Stimmt es, dass Moldau seine erste Eisenbahn 1871 bekam?

Stimmt es, dass …?

„Eine erste Strecke in Bessarabien, gebaut in der Zeit des Zarenreichs.“

Stimmt es, dass Moldau seine erste Eisenbahn 1871 bekam?

→ Eine erste Strecke unter den Zaren.

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Kurz gesagt

Die Behauptung stimmt: Die erste Eisenbahn auf dem Gebiet der heutigen Republik Moldau wurde 1871 eröffnet. Sie entstand, als die Region als Bessarabien zum Russischen Reich gehörte.

Die Republik Moldau, auch Moldawien genannt, liegt zwischen Rumänien und der Ukraine.

Im 19. Jahrhundert gehörte dieses Gebiet als Bessarabien zum Russischen Reich.

Dieser Beitrag prüft, wann und unter welcher Herrschaft dort die erste Bahn fuhr.

Old steam locomotive of CFM (Calea Ferată din Moldova) at Chișinău Centr
Foto: RFMONLINE.DE, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die Fakten in Zahlen

1871

Erste Strecke

Tiraspol–Chișinău

1875

Nach Westen

Anschluss Richtung Rumänien

1812–1917

Unter den Zaren

Bessarabien im Russischen Reich

Die erste Strecke verband die Region mit dem Netz am Schwarzen Meer.

Eine Region unter fremder Herrschaft

Das Gebiet der heutigen Republik Moldau trug lange den Namen Bessarabien.

Seit 1812 gehörte es zum Russischen Reich.

Die Entscheidungen über große Bauwerke fielen deshalb in der Zarenverwaltung.

Auch die Eisenbahn kam auf diese Weise ins Land.

Sie war Teil der Pläne eines viel größeren Reiches.

Chișinău Kyiv train route opening ()
Foto: U.S. Embassy Moldova, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Die erste Strecke von 1871

Am 28. August 1871 wurde die erste Eisenbahn der Region eröffnet.

Sie verband den Ort Tiraspol mit der Stadt Chișinău.

Dafür musste eigens eine Brücke über den Fluss Dnister gebaut werden.

Dieses Datum gilt als Geburtsstunde der Bahn in Moldau.

Von hier aus wuchs das Netz in den folgenden Jahren weiter.

Gut zu wissen

Der Name Moldau bezeichnet hier das Land, nicht den gleichnamigen Fluss in Tschechien.

Die breite russische Spurweite prägt den Bahnverkehr in vielen Nachfolgestaaten des Zarenreichs bis heute.

Gebaut in der Zeit der Zaren

Die Strecke entstand vollständig unter der Herrschaft des Russischen Reiches.

Sie diente dem Handel, aber auch den strategischen Interessen des Reiches.

Eisenbahnen galten damals als Mittel, entlegene Gebiete fester anzubinden.

Bessarabien rückte so näher an die Zentren des Reiches heran.

Die erste Bahn des Landes ist damit ein Erbe der Zarenzeit.

Ein alter Plan wird wahr

Pläne für eine Bahn in der Region reichten bis in die 1840er Jahre zurück.

Schon damals wurde über eine Strecke vom Raum Odessa in Richtung Dnister nachgedacht.

Umgesetzt wurde das Vorhaben jedoch erst Jahrzehnte später.

Erst um 1871 lagen die nötigen Mittel und Entscheidungen vor.

So verband die neue Bahn endlich Idee und Wirklichkeit.

Anschluss ans große Netz

Die erste Strecke band die Region an das Netz rund um das Schwarze Meer an.

Über diese Verbindung war Bessarabien mit dem übrigen Reich verknüpft.

Güter und Reisende konnten nun über weite Strecken rollen.

Die Bahn förderte den Handel mit Getreide und anderen Waren.

Damit gewann die bis dahin abgelegene Region wirtschaftlich an Bedeutung.

Verbindung nach Westen

Schon im Jahr 1875 entstand eine Strecke in Richtung Westen.

Sie führte über Cornești bis nach Ungheni an der Grenze.

Damit rückte auch das benachbarte Rumänien näher.

Im Jahr 1877 kam eine Brücke über den Grenzfluss Prut hinzu.

So wurde die Region zu einem Bindeglied zwischen Ost und West.

Breite Spur als Erbe

Wie im ganzen Russischen Reich wurde auch hier in breiter Spurweite gebaut.

Diese unterscheidet sich bis heute von der in Westeuropa üblichen Normalspur.

Zwischenzeitlich wurde das Netz auf Normalspur umgestellt, als die Region zu Rumänien gehörte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte man wieder zur breiten Spur zurück.

Dieser Wechsel spiegelt die bewegte Geschichte des Landes wider.

Was von der ersten Bahn blieb

Die Verbindung zwischen Tiraspol und Chișinău besteht bis heute.

Sie bildet noch immer einen Teil des moldauischen Netzes.

Auch die breite Spurweite ist ein sichtbares Erbe der Zarenzeit.

Die Eisenbahn prägt so bis heute den Verkehr des Landes.

Ihr Ursprung liegt eindeutig in jener frühen Strecke von 1871.

Das Fazit

Die erste Eisenbahn auf dem Gebiet der heutigen Republik Moldau fuhr 1871.

Sie entstand, als die Region als Bessarabien zum Russischen Reich gehörte.

Die Behauptung stimmt damit vollständig.

Die Bahn war von Anfang an Teil eines weit größeren Reichsnetzes.

Ihr Ursprung in der Zarenzeit lässt sich bis heute an der breiten Spur ablesen.

Was die Fahrgäste davon haben

Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.

Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.

Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.

Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.

So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.

Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.

Der Zug als umweltfreundliche Wahl

Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.

Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.

Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.

Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.

Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.

So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.

Eine Bahn zwischen mehreren Grenzen

Die Lage zwischen mehreren Nachbarn prägt den moldauischen Bahnverkehr bis heute.

Unterschiedliche Spurweiten machen Fahrten über die Grenzen weiterhin aufwendig.

So bleibt die Geschichte der ersten Strecke eng mit der Lage des Landes verbunden.

Häufige Fragen

Wann bekam Moldau seine erste Eisenbahn?
Am 28. August 1871, mit der Strecke von Tiraspol nach Chișinău.
Unter welcher Herrschaft entstand sie?
Unter dem Russischen Reich, zu dem die Region damals als Bessarabien gehörte.
Wohin führte die zweite wichtige Strecke?
Ab 1875 nach Westen über Cornești bis Ungheni an der Grenze zu Rumänien.
Welche Spurweite wurde gebaut?
Die breite russische Spur, die sich von der westeuropäischen Normalspur unterscheidet.
Besteht die erste Strecke noch?
Ja, die Verbindung zwischen Tiraspol und Chișinău ist bis heute Teil des Netzes.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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