Zahlen, bitte!
„Auf Gleis eins steht der Zahnradzug ins versteckte Hochtal der Pyrenäen.“
Welche Spurweite hat die Cremallera de Núria?
→ Eine Bahn in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Cremallera de Núria fährt in Meterspur mit 1000 Millimetern. Für die steilen Abschnitte nutzt sie eine Zahnstange.
Hoch in den katalanischen Pyrenäen klettert eine Zahnradbahn.
Sie erreicht ein Tal, das keine Straße hat.
Ihre Gleise haben ein besonderes Maß.

Die wichtigsten Zahlen
1000 mm
Spurweite
Meterspur
12,5 km
Streckenlänge
Ribes–Núria
1967 m
Höhe Bergstation
Vall de Núria
Tausend Millimeter trennen die Schienen dieser Bergbahn.
Die Zahnradbahn der Pyrenäen
Die Cremallera de Núria ist eine Zahnradbahn in Katalonien.
Diese Region liegt im Nordosten Spaniens.
Die Bahn führt in die Pyrenäen nahe der Grenze zu Frankreich.
Sie steigt von Ribes de Freser ins Vall de Núria.
Die Talstation liegt auf etwa 905 Metern Höhe.
Die Bergstation liegt auf 1967 Metern.

Welche Spurweite hat die Bahn?
Die Bahn ist in Meterspur mit 1000 Millimetern gebaut.
Diese Spur ist schmaler als die spanische Breitspur im Tiefland.
Sie erlaubt engere Kurven im steilen Gebirge.
Zusätzlich liegt zwischen den Schienen eine Zahnstange.
Diese Kombination ist typisch für Berg-Zahnradbahnen.
So meistert die Bahn auch sehr steile Abschnitte.
Gut zu wissen
Die Bergstation im Vall de Núria auf 1967 Metern gehört zu den höchstgelegenen Bahnhöfen Spaniens.
Die Fahrzeuge sind technisch eng mit denen der Zahnradbahn von Montserrat verwandt, unterscheiden sich aber durch die blaue Farbe.
Warum eine Zahnstange?
Reine Reibung reicht an sehr steilen Hängen nicht aus.
Dort würden die Räder einer normalen Bahn durchdrehen.
Die Zahnstange greift in ein Zahnrad der Fahrzeuge ein.
So kann der Zug sicher aufsteigen und abbremsen.
Die Meterspur bietet dabei genug Platz für die Technik.
Die Technik stammt aus der Tradition der Alpen-Zahnradbahnen.
Hinauf ins Hochtal
Zwischen Tal und Hochtal liegen gut tausend Höhenmeter.
Die Bahn überwindet sie auf rund 12,5 Kilometern.
Die Fahrt dauert etwa 40 Minuten.
Dabei klettert die Bahn stetig durch Wald und Fels.
Für den steilsten Teil ist die Zahnstange unverzichtbar.
Ohne sie käme kein Zug ins Tal hinauf.
Ein Tal ohne Straße
Das Vall de Núria ist nur zu Fuß oder per Bahn erreichbar.
Zu Fuß führt der historische Pilgerpfad Camí vell de Núria hinauf.
Eine Straße für Autos gibt es bewusst nicht.
So ist die Zahnradbahn die wichtigste Verbindung.
Sie bringt Wanderer, Pilger und Urlauber ins Tal.
Im Winter dient das Tal auch als kleines Skigebiet.
Geschichte der Strecke
Die Cremallera de Núria wurde 1931 eingeweiht.
Von 1936 bis 1939 ruhte der Betrieb wegen des Bürgerkriegs.
Danach nahm die Bahn ihren Dienst wieder auf.
Seit 1984 betreibt sie die katalanische Gesellschaft FGC.
Diese ist auch für andere Bahnen der Region zuständig.
Die Meterspur blieb über all die Jahre erhalten.
Fahrzeuge aus den Alpen
Die Bahn fährt mit Fahrzeugen schweizerischen und deutschen Ursprungs.
Mehrere Triebwagen entstanden nach Schweizer Plänen.
Die neuesten Fahrzeuge wurden wieder in der Schweiz gebaut.
Sie sind baugleich mit den Fahrzeugen der Zahnradbahn von Montserrat.
Die Núria-Fahrzeuge tragen eine blaue Lackierung.
Die Montserrat-Fahrzeuge erkennt man an der grünen Farbe.
Mehr Sicherheit im Winter
Im November 2008 wurde ein neuer Tunnel eröffnet.
Der Roc-del-Dui-Tunnel ist 1330 Meter lang.
Im oberen Teil ist er sogar zweigleisig.
Er sichert den Betrieb im Höhenbereich um 1500 Meter.
Vor allem bei Lawinengefahr ist er wichtig.
So kann die Bahn auch im strengen Winter fahren.
Spurweiten im Vergleich
Die Spurweite bestimmt den Abstand der beiden Schienen.
Die Normalspur misst 1435 Millimeter und ist weltweit Standard.
Die Meterspur mit 1000 Millimetern dient vielen Bergbahnen.
Noch schmaler sind viele Wald- und Kleinbahnen mit 760 Millimetern.
Die Núria-Bahn bleibt bei der bewährten Meterspur.
Zusammen mit der Zahnstange ist sie für das Gebirge ideal.
Warum die Zahl mehr ist
Die 1000 Millimeter sind mehr als eine technische Angabe.
Sie zeigen, wie die Bahn für das Gebirge gebaut wurde.
Die Meterspur und die Zahnstange gehören zusammen.
Gemeinsam erschließen sie ein sonst kaum erreichbares Tal.
So wird die Spurweite zum Schlüssel für das Hochtal.
Sie macht die Bahn zu einem besonderen Verkehrsmittel.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
