Stimmt es, dass in El Salvador keine Züge mehr fahren?

Stimmt es, dass …?

„Information für Reisende: Auf diesen Gleisen hält seit Jahren kein Zug mehr.“

Stimmt es, dass in El Salvador keine Züge mehr fahren?

→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.

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Kurz gesagt

In El Salvador wurde der reguläre Bahnverkehr 2002 eingestellt, spätere Versuche einer Wiederbelebung blieben klein. Der Mythos stimmt weitgehend, denn heute fahren praktisch keine Züge mehr, auch wenn das Land eine neue Bahnstrecke plant.

El Salvador ist das kleinste Land Mittelamerikas.

Früher fuhren dort Züge, heute ist das kaum noch der Fall.

Dieser Beitrag prüft, ob der Bahnverkehr wirklich zum Erliegen kam.

Pollo Campero San Salvador ca FENADESAL 2012
Foto: Ll1324, CC0, via Wikimedia Commons

Die Fakten in Zahlen

1882

erste Strecke

zwischen Hafen und Binnenland

2002

Verkehr eingestellt

im Oktober jenes Jahres

914 mm

Schmalspur

typisch für die Region

Spätere Versuche mit einzelnen Pendelzügen dauerten jeweils nur wenige Jahre.

Ein Land fast ohne Züge

El Salvador liegt an der Pazifikküste Mittelamerikas.

Das Land ist dicht besiedelt und vergleichsweise klein.

Einst gab es hier ein ordentliches Eisenbahnnetz.

Heute stehen die meisten Gleise still.

Ein fahrender Zug ist zur Seltenheit geworden.

Dieser Beitrag klärt, wie es dazu kam.

FENADESAL Presidente de CEPA Nelson Vanegas
Foto: Alexcldron, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die Anfänge der Bahn

Die erste Bahnstrecke des Landes ging 1882 in Betrieb.

Sie verband einen Hafen mit dem Binnenland.

Gebaut wurde sie von einer privaten Gesellschaft.

Nach und nach wuchs das Netz auf mehrere Hundert Kilometer.

Die Bahn transportierte vor allem Kaffee und andere Waren.

Lange war sie ein wichtiges Verkehrsmittel.

Gut zu wissen

Die Bahn in El Salvador war in Schmalspur von 914 Millimetern gebaut, wie sie in Mittelamerika häufig vorkam.

Betreiber war zuletzt die staatliche Gesellschaft FENADESAL, die zur Hafenbehörde des Landes gehörte.

Die staatliche Bahngesellschaft

Mit der Zeit kam die Bahn unter staatliche Verwaltung.

Im Jahr 1975 entstand die Gesellschaft FENADESAL.

Sie führte die vorhandenen Strecken zusammen.

Das Netz war in schmaler Spur von 914 Millimetern gebaut.

Verwaltet wurde die Bahn über die staatliche Hafenbehörde.

Doch die großen Zeiten der Bahn waren da schon vorbei.

Das Aus im Jahr 2002

Der entscheidende Einschnitt kam im Jahr 2002.

Im Oktober wurde der gesamte Bahnverkehr eingestellt.

Von einem Tag auf den anderen standen die Züge still.

Die Strecken wurden nicht mehr bedient.

Damit endete der reguläre Betrieb im Land.

Die Gleise lagen fortan weitgehend ungenutzt.

Eine kurze Wiederbelebung

Ganz vorbei war es mit der Bahn aber noch nicht.

Nach dem Einsturz einer Straßenbrücke half die Bahn aus.

Zwischen 2004 und 2005 fuhr ein Pendelzug nahe der Hauptstadt.

Er verband San Salvador mit einem Vorort.

Für kurze Zeit rollten so wieder Personenzüge.

Dann wurde auch dieser Betrieb wieder eingestellt.

Ein Pendelzug bei Apopa

Einen weiteren Versuch gab es ab 2007.

Ein Pendelzug nahm den Betrieb zur Vorstadt Apopa auf.

Morgens und abends fuhren einige Zugpaare.

Das sollte den dichten Straßenverkehr entlasten.

Im Jahr 2013 endete jedoch auch dieser Verkehr.

Seither ruht der Personenverkehr wieder vollständig.

Warum die Bahn verfiel

Wie in vielen Ländern der Region übernahm die Straße die Hauptlast.

Busse und Lastwagen waren schneller am Ziel.

Die alte Schmalspurbahn konnte da nicht mithalten.

Für Erhalt und Erneuerung fehlte das Geld.

So geriet das Netz nach und nach ins Abseits.

Am Ende stand der vollständige Stillstand.

Stillgelegte Gleise

Heute durchziehen ungenutzte Gleise das Land.

Mehrere Hundert Kilometer Strecke liegen brach.

An vielen Stellen holt sich die Natur den Platz zurück.

Alte Bahnhöfe erinnern an die frühere Bedeutung.

Von regelmäßigem Zugverkehr ist nichts mehr zu sehen.

Die Bahn ist aus dem Alltag verschwunden.

Pläne für eine neue Bahn

Ganz aufgegeben hat das Land die Schiene aber nicht.

Im Jahr 2022 beschloss das Parlament ein Gesetz für eine neue Bahn.

Geplant ist ein Netz von mehreren Hundert Kilometern.

Es trägt den Namen Zug des Pazifiks.

Ob und wann es gebaut wird, ist noch offen.

Bis dahin bleibt El Salvador ein Land fast ohne Zugverkehr.

Das Fazit

Der Mythos stimmt weitgehend.

In El Salvador wurde der Bahnverkehr 2002 eingestellt.

Spätere Versuche mit Pendelzügen dauerten jeweils nur wenige Jahre.

Heute fahren praktisch keine Züge mehr durch das Land.

Ein neues Bahnprojekt ist beschlossen, aber noch nicht umgesetzt.

Von der Dampflok bis heute

Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.

Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.

Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.

Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.

Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.

Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.

Zwischen Technik und Menschen

Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.

Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.

Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.

Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.

Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.

Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.

Häufige Fragen

Fahren in El Salvador noch Züge?
Im Alltag praktisch nicht; der reguläre Bahnverkehr wurde 2002 eingestellt.
Wann begann die Eisenbahn dort?
Die erste Strecke ging 1882 in Betrieb und verband einen Hafen mit dem Binnenland.
Gab es Versuche, die Bahn wiederzubeleben?
Ja, zwischen 2004 und 2005 sowie ab 2007 fuhren kurzzeitig Pendelzüge, die aber wieder eingestellt wurden.
Welche Spurweite hatte die Bahn?
Sie war in Schmalspur von 914 Millimetern gebaut.
Soll es wieder eine Bahn geben?
2022 beschloss das Parlament ein Gesetz für ein neues Netz, dessen Bau aber noch offen ist.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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