Zahlen, bitte!
„Der Molli nach Kühlungsborn über Heiligendamm fährt auf neunhundert Millimeter schmaler Spur.“
Welche Spurweite hat die Bäderbahn Molli?
→ Eine Strecke in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Bäderbahn Molli rollt auf einer Spurweite von 900 Millimetern. Dieses ungewöhnliche Maß macht sie zu einer der wenigen Bahnen Deutschlands mit dieser Spur.
Der Molli gehört zu den bekanntesten Dampfbahnen an der deutschen Ostseeküste.
Er verbindet Bad Doberan mit Heiligendamm und dem Ostseebad Kühlungsborn.
Seine Spur ist dabei so schmal, dass sie in Deutschland nur selten vorkommt.

Die wichtigsten Zahlen
900 mm
SPURWEITE
seltenes Maß
15,43 km
LÄNGE
Bad Doberan–Kühlungsborn
1886
ERÖFFNUNG
erstes Teilstück
Die Spurweite von 900 Millimetern ist in der Infobox des Wikipedia-Artikels belegt.
Die Antwort in einer Zahl
Die Bäderbahn Molli fährt auf einer Spurweite von 900 Millimetern.
Gemeint ist damit der lichte Abstand zwischen den Innenkanten der beiden Schienen.
Dieses Maß steht so in der Infobox des Wikipedia-Artikels zur Bahn.
Es ist deutlich schmaler als die bei Hauptbahnen übliche Spur.
Zugleich ist es breiter als die klassischen 750 Millimeter vieler sächsischer Schmalspurbahnen.
Die 900 Millimeter sind damit das auffälligste technische Kennzeichen des Molli.

Was Spurweite überhaupt bedeutet
Die Spurweite beschreibt den Abstand zwischen den beiden Schienen eines Gleises.
Sie bestimmt, wie breit die Fahrzeuge und die gesamte Strecke angelegt sein müssen.
In weiten Teilen Europas gilt die sogenannte Normalspur von 1435 Millimetern.
Alles, was schmaler ist, zählt zu den Schmalspurbahnen.
Je schmaler die Spur, desto enger können die Kurven einer Strecke sein.
Das machte Schmalspurbahnen für enge Täler und dichte Ortslagen attraktiv.
Gut zu wissen
Die Spurweite von 900 Millimetern und die Streckenlänge von 15,43 Kilometern sind im Wikipedia-Artikel zur Bäderbahn Molli belegt.
Der Molli verbindet Bad Doberan, Heiligendamm und das Ostseebad Kühlungsborn im dampfbetriebenen Verkehr.
Warum 900 Millimeter so selten sind
In Deutschland verbreiteten sich vor allem die Spurweiten 750 und 1000 Millimeter.
Die 900 Millimeter des Molli bilden dagegen eine echte Ausnahme.
Nur wenige Bahnen im Land nutzen dieses ungewöhnliche Zwischenmaß.
Es entstand aus den örtlichen Entscheidungen der Erbauer im 19. Jahrhundert.
Einmal gewählt, blieb die Spur über die Jahrzehnte erhalten.
So trägt der Molli bis heute ein Maß, das ihn von den meisten anderen Schmalspurbahnen unterscheidet.
Die Strecke zwischen Bad Doberan und Kühlungsborn
Die Gesamtstrecke des Molli ist 15,43 Kilometer lang.
Sie beginnt in Bad Doberan, der alten Residenzstadt mit dem gotischen Münster.
Von dort führt sie zum mondänen Seebad Heiligendamm an der Ostsee.
Weiter geht es bis zum Ostseebad Kühlungsborn am westlichen Ende der Linie.
Die Strecke verläuft über weite Abschnitte nah an der Küste.
Außerhalb der Orte grenzt sie an Felder und eine Lindenallee.
Der Molli mitten in der Stadt
Innerhalb von Bad Doberan fährt der Molli durch eine enge Straße.
Dort liegen die Schienen als Rillenschienen direkt im Straßenpflaster.
Das erinnert stark an eine klassische Straßenbahn.
Die Strecke führt durch die nach der Bahn benannte Mollistraße.
Fußgänger und Fahrzeuge teilen sich hier den Raum mit dem Dampfzug.
Diese Szene ist zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden.
Vom Jahr 1886 bis heute
Das erste Teilstück von Bad Doberan nach Heiligendamm ging 1886 in Betrieb.
Die Konzession dafür erteilte der Großherzog von Mecklenburg-Schwerin.
Wenige Jahre später wurde die Bahn verstaatlicht.
Später verlängerte man die Strecke bis zum Ostseebad Kühlungsborn.
Seitdem verbindet der Molli die drei Orte ohne Unterbrechung.
Bis heute hat er seine schmale Spur von 900 Millimetern behalten.
Dampf als Markenzeichen
Der Molli ist eine dampfbetriebene Schmalspurbahn.
Vor den Wagen hängt in der Regel eine kleine Dampflokomotive.
Das Zischen und Pfeifen gehört für viele Gäste zum Erlebnis dazu.
Der Dampfbetrieb unterstreicht den historischen Charakter der Bahn.
Er macht die Fahrt zugleich zu einer Reise in die Technikgeschichte.
Gerade dieser Betrieb lockt Jahr für Jahr viele Besucher an die Küste.
Wie die schmale Spur den Alltag prägt
Die schmale Spur bestimmt die Größe aller Fahrzeuge des Molli.
Die Wagen sind kompakter als die Waggons großer Bahnen.
Auch die Lokomotiven fallen entsprechend kleiner aus.
Die enge Spur erlaubt engere Bögen entlang der Strecke.
So kann sich die Bahn gut an die gewachsenen Orte anpassen.
Der Preis dafür ist eine geringere Geschwindigkeit im Vergleich zur Hauptbahn.
Fahrzeit und Takt
Für die gesamte Strecke braucht der Molli etwa 40 Minuten.
Das klingt gemächlich, passt aber genau zum Charakter der Bahn.
Die Fahrt ist für viele Gäste Teil des Urlaubs, nicht nur ein Transport.
Unterwegs halten die Züge an mehreren Stationen in den Orten.
So lassen sich Münster, Seebad und Strand bequem miteinander verbinden.
Die ruhige Fahrzeit gehört zum Reiz der Linie an der Ostsee.
Die Bahn als Denkmal und Attraktion
Der Molli ist weit mehr als ein reines Verkehrsmittel.
Er zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen der Region.
Die Kombination aus Dampf, Meer und historischen Orten ist selten.
Viele Reisende kommen eigens wegen der alten Bahn an die Küste.
Damit sichert der Molli auch einen Teil der örtlichen Wirtschaft.
Seine schmale Spur ist dabei zum liebevoll gepflegten Markenzeichen geworden.
Vergleich mit anderen Schmalspurbahnen
Viele sächsische Schmalspurbahnen fahren auf 750 Millimetern.
Die Harzer Bahnen nutzen dagegen die Meterspur von 1000 Millimetern.
Der Molli liegt mit 900 Millimetern genau dazwischen.
Dieses Maß teilt er in Deutschland nur mit sehr wenigen anderen Bahnen.
Gerade darin liegt ein Teil seiner technischen Besonderheit.
Fachleute erkennen den Molli schon an dieser ungewöhnlichen Spur.
Was die Zahl 900 erzählt
Die 900 Millimeter sind die kurze Antwort auf die Frage nach der Spur.
Dahinter steht eine lange Geschichte seit dem 19. Jahrhundert.
Die Zahl verbindet Technik, Landschaft und Tourismus an der Ostsee.
Sie macht den Molli zu einem Einzelfall unter den deutschen Bahnen.
Wer die Spur kennt, versteht die ganze Bahn ein Stück besser.
So steckt in der kleinen Zahl ein großes Stück Eisenbahngeschichte.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
