Stimmt es, dass …?
„Bitte festhalten: Gleich wechselt der Zug die Richtung und fährt im Zickzack die steile Teufelsnase hinab.“
Stimmt es, dass ein Zug die Teufelsnase im Zickzack hinunterfährt?
→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.
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Kurz gesagt
Ja, das stimmt: An der Nariz del Diablo, der Teufelsnase in Ecuador, überwindet eine Bahn eine steile Felswand. Über zwei Spitzkehren fährt der Zug dabei abwechselnd vorwärts und rückwärts im Zickzack den Hang hinab.
Eine normale Bahn braucht für große Höhenunterschiede lange Kehren oder Tunnel.
An einer steilen Felswand in Ecuador wählte man einen anderen, kühnen Weg.
Dort fährt der Zug im Zickzack, indem er immer wieder die Richtung wechselt.

Die Teufelsnase in Zahlen
2
Spitzkehren
für den Zickzack
1899–1908
Bauzeit
der steilen Bergstrecke
ca. 100 m
Felsvorsprung
die eigentliche Teufelsnase
Die Strecke führt von Riobamba über Alausí hinab Richtung Küste.
Ein Fels wie eine Nase
Die Teufelsnase ist ein rund hundert Meter hoher Felsvorsprung in den Anden Ecuadors.
Von Weitem erinnert seine Form an eine riesige Nase.
Daraus entstand der eindrucksvolle Name Nariz del Diablo.
Für die Eisenbahn war dieser Fels ein gewaltiges Hindernis.

Zickzack statt Kurve
Um den steilen Hang zu bezwingen, bauten die Ingenieure zwei Spitzkehren.
An einer Spitzkehre hält der Zug und fährt danach in die Gegenrichtung weiter.
So arbeitet er sich in einem Zickzack den Hang hinauf oder hinab.
Für wenig Platz an einer steilen Wand ist das eine clevere Lösung.
Gut zu wissen
Der Zugbetrieb über die Teufelsnase wurde in den vergangenen Jahren mehrfach unterbrochen.
Ob gerade Züge fahren, hängt vom jeweiligen Stand des touristischen Betriebs ab.
Von den Bergen zur Küste
Die Strecke verbindet das Hochland rund um Riobamba mit der Küstenebene.
Unterwegs liegt der Ort Alausí, von dem aus die Teufelsnase gut zu erreichen ist.
Weiter unten führt die Linie Richtung Durán nahe der Hafenstadt Guayaquil.
Auf dem Weg durchquert die Bahn mehrere Klimazonen.
Ein Bau voller Mühe
Die Strecke wurde zwischen 1899 und 1908 errichtet.
Der Bau in der steilen Felswand galt als außerordentlich schwierig.
Schon damals bewunderte man die Linie als Meisterwerk der Ingenieurskunst.
Die Teufelsnase wurde zum Wahrzeichen der ecuadorianischen Eisenbahn.
Wie der Zickzack funktioniert
Der Zug fährt zunächst vorwärts bis zum Ende eines Streckenstücks.
Dort stellt eine Weiche den Weg um, und der Zug fährt rückwärts weiter.
Auf dem nächsten Stück wiederholt sich das Spiel in die andere Richtung.
Stück für Stück gewinnt oder verliert der Zug so an Höhe.
Ein Erlebnis mit Nervenkitzel
Für Reisende ist die Fahrt über die Teufelsnase ein besonderes Erlebnis.
Der Blick fällt an der Felswand steil in die Tiefe.
Jeder Richtungswechsel macht die Höhe noch bewusster.
Viele Besucher kamen vor allem wegen dieser kurzen, spektakulären Fahrt.
Vom Alltag zum Ausflugszug
Früher war die Strecke ein wichtiger Verkehrsweg des Landes.
Später verlor sie durch Straßen und einen Erdrutsch 1999 an Bedeutung.
Nach Renovierungen fuhr vor allem ein touristischer Zug über die Teufelsnase.
Die Fahrt wurde als Ausflug für Reisende angeboten.
Sicherheit geht vor
Lange war es üblich, zum Nervenkitzel auf den Wagendächern mitzufahren.
Nach schweren Unfällen wurde dies später verboten.
Heute dürfen Fahrgäste nur noch im Inneren der Wagen reisen.
Der besondere Reiz der Strecke blieb davon unberührt.
Eine Strecke mit Höhen und Tiefen
Der Betrieb über die Teufelsnase war immer wieder von Pausen geprägt.
Mal ruhte die Strecke, mal rollten wieder Züge über die Spitzkehren.
Ihr Ruf als eine der kühnsten Bergbahnen blieb jedoch bestehen.
Die Teufelsnase gilt bis heute als Wahrzeichen der Bahn in Ecuador.
Das Fazit
Die Behauptung stimmt: An der Teufelsnase fährt eine Bahn im Zickzack die steile Wand hinab.
Zwei Spitzkehren lassen den Zug dabei immer wieder die Richtung wechseln.
Die Strecke aus den Jahren um 1900 gilt als Meisterwerk der Ingenieurskunst.
Auch wenn der Betrieb schwankt, bleibt die Teufelsnase ein Wunder der Technik.
Warum Verlässlichkeit so wichtig ist
Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.
Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.
Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.
Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.
Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.
Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
