Stimmt es, dass …?
„Dampf über den Bergen am Roten Meer: Hier fahren noch Lokomotiven, die vor fast hundert Jahren aus Italien kamen.“
Stimmt es, dass in Eritrea noch italienische Dampfzüge fahren?
→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.
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Kurz gesagt
Das stimmt: Die Eisenbahn in Eritrea wurde einst von Italien gebaut und ist bis heute in Betrieb. Auf der schmalen Bergstrecke fahren weiterhin historische italienische Dampflokomotiven, heute vor allem für Sonderfahrten.
Dampflokomotiven gelten in den meisten Ländern längst als Technik von gestern.
Im ostafrikanischen Eritrea aber gehören sie noch heute zum Bild der Eisenbahn.
Dahinter steckt eine lange Geschichte, die bis in die Kolonialzeit zurückreicht.

Die Bahn in Zahlen
950 mm
Spurweite
schmale Bergbahn
1887–1932
Bauzeit
durch Italien errichtet
2394 m
Höhe Asmara
höchster Punkt der Strecke
Die Strecke zwischen Massawa und Asmara ist rund 118 Kilometer lang.
Eine Bahn aus der Kolonialzeit
Eritrea war über Jahrzehnte eine Kolonie Italiens.
In dieser Zeit bauten italienische Ingenieure eine Eisenbahn durch das Land.
Die Arbeiten begannen 1887 und zogen sich bis in die 1930er Jahre.
So entstand eine der bemerkenswertesten Bergbahnen Afrikas.

Vom Meer bis in die Höhe
Die Strecke beginnt an der Hafenstadt Massawa am Roten Meer.
Von dort klettert sie hinauf bis in die Hauptstadt Asmara.
Asmara liegt rund 2394 Meter hoch, das ist der höchste Punkt der Strecke.
Auf nur gut hundert Kilometern überwindet die Bahn diesen gewaltigen Höhenunterschied.
Gut zu wissen
Einen regelmäßigen Linienverkehr über die gesamte Strecke gibt es heute nur eingeschränkt.
Die meisten Dampffahrten werden vorab als Sonderfahrten geplant.
Schmale Spur für steile Berge
Die Bahn ist in einer Spurweite von 950 Millimetern gebaut.
Diese schmale Spur erlaubt engere Kurven in den Bergen.
Für die steile und kurvenreiche Strecke war das die passende Wahl.
Bis heute prägt diese Bauweise den Charakter der Linie.
Lokomotiven aus Italien
Auf der Strecke fahren bis heute alte Dampflokomotiven aus italienischer Produktion.
Einige der Maschinen stammen aus den 1930er Jahren.
Dazu kommen historische Triebwagen vom Typ Littorina.
Diese Fahrzeuge sind rollende Zeugen der langen Geschichte der Bahn.
Zerstörung und Wiederaufbau
Während langer Kriegsjahre wurde die Bahn schwer beschädigt.
Gleise und Fahrzeuge waren über weite Strecken unbrauchbar.
Nach dem Krieg bauten Fachleute die Strecke mühsam wieder auf.
Um das Jahr 2003 war die Verbindung zwischen Massawa und Asmara wieder befahrbar.
Alte Technik, viel Handarbeit
Für den Wiederaufbau griff man bewusst auf die alte Technik zurück.
Viele Ersatzteile mussten in Handarbeit nachgefertigt werden.
Erfahrene Eisenbahner gaben ihr Wissen an jüngere weiter.
So blieb die historische Bahn als Ganzes erhalten.
Heute vor allem für Gäste
Einen dichten Fahrplan wie früher gibt es heute nicht mehr.
Die Dampfzüge fahren vor allem für Reisegruppen und Sonderfahrten.
Für Eisenbahnfreunde aus aller Welt ist die Strecke ein begehrtes Ziel.
Die Fahrt gilt als Reise in eine andere Zeit.
Ein Denkmal auf Schienen
Nur wenige Länder halten historische Dampfbahnen so umfassend am Leben.
In Eritrea ist die Bahn zugleich Technikdenkmal und Verkehrsmittel.
Sie erzählt von einer bewegten Geschichte des Landes.
Gerade deshalb ist sie weit über die Region hinaus bekannt.
Dampf über den Bergen
Wenn eine Lok sich die Rampen hinaufarbeitet, steigt dichter Dampf über die Hänge.
Das Pfeifen der Maschine hallt weit durch die Täler.
Solche Bilder sind anderswo längst verschwunden.
In Eritrea aber gehören sie noch zum Alltag der Strecke.
Das Fazit
Die Behauptung stimmt: In Eritrea fahren tatsächlich noch italienische Dampfzüge.
Die von Italien gebaute Bergbahn ist bis heute in Betrieb.
Historische Loks und Triebwagen rollen weiterhin über die schmale Spur.
Heute dienen sie vor allem Sonderfahrten, doch der Dampf ist echt.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Bewundert von Fachleuten
Fachleute aus aller Welt bestaunen die Bahn in Eritrea.
Dass eine so alte Technik noch im Einsatz ist, gilt als Seltenheit.
Für die Erhaltung braucht es viel Wissen und große Geduld.
Gerade das macht die Strecke für Kenner so wertvoll.
