Stimmt es, dass in Wuppertal eine alte Bahntrasse zum Radweg wurde?

Stimmt es, dass …?

„Freie Fahrt auf der Nordbahntrasse: Hier rollen heute Räder statt Züge.“

Stimmt es, dass in Wuppertal eine alte Bahntrasse zum Radweg wurde?

→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.

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Kurz gesagt

In Wuppertal wurde aus einer 1991 stillgelegten Bahnstrecke die rund 22 Kilometer lange Nordbahntrasse. Der Mythos stimmt, denn seit 2014 ist sie durchgehend als Rad- und Fußweg nutzbar.

In Wuppertal rollen heute Fahrräder dort, wo früher Züge fuhren.

Eine lange Bahnstrecke mitten durch die Stadt wurde zum Weg für alle.

Die Strecke trägt den Namen Nordbahntrasse.

Wuppertal Nordbahntrasse 01 ies
Foto: Frank Vincentz, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die Fakten in Zahlen

rund 22 km

Länge

quer durch Wuppertal

2014

19. Dezember

offiziell eingeweiht

5 Tunnel

zusammen 2 km

der längste bis 722 m

Die Bahnstrecke war 1991 stillgelegt worden, bevor der Umbau zum Weg begann.

Vom Gleis zum Radweg

Mitten durch Wuppertal zieht sich ein langer, ebener Weg.

Auf ihm sind Menschen zu Fuß, mit dem Rad und auf Rollen unterwegs.

Wo heute Ausflügler entlangrollen, lag früher eine Eisenbahnstrecke.

Aus den alten Gleisen wurde ein durchgehender Weg für alle.

Dieser Weg trägt den Namen Nordbahntrasse.

Er ist zu einem Wahrzeichen des modernen Wuppertals geworden.

Wuppertal Nordbahntrasse 02 ies
Foto: Frank Vincentz, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Was früher hier fuhr

Die Strecke war einst eine wichtige Bahnverbindung im Bergischen Land.

Sie gehörte zur sogenannten Rheinischen Strecke und einer anschließenden Kohlenbahn.

Über die Gleise liefen sowohl Güter als auch Reisende.

Mit der Zeit verlor die Strecke jedoch ihre Bedeutung.

Im Jahr 1991 wurde der Bahnbetrieb schließlich eingestellt.

Danach lagen die Gleise lange ungenutzt im Stadtgebiet.

Gut zu wissen

Die Nordbahntrasse nutzt vor allem die frühere Rheinische Strecke und eine anschließende Kohlenbahn im Norden Wuppertals.

Die Umnutzung von Bahnstrecken zu Wegen wird manchmal mit dem englischen Begriff rails to trails beschrieben.

Eine Idee aus der Bürgerschaft

Die Idee für den Umbau kam nicht von der Stadt allein.

Getragen wurde sie von einem gemeinnützigen Verein aus der Bürgerschaft.

Dieser Verein, die Wuppertalbewegung, wurde 2006 gegründet.

Er ließ die Machbarkeit prüfen und warb für das Vorhaben.

Zudem sammelte er Spenden in Millionenhöhe für das Projekt.

So wurde aus einer Vision nach und nach ein ernster Plan.

Der lange Weg bis zur Eröffnung

Bis zur Eröffnung vergingen allerdings einige Jahre.

Im Frühjahr 2010 war ein erstes kurzes Stück fertig.

Es umfasste die ersten zweieinhalb Kilometer der Strecke.

Nach und nach kamen weitere Abschnitte hinzu.

Am 19. Dezember 2014 wurde die Trasse dann offiziell eingeweiht.

Damit war der Weg über seine gesamte Länge nutzbar.

Tunnel und Viadukte

Eine Bahnstrecke braucht Tunnel und Brücken, und die blieben erhalten.

Auf der Nordbahntrasse gibt es fünf Tunnel für den Weg.

Zusammen sind diese Tunnel rund zwei Kilometer lang.

Der längste von ihnen misst bis zu 722 Meter.

Dazu kommen Brücken und Viadukte von zusammen eineinhalb Kilometern Länge.

Diese Bauwerke machen den besonderen Reiz der Strecke aus.

Über den Dächern der Stadt

Weil die Bahn einst eine ebene Linie brauchte, verläuft der Weg sehr gleichmäßig.

Steile Anstiege gibt es kaum, was das Radeln angenehm macht.

Über die Viadukte führt die Trasse teils hoch über die Straßen.

Von dort öffnen sich weite Blicke über das Tal der Wupper.

Durch die Tunnel wiederum taucht der Weg in das Innere der Hänge.

So wechseln sich Aussicht und Dunkel auf der Strecke ab.

Sicher unterwegs abseits der Straße

Ein großer Vorteil der Trasse ist ihre Trennung vom Autoverkehr.

Radfahrer und Fußgänger teilen sich den Weg ohne kreuzende Straßen auf gleicher Höhe.

Gerade für Familien mit Kindern ist das ein Gewinn.

Auch längere Strecken lassen sich so entspannt zurücklegen.

Die alte Bahntrasse bietet dafür ideale Voraussetzungen.

Denn eine Bahnlinie verlief schon immer möglichst eben und kreuzungsfrei.

Was die Trasse heute ist

Heute ist die Nordbahntrasse ein durchgehender Weg für Fuß und Rad.

Sie zieht sich über rund 22 Kilometer quer durch die Stadt.

Neben Radfahrern nutzen sie auch Fußgänger und Menschen auf Rollen.

Für viele ist sie ein sicherer Weg abseits des Autoverkehrs.

Zugleich dient sie der Erholung und dem Sport.

Damit erfüllt die alte Bahn eine ganz neue Aufgabe.

Was das Projekt kostete

Ein solcher Umbau ist nicht billig zu haben.

Die Gesamtkosten der Trasse lagen bei über 30 Millionen Euro.

Einen Teil davon brachte der Bürgerverein durch Spenden auf.

Rund drei Millionen Euro kamen so aus privaten Zusagen zusammen.

Den größeren Teil trugen öffentliche Mittel.

Das Projekt war damit ein Zusammenspiel von Bürgern und Verwaltung.

Das Fazit

Der Mythos stimmt, denn in Wuppertal wurde eine alte Bahntrasse zum Radweg.

Die Strecke war 1991 stillgelegt worden und lag danach brach.

Auf Betreiben eines Bürgervereins entstand daraus ein langer Weg.

Seit 2014 ist die rund 22 Kilometer lange Nordbahntrasse durchgehend nutzbar.

Heute rollen dort Fahrräder statt Züge durch Tunnel und über Viadukte.

Der Zug als umweltfreundliche Wahl

Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.

Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.

Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.

Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.

Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.

So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.

Warum Verlässlichkeit so wichtig ist

Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.

Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.

Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.

Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.

Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.

Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.

Häufige Fragen

Was ist die Nordbahntrasse?
Ein rund 22 Kilometer langer Rad- und Fußweg in Wuppertal auf einer früheren Bahnstrecke.
Wann wurde sie eröffnet?
Offiziell eingeweiht wurde die Trasse am 19. Dezember 2014.
Wann fuhr dort zuletzt ein Zug?
Der Bahnbetrieb auf der Strecke wurde 1991 eingestellt.
Gibt es Tunnel auf der Strecke?
Ja, fünf Tunnel von zusammen rund zwei Kilometern Länge, der längste bis 722 Meter.
Wer hat das Projekt vorangetrieben?
Ein gemeinnütziger Bürgerverein, die Wuppertalbewegung, gemeinsam mit der öffentlichen Hand.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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