Zahlen, bitte!
„Bitte beachten Sie: Dieses Netz misst 96,1 Kilometer und wird von den Menschen schlicht Namma Metro genannt.“
Wie lang ist das Netz der Metro Bengaluru?
→ Ein Netz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Metro Bengaluru besitzt drei Linien mit einer Länge von 96,1 Kilometern und 83 Stationen. In der Bevölkerung heißt sie Namma Metro, also schlicht unsere Metro.
Bengaluru, früher als Bangalore bekannt, ist eine der am schnellsten wachsenden Großstädte Indiens und gilt als Zentrum der indischen IT-Branche.
Seit 2011 fährt dort eine moderne U-Bahn, die von den Menschen liebevoll Namma Metro genannt wird.
Ihr Netz gehört inzwischen zu den größten des Landes, und diese Zahlen zeigen, wie weit es reicht.

Die wichtigsten Zahlen
96,1 km
Netzlänge
3 Linien
83
Stationen
im Betrieb
2011
eröffnet
3. Metro Indiens
Mit drei Linien und 96,1 Kilometern ist Bengaluru das drittgrößte U-Bahn-Netz Indiens.
Die wichtigste Zahl
Die Metro Bengaluru besitzt nach Angaben der deutschsprachigen Wikipedia drei Linien mit einer Länge von 96,1 Kilometern und 83 Stationen.
Damit ist sie das drittgrößte in Betrieb befindliche U-Bahn-Netz Indiens.
Zum Vergleich kommt die Münchner U-Bahn auf 103,1 Kilometer, liegt also nur knapp vor Bengaluru.
Eine indische Stadt, die vor gut einem Jahrzehnt noch gar keine Metro hatte, ist damit fast auf dem Stand Münchens.

Was Namma Metro bedeutet
In der Bevölkerung wird die U-Bahn nicht mit ihrem offiziellen Namen, sondern als Namma Metro bezeichnet.
Das Wort stammt aus der Sprache Kannada und bedeutet so viel wie unsere Metro.
Schon der Name zeigt, wie sehr die Bahn von den Menschen angenommen wurde.
Für viele Pendler ist sie zum selbstverständlichen Teil des Alltags geworden.
Gut zu wissen
Die hier genannten Zahlen geben den Stand der deutschsprachigen Wikipedia wieder; mit der laufenden Ausbauphase II wächst das Netz weiter.
Namma Metro bedeutet in der Sprache Kannada so viel wie unsere Metro und ist der im Alltag gebräuchliche Name.
Die dritte U-Bahn Indiens
Die Metro Bengaluru wurde im Oktober 2011 eröffnet.
Sie war damit die dritte U-Bahn Indiens nach der Metro Kolkata, die bereits 1984 eröffnet wurde, und der Metro Delhi aus dem Jahr 2002.
Indien hatte also lange nur wenige U-Bahnen, ehe in den 2010er Jahren viele Städte nachzogen.
Bengaluru gehört damit zur zweiten großen Welle des indischen U-Bahn-Baus.
Warum die Stadt eine Metro brauchte
Mit der Planung der Metro wurde begonnen, weil die vorhandene Infrastruktur kaum noch mit dem rasanten Bevölkerungswachstum mithalten konnte.
Bengaluru war binnen weniger Jahrzehnte zu einer Millionenstadt mit enormem Verkehr geworden.
Eine leistungsfähige Bahn sollte die verstopften Straßen entlasten.
Die U-Bahn war daher von Anfang an als Rückgrat des städtischen Nahverkehrs gedacht.
Der Start der Violetten Linie
Den Anfang machte im Oktober 2011 ein erster Abschnitt der Violetten Linie zwischen Mahatma Gandhi Road und Byappanahalli.
Dieser Abschnitt war zunächst nur ein kurzes Teilstück im Osten der Stadt.
Im November 2015 folgte ein zweiter Abschnitt derselben Linie zwischen Mysore Road und Magadi Road.
Schritt für Schritt wuchs so das Netz, wie es in vielen Metrostädten üblich ist.
Die Grüne Linie und der Lückenschluss
Neben der Violetten Linie entstand die Grüne Linie, deren erster Abschnitt zwischen Peenya Industry und Sampige Road eröffnet wurde.
Lange klaffte in der Violetten Linie noch eine Lücke mitten in der Innenstadt.
Diese Lücke wurde im April 2016 mit einem unterirdischen Abschnitt zwischen Magadi Road und Mahatma Gandhi Road geschlossen.
Erst damit konnte die Violette Linie durchgehend befahren werden.
Betreiber und weiterer Ausbau
Betrieben wird die Metro von der Bangalore Metro Rail Corporation Limited, kurz BMRCL.
Das Netz befindet sich derzeit in der Ausbauphase II mit zwei weiteren Linien.
Diese neuen Linien sollen bis Ende 2027 fertiggestellt sein.
Die Länge von 96,1 Kilometern ist also nur ein Zwischenstand auf dem Weg zu einem noch größeren Netz.
Wo Bengaluru liegt
Bengaluru ist die Hauptstadt des südindischen Bundesstaates Karnataka.
Die Stadt gilt als Zentrum der indischen Informationstechnik und beherbergt zahlreiche Technologieunternehmen.
Durch den Zuzug vieler Arbeitskräfte wuchs die Einwohnerzahl über Jahre rasant an.
Eine moderne U-Bahn passt daher gut zu einer Stadt, die sich als Zukunftsstandort versteht.
Der Vergleich mit Deutschland
Das größte deutsche U-Bahn-Netz ist das in Berlin mit 155,4 Kilometern Länge und 175 Bahnhöfen.
Die Münchner U-Bahn kommt auf 103,1 Kilometer und 100 Stationen.
Mit 96,1 Kilometern liegt Bengaluru knapp unter München und damit auf dem Niveau einer großen europäischen Metrostadt.
Dabei fährt die Namma Metro erst seit 2011, während München seit 1971 baut.
Der Vergleich in Indien
Innerhalb Indiens ist die Metro Delhi mit Abstand das größte U-Bahn-Netz des Landes.
Dahinter folgt die Metro Bengaluru als zweitgrößtes Netz vor der Metro Hyderabad.
Die Metro Kolkata war zwar die erste des Landes, ist aber heute kürzer als die jüngeren Netze.
Bengaluru hat damit in kurzer Zeit viele ältere Metros überholt.
Der Vergleich mit den Riesennetzen Chinas
Im Vergleich mit China wirken selbst 96 Kilometer überschaubar.
Die Metro Hangzhou etwa erreichte Ende 2022 bereits 566 Kilometer.
Chinesische Großstädte bauen ihre Netze oft schneller und in größerem Maßstab als indische.
Der Vergleich zeigt, wie unterschiedlich das Tempo des U-Bahn-Baus in Asien sein kann.
Wie ein Netz gemessen wird
Die Länge eines U-Bahn-Netzes wird üblicherweise als Streckenlänge angegeben.
Gemeint ist damit die Länge der Strecke und nicht die Summe aller einzelnen Gleise.
Weil fast überall zwei Richtungsgleise nebeneinanderliegen, wäre die reine Gleislänge deutlich größer.
Die 96,1 Kilometer von Bengaluru bezeichnen also die Länge des eigentlichen Streckennetzes.
Was die Zahl 96 bedeutet
Ein Netz von gut 96 Kilometern reicht aus, um die wichtigsten Teile einer Millionenstadt zu verbinden.
Würde man beide Linien gedanklich aneinanderlegen, ergäbe sich eine lange Strecke quer durch die Region.
Für die Fahrgäste zählt am Ende weniger die reine Länge als die Zahl der Ziele, die sie ohne Umweg erreichen.
Die Namma Metro zeigt, wie schnell eine indische Großstadt zu einem großen Netz kommen kann.
Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
