Zahlen, bitte!
„Auf vier Linien und 39 Kilometern erreicht die Metró aus Budapest planmäßig jeden Bahnsteig im Zentrum.“
Wie lang ist das Netz der Budapester Metró?
→ Ein Netz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Budapester Metró bringt es auf 39,4 Kilometer Streckenlänge. Dazu gehören vier Linien und 52 Stationen.
Die Budapester Metró gehört zu den ältesten U-Bahnen der Welt und ist zugleich die einzige U-Bahn Ungarns.
Wer nach der Länge ihres Netzes fragt, bekommt aus der deutschsprachigen Wikipedia eine klare Antwort.
Vier Linien verbinden die ungarische Hauptstadt unter der Erde, und ihre Geschichte reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück.

Die wichtigsten Zahlen
39,4 km
Länge des gesamten Netzes
vier Linien
52
Stationen
drei davon oberirdisch
1896
Eröffnung der Linie M1
zweitälteste U-Bahn der Welt
Das Netz der Budapester Metró misst 39,4 Kilometer und zählt 52 Stationen auf vier Linien.
Die kurze Antwort
Das Netz der Budapester Metró ist nach Angaben der deutschsprachigen Wikipedia 39,4 Kilometer lang.
Diese Strecke verteilt sich auf vier Linien mit den Kürzeln M1, M2, M3 und M4.
Dazu gehören 52 Stationen, von denen drei oberirdisch liegen.
Damit ist die Metró das Rückgrat des Nahverkehrs in der ungarischen Hauptstadt.

Vier Linien im Überblick
Die M1 ist die älteste und zugleich kürzeste der vier Linien.
Die M2 verbindet den Osten mit dem Westen der Stadt und ist heute 10,3 Kilometer lang.
Sie zählt elf Stationen und unterquert dabei die Donau.
Die M3 verläuft in Nord-Süd-Richtung und wurde nach ihrem Bau mehrfach verlängert.
Gut zu wissen
Die Linie M1 lässt sich bis heute an ihren kleinen, historischen Wagen erkennen, die dicht unter der Andrássy út verkehren.
Wer Budapest besucht, kann die älteste Linie Kontinentaleuropas also ganz normal mit einem Fahrschein erleben.
Die M1 von 1896
Die Linie M1 ging am 2. Mai 1896 in Betrieb, pünktlich zu den Millenniumsfeiern des Landes.
Anlass war die tausendjährige Landnahme der Ungarn, an die damals ganz Budapest erinnerte.
Nach der 1863 eröffneten Londoner Underground gilt die M1 als zweitälteste noch betriebene U-Bahn der Welt.
Zugleich war sie die erste U-Bahn auf dem europäischen Festland.
Földalatti unter Denkmalschutz
Im Volksmund trägt die M1 den Namen Földalatti, was schlicht Untergrundbahn bedeutet.
Ihre Bahnsteige sind kürzer und niedriger als die der übrigen Linien.
Die Fahrzeuge der M1 sind niederflurig gebaut und wirken bis heute historisch.
Seit 2002 gehört die Linie zusammen mit der Prachtstraße Andrássy út zum UNESCO-Welterbe.
M2 und M3 mit sowjetischer Hilfe
Die Linien M2 und M3 entstanden Jahrzehnte nach der M1 mit Unterstützung der Sowjetunion.
Im Gegensatz zur M1 wurden beide Strecken nach ihrem Bau noch deutlich erweitert.
Eine 3,5 Kilometer lange Teilstrecke der M2 ging im Dezember 1972 in Betrieb.
Dieser Abschnitt unterquert die Donau und verbindet beide Stadthälften miteinander.
Die moderne M4
Die jüngste Linie M4 wurde am 28. März 2014 eröffnet.
Sie fährt vollautomatisch und kommt damit ohne Fahrer in den Zügen aus.
Für die M4 ist eine Höchstgeschwindigkeit von 80 Kilometern pro Stunde vorgesehen.
Im dichtesten Takt können die Züge im Abstand von 90 Sekunden fahren.
Wo sich die Linien treffen
Einziger gemeinsamer Kreuzungspunkt der Linien M1, M2 und M3 ist die Station Deák Ferenc tér.
Sie liegt mitten im Zentrum der Stadt und ist ein wichtiger Umsteigeknoten.
Die M4 schafft weiter außerhalb zwei zusätzliche Knoten mit der M2 und der M3.
So lässt sich das Netz trotz seiner überschaubaren Länge gut durchqueren.
Wie viele Menschen mitfahren
Budapest ist mit rund 1,7 Millionen Einwohnern die mit Abstand größte Stadt Ungarns.
Schon kurz nach der Eröffnung ihrer Neubaustrecke nutzten täglich 250.000 Fahrgäste die M2.
Später verdoppelte sich die tägliche Zahl der Fahrgäste auf dieser Linie auf 500.000.
Die Metró trägt damit einen großen Teil des städtischen Verkehrs.
Vergleich mit anderen Netzen
Mit 39,4 Kilometern gehört das Budapester Netz zu den kleineren Metro-Netzen Europas.
Netze wie die Wiener U-Bahn oder die Prager Metro bringen es jeweils auf mehr Kilometer.
Dafür punktet Budapest mit dem Alter und der Geschichte seiner ersten Linie.
Länge ist eben nicht das einzige Maß für ein gutes U-Bahn-Netz.
Eine fünfte Linie ist geplant
Für die Zukunft ist eine fünfte Linie mit dem Kürzel M5 in Planung.
Mit ihr würde das Netz über seine heutigen 39,4 Kilometer hinauswachsen.
Einen festen Eröffnungstermin nennt die Wikipedia dafür bislang nicht.
Bis dahin bleibt es bei den vier bestehenden Linien.
Was die Länge für Fahrgäste bedeutet
Ein Netz von 39,4 Kilometern lässt sich in überschaubarer Zeit von einem Ende zum anderen durchfahren.
Die kurzen Wege zwischen den Stationen sorgen für einen dichten Takt.
Gerade im Zentrum liegen viele Ziele nur wenige Minuten voneinander entfernt.
So wird aus einer vergleichsweise kurzen Strecke ein sehr leistungsfähiges Verkehrsmittel.
Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
