Stimmt es, dass …?
„Notbremsung im Nahverkehr: Zwischen den Rädern senken sich Magnete auf die Schiene.“
Stimmt es, dass sich manche Bremsen von oben auf die Schiene pressen?
→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.
Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Stimmt es, dass …?
Kurz gesagt
Das stimmt: Die Magnetschienenbremse senkt sich mit Elektromagneten auf die Schiene und bremst durch Reibung. Sie wirkt unabhängig davon, wie gut die Räder gerade greifen.
Die meisten kennen nur die Bremse, die an den Rädern eines Zuges wirkt.
Es gibt aber eine Bremse, die sich direkt auf die Schiene legt.
Gerade wenn es schnell gehen muss, ist dieser zusätzliche Griff sehr wertvoll.

Die Fakten in Zahlen
Mg-Bremse
Kurzname
die Magnetschienenbremse
Elektromagnete
zwischen den Rädern
werden auf die Schiene gezogen
Reibung
Wirkprinzip
unabhängig vom Halt der Räder
Sie hilft vor allem beim schnellen Bremsen und im Notfall.
Was die Magnetschienenbremse ist
Die Magnetschienenbremse ist ein zusätzliches Bremssystem für Schienenfahrzeuge.
Sie sitzt als Magnetbalken zwischen den Rädern eines Fahrzeugs.
Ihr Kurzname lautet Mg-Bremse.
Sie hilft, die vorgeschriebenen Bremswege sicher einzuhalten.

Wie sie wirkt
Fließt Strom durch den Magneten, entsteht ein starkes Magnetfeld.
Der Magnet wird dadurch fest an die Schiene gezogen.
Zwischen Magnet und Schiene entsteht Reibung.
Diese Reibung bremst das Fahrzeug ab.
Gut zu wissen
Die Magnetschienenbremse liegt beim Bremsen direkt auf der Schiene und nutzt Reibung.
Weil sie nicht über die Räder wirkt, hilft sie besonders bei glatter Schiene.
Warum sie unabhängig vom Rad ist
Die übliche Bremse wirkt über die Räder auf die Schiene.
Ist die Schiene glatt, können die Räder durchrutschen.
Die Magnetschienenbremse greift dagegen unmittelbar auf die Schiene.
Sie ist damit nicht auf den Halt zwischen Rad und Schiene angewiesen.
Woraus sie besteht
Zur Bremse gehören die Magnete, eine Aufhängung und Druckluftzylinder.
Die Zylinder senken den Magnetbalken auf die Schiene ab.
Bei großen Bahnen sorgt zusätzlich ein Spurhalter für die richtige Lage.
Die Magnete gibt es als starre Ausführung oder aus mehreren Gliedern.
Wo sie eingesetzt wird
Sehr verbreitet ist die Magnetschienenbremse bei Straßenbahnen.
Auch viele Nahverkehrszüge sind damit ausgerüstet.
Meist dient sie als Schnellbremse oder als Notbremse.
Im normalen Betrieb bleibt sie unbenutzt und wartet auf den Ernstfall.
Nicht das Gleiche wie die Wirbelstrombremse
Es gibt eine verwandte Bremse, die Wirbelstrombremse.
Sie schwebt knapp über der Schiene und berührt sie nicht.
Die Magnetschienenbremse dagegen legt sich fest auf die Schiene.
Beide nutzen Magnete, arbeiten aber nach verschiedenen Prinzipien.
Vorteil bei Nässe und im Notfall
Gerade bei nasser oder glatter Schiene haben die Räder wenig Halt.
Dann ist der direkte Griff der Magnete auf die Schiene besonders hilfreich.
Er verkürzt den Bremsweg spürbar.
So bleibt eine wichtige Reserve für gefährliche Situationen.
Ein unauffälliger Helfer
Im Alltag bleibt die Bremse unsichtbar zwischen den Rädern verborgen.
Erst beim scharfen Bremsen senkt sie sich hörbar auf die Schiene.
Ihr Beitrag zur Sicherheit fällt kaum auf.
Und doch kann sie im entscheidenden Moment den Unterschied machen.
Das Fazit
Der Mythos stimmt: Manche Bremsen pressen sich wirklich von oben auf die Schiene.
Die Magnetschienenbremse nutzt dafür starke Elektromagnete.
Sie wirkt unabhängig vom Halt der Räder und hilft vor allem im Notfall.
Damit ist sie ein wichtiger, wenn auch stiller Teil der Bremstechnik.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
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Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
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Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
