Zahlen, bitte!
„Die „Haager Lies“ fuhr einst von Lambach bis Haag am Hausruck, heute führt dort ein Radweg entlang.“
Wie lang war die Bahnstrecke Lambach–Haag am Hausruck?
→ Eine stillgelegte Lokalbahn in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Bahnstrecke Lambach–Haag am Hausruck, die „Haager Lies“, war 21,875 Kilometer lang. 2009 endete der Verkehr, heute ist die Trasse ein Radweg.
Manche Bahnzahlen gehören zu Strecken, die es so nicht mehr gibt.
Die Bahnstrecke Lambach–Haag am Hausruck in Oberösterreich ist eine davon.
Ihre Länge ist überliefert, auch wenn die Gleise längst verschwunden sind.

Die wichtigsten Zahlen
21,875 km
Streckenlänge
nach Wikipedia-Infobox
1901
Eröffnung
am 23. Juli
2009
Einstellung
am 13. Dezember
Die Zahl beschreibt die ehemalige normalspurige Stichbahn bis Haag am Hausruck.
Die Strecke in einer Zahl
Die Bahnstrecke Lambach–Haag am Hausruck war nach der Wikipedia-Infobox 21,875 Kilometer lang.
Die Kilometrierung hatte ihren Ausgangspunkt in Lambach.
Von dort reichte die Strecke bis zum Endbahnhof Haag am Hausruck.
Die Zahl beschreibt also die gesamte normalspurige Stichbahn.

Die „Haager Lies“
Im Volksmund trug die Bahn den Spitznamen „Haager Lies“.
Solche Kosenamen waren typisch für kleine Lokalbahnen in Österreich.
Sie zeigen, wie sehr eine Strecke zum Alltag einer Region gehörte.
Der Name hat die Stilllegung überdauert und erinnert bis heute an die Bahn.
Gut zu wissen
Stichbahnen enden an einem Ort, ohne weiterzuführen; die Züge müssen dort wenden oder zurückfahren.
Viele stillgelegte Bahntrassen in Österreich und Deutschland wurden zu Rad- und Wanderwegen umgebaut.
Wo die Bahn fuhr
Die Stichbahn zweigte nahe der Haltestelle Neukirchen bei Lambach von der Westbahn ab.
Von dort führte sie bis Haag am Hausruck in Oberösterreich.
Die meisten Züge fuhren über die Westbahn durchgehend von und nach Lambach.
Einige Züge verkehrten sogar über Lambach hinaus bis Wels.
Eröffnet 1901
Die Strecke nach Haag wurde am 23. Juli 1901 eröffnet.
Sie gehörte damit zur großen Welle der Lokalbahnen um die Jahrhundertwende.
Diese Bahnen sollten das flache Land an die großen Hauptstrecken anbinden.
Für Haag am Hausruck war die Bahn lange die wichtigste Verbindung nach außen.
Normalspur mit Gleichstrom
Die Bahn war normalspurig mit 1435 Millimetern Spurweite.
Elektrifiziert war sie mit 750 Volt Gleichstrom.
Die Westbahn dagegen führt 15 Kilovolt Wechselstrom.
Deshalb mussten auf der durchgehenden Strecke Zweisystemfahrzeuge eingesetzt werden.
Zwei Stromsysteme auf einer Fahrt
Ein Zug, der von Haag bis Lambach oder Wels fuhr, wechselte das Stromsystem.
Erst rollte er mit Gleichstrom über die Lokalbahn, dann mit Wechselstrom über die Westbahn.
Nur Fahrzeuge, die beide Systeme beherrschten, konnten durchgehend fahren.
Dieser technische Aufwand war ein Grund, warum der Betrieb teuer blieb.
Wer die Bahn führte
Zuletzt befand sich die Strecke vollständig im Eigentum der Österreichischen Bundesbahnen.
Mit der Betriebsführung war die Stern & Hafferl Verkehrsgesellschaft beauftragt.
Dieses Unternehmen führte mehrere oberösterreichische Lokalbahnen.
Öffentliches Eigentum und private Betriebsführung waren hier kombiniert.
Das Ende im Jahr 2009
Am 13. Dezember 2009 wurde der Gesamtverkehr auf der Strecke eingestellt.
An die Stelle der Züge traten Buslinien.
Solche Umstellungen trafen viele kleine Lokalbahnen, deren Betrieb sich nicht mehr trug.
Damit endete nach über hundert Jahren die Geschichte der „Haager Lies“ als Bahn.
Von der Trasse zum Radweg
Nach der Stilllegung wurden die Bahnanlagen abgetragen.
Auf der freien Trasse entstand ein Geh- und Radweg.
So blieb der Verlauf der Strecke in der Landschaft sichtbar.
Wer heute dort radelt, folgt den 21,875 Kilometern der einstigen Bahn.
Woher die 30 Promille kommen
Die Infobox nennt eine größte Neigung von 30 Promille.
Auf tausend Metern gewann die Strecke an der steilsten Stelle also 30 Höhenmeter.
Für eine Lokalbahn im Hügelland war das ein spürbarer, aber machbarer Wert.
Die Bahn kam dabei ohne Zahnstange aus.
Ehrlich bleiben bei der Zahl
Die 21,875 Kilometer stammen aus der Wikipedia-Infobox zur Strecke.
Sie beschreibt die Länge zur Zeit des Betriebs, nicht den heutigen Radweg im Detail.
Wir nennen den belegten Wert und runden ihn nicht ins Ungefähre.
Den Nachweis findet man im verlinkten Artikel.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
