die wartenden Wagen.

Ist der Zug voll, schließt das Personal die Rampe.

Kurz darauf setzt sich der Zug in den Tunnel in Bewegung.

Sitzen bleiben erwünscht

Während der Fahrt bleiben die Reisenden in ihrem Auto.

So kann der Zug am Ziel ohne Verzögerung wieder entladen werden.

Die Fahrt durch den Tunnel dauert meist nur kurz.

Für die Insassen vergeht die Zeit fast wie in einem Wartezimmer.

Schnell und wetterfest

Der große Vorteil ist die Unabhängigkeit vom Wetter.

Auch bei Schnee und Eis bleibt der Weg durch den Berg offen.

Statt langer Passfahrten geht es direkt auf die andere Seite.

Das spart Zeit und schont die Nerven.

Beliebt im Alltag

Für viele Menschen in den Bergregionen ist der Autoverlad Alltag.

Pendler, Urlauber und Lieferwagen nutzen ihn gleichermaßen.

An schönen Wochenenden kann es vor den Rampen auch einmal eng werden.

Trotzdem gilt der Verlad als bequeme und verlässliche Lösung.

Das Fazit

Die Behauptung stimmt: In der Schweiz kann man sein Auto tatsächlich auf den Zug verladen.

An mehreren Strecken bringt die Bahn die Fahrzeuge durch den Berg.

Die Insassen bleiben dabei bequem in ihrem Auto sitzen.

So wird aus einer beschwerlichen Bergfahrt eine kurze, ruhige Zugfahrt.

Die Bahn als Teil des Alltags

Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.

Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.

Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.

Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.

So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.

Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.

Warum Verlässlichkeit so wichtig ist

Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.

Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.

Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.

Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.

Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.

Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.

Kleine Dinge, große Wirkung

Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.

Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.

Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.

In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.

Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.

So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.

Kleine Dinge, große Wirkung

Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.

Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.

Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.

In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.

Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.

So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.

Häufige Fragen

Muss man während der Fahrt aussteigen?
Nein, die Insassen bleiben die ganze Zeit in ihrem Auto sitzen.
Wo gibt es den Autoverlad?
Unter anderem am Lötschberg, am Furka, auf der Vereina-Strecke und am Simplon.
Seit wann gibt es ihn?
Am Lötschberg gab es erste Autotransporte schon 1926, andere Strecken kamen später dazu.
Warum verlädt man das Auto überhaupt?
Weil durch den Berg oft kein verlässlicher Straßenweg führt, besonders im Winter.
Wie lange dauert die Fahrt?
Die Fahrt durch den Tunnel dauert meist nur kurz, danach fährt man gleich wieder herunter.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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