Zahlen, bitte!
„Sehr geehrte Fahrgäste, diese Bahn fährt seit 1888 ganz ohne Motor, allein mit dem Gewicht von Wasser.“
Wie alt ist die Nerobergbahn?
→ Eine Bergbahn in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Nerobergbahn in Wiesbaden wurde 1888 errichtet und fährt bis heute mit Wasserballast, also ganz ohne Motor. Sie gilt als letzte Bergbahn dieser Bauart in Deutschland und steht unter Denkmalschutz.
Manche Bahnen fahren seit weit über hundert Jahren nach demselben, verblüffend einfachen Prinzip.
Die Nerobergbahn in Wiesbaden ist so ein Fall.
Ihr Alter und ihre Technik machen sie zu einem lebenden Stück Verkehrsgeschichte.

Die wichtigsten Zahlen
1888
Baujahr
seither in Betrieb
438 m
Streckenlänge
83 Meter Höhenunterschied
Wasser
Antrieb
Wasserballast statt Motor
Quelle: deutschsprachige Wikipedia zur Nerobergbahn; Zahlen aus dem Artikeltext.
Das Alter in einer Zahl
Die Nerobergbahn wurde im Jahr 1888 errichtet.
Seither bringt sie Fahrgäste vom Nerotal hinauf auf den Neroberg.
Sie ist damit weit über hundert Jahre alt.
In all der Zeit blieb ihr grundlegendes Prinzip unverändert.

Angetrieben von Wasser
Die Bahn fährt mit Wasserballast, also ganz ohne Motor.
Der obere Wagen wird mit Wasser gefüllt, bis er schwerer ist als der untere.
Durch sein Gewicht zieht er den unteren Wagen den Berg hinauf.
Oben wird das Wasser wieder abgelassen, und das Spiel beginnt von vorn.
Gut zu wissen
Die Nerobergbahn wird mit Wasserballast betrieben: Der obere Wagen wird mit Wasser gefüllt und zieht durch sein Gewicht den unteren nach oben.
Sie ist die letzte Bergbahn dieser Bauart in Deutschland und steht als technisches Kulturdenkmal unter Schutz.
Zahlen zur Strecke
Die Strecke ist 438 Meter lang.
Auf diesem Weg überwindet die Bahn einen Höhenunterschied von 83 Metern.
Die durchschnittliche Steigung liegt bei 190 Promille.
Für eine so alte Anlage sind das beachtliche Werte.
Die letzte ihrer Art
Bahnen mit reinem Wasserballastantrieb waren früher weiter verbreitet.
Heute ist die Nerobergbahn die letzte Bergbahn dieses Typs in Deutschland.
Anderswo wurden solche Anlagen längst auf Motoren umgestellt oder stillgelegt.
In Wiesbaden aber fährt die Technik von 1888 weiter.
Ein technisches Denkmal
Wegen ihrer seltenen Bauart steht die Bahn unter Denkmalschutz.
Sie gilt als technisches Kulturdenkmal nach hessischem Recht.
Damit ist ihr Fortbestand rechtlich abgesichert.
Sie wird gepflegt, statt durch moderne Technik ersetzt zu werden.
Beliebt bei Ausflüglern
Jährlich nutzen mehr als 250.000 Fahrgäste die Bahn.
Rund vier von fünf davon sind Touristen.
Der Neroberg ist ein beliebtes Ausflugsziel über der Stadt.
Die Fahrt selbst ist dabei schon ein Erlebnis.
Warum die Bahn überlebte
Viele historische Bahnen verschwanden, weil der Betrieb zu teuer wurde.
Der Wasserballastantrieb kommt jedoch ohne teuren Strom oder Kraftstoff aus.
Zugleich ist die Bahn ein Wahrzeichen und Werbeträger für Wiesbaden.
So lohnte sich der Erhalt über all die Jahrzehnte.
Ein Blick in die Technikgeschichte
Die Nerobergbahn zeigt, wie man Berge vor dem Zeitalter starker Motoren bezwang.
Wasser war überall verfügbar und musste nicht erst erzeugt werden.
Solche Bahnen waren ihrer Zeit erstaunlich clevere Lösungen.
Heute wirken sie wie ein liebevoll gepflegtes Museum in Bewegung.
Eine Zahl mit Charme
Das Baujahr 1888 ist mehr als eine Jahreszahl.
Es steht für eine Technik, die seit dem Kaiserreich fast unverändert läuft.
Wer einsteigt, reist ein Stück weit auch in die Vergangenheit.
So verbindet die Nerobergbahn Alltag und Geschichte auf 438 Metern.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
