Zahlen, bitte!
„Auf Gleis 1 fährt die Berliner Tram — auf einem der ältesten und größten Netze der Welt.“
Wie lang ist das Berliner Straßenbahnnetz?
→ Ein Tramnetz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Das Berliner Straßenbahnnetz hat eine Streckenlänge von 204 Kilometern und 828 Richtungshaltestellen. Es gilt als eines der ältesten und größten Straßenbahnnetze der Welt und als das größte in Deutschland.
Berlin ist bekannt für seine Straßenbahnen, die vor allem im Osten der Stadt rollen.
Das Netz gehört zu den ältesten der Welt und reicht bis in das Jahr 1865 zurück.
Wie lang es heute ist, lässt sich an mehreren Zahlen ablesen, die unterschiedliche Dinge messen.

Die wichtigsten Zahlen
204 km
Streckenlänge
normalspuriges Netz
828
Richtungshaltestellen
im Netz
226,1 Mio
Fahrgäste 2024
in einem Jahr
22 Tageslinien bilden ein Streckennetz von rund 320 Kilometern Länge.
Die Länge im Überblick
Das normalspurige Berliner Straßenbahnnetz hat eine Streckenlänge von 204 Kilometern.
Auf dieser Länge liegen 828 Richtungshaltestellen.
Damit zählt Berlin zu den größten Straßenbahnstädten der Welt.
Die Zahl beschreibt die physischen Gleise, über die alle Linien verteilt sind.

Drei Zahlen für ein Netz
Die reine Streckenlänge der Gleise beträgt 204 Kilometer.
Die 22 Tageslinien bilden zusammen ein Streckennetz von rund 320 Kilometern.
Mit den Nachtlinien kommt das Liniennetz sogar auf 436 Kilometer.
Je nachdem, was man zählt, fällt die Antwort also unterschiedlich aus.
Gut zu wissen
Die 204 Kilometer beziehen sich auf die physische Streckenlänge der Gleise; das Liniennetz ist mit Nachtlinien sogar rund 436 Kilometer lang.
Die Berliner Straßenbahn fährt auf Normalspur, während viele andere Tramnetze die schmalere Meterspur nutzen.
Eines der ältesten der Welt
Die Berliner Straßenbahn ist eines der ältesten Straßenbahnnetze überhaupt.
Schon seit 1865 fahren in Berlin schienengebundene Bahnen durch die Straßen.
Damit blickt das Netz auf über 150 Jahre Geschichte zurück.
Nur wenige Städte können auf eine so lange Tram-Tradition verweisen.
Das größte Netz Deutschlands
Innerhalb Deutschlands gilt das Berliner Netz als das größte seiner Art.
Keine andere deutsche Stadt betreibt ein so langes Straßenbahnnetz.
Die 204 Kilometer Strecke liegen deutlich über denen anderer Großstädte.
Berlin ist damit die Straßenbahnhauptstadt der Bundesrepublik.
Von der Pferdebahn zum Strom
Im Juni 1865 nahm die Berliner Pferde-Eisenbahn-Gesellschaft den Betrieb auf.
Zunächst zogen also Pferde die Wagen durch die Straßen.
Später wurde das Netz auf elektrischen Betrieb umgestellt.
Aus der Pferdebahn wurde so die moderne Straßenbahn von heute.
Normalspur wie die Eisenbahn
Die Berliner Straßenbahn fährt auf Normalspur mit 1435 Millimetern Spurweite.
Das ist dieselbe Spur, die auch die großen Eisenbahnen nutzen.
Andere Tramnetze setzen dagegen auf die schmalere Meterspur.
Die Normalspur erleichtert den Betrieb mit breiten, langen Wagen.
22 Linien am Tag
Tagsüber verkehren in Berlin 22 Straßenbahnlinien.
In den Nachtstunden kommen eigene Nachtlinien hinzu.
So ist das Netz rund um die Uhr in Betrieb.
Die vielen Linien erklären die große Gesamtlänge des Liniennetzes.
Hunderte Millionen Fahrgäste
Im Jahr 2024 beförderte die Berliner Straßenbahn 226,1 Millionen Fahrgäste.
Das sind im Schnitt weit über eine halbe Million Menschen pro Tag.
Damit ist die Tram eine tragende Säule des Berliner Nahverkehrs.
Die hohe Nachfrage rechtfertigt das dichte und lange Netz.
Was die Länge bedeutet
Eine Streckenlänge von 204 Kilometern verteilt sich über große Teile der Stadt.
Vor allem die östlichen Bezirke sind dicht mit Gleisen durchzogen.
Für viele Menschen ist die Tram damit das Verkehrsmittel vor der Haustür.
Die Länge des Netzes spiegelt die Bedeutung der Bahn für den Alltag.
Im Vergleich mit anderen Städten
Mit 204 Kilometern ist das Berliner Netz deutlich länger als etwa das Zürcher Tramnetz.
Auch die meisten anderen europäischen Tramstädte bleiben darunter.
Berlin spielt damit in der obersten Liga der Straßenbahnnetze.
Länge, Alter und Fahrgastzahlen passen hier zusammen.
Ein Stück Berliner Geschichte
Seit 1865 gehört die Straßenbahn fest zum Bild der Stadt.
Sie hat Kaiserreich, Teilung und Wiedervereinigung überdauert.
Heute verbindet ihr langes Netz Vergangenheit und Gegenwart.
Die Zahlen zur Länge erzählen so auch ein Stück Stadtgeschichte.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
