Stimmt es, dass …?
„Schweben statt rollen: Im Emsland drehte der Transrapid einst seine Testrunden.“
Stimmt es, dass im Emsland einmal eine Teststrecke für den Transrapid stand?
→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.
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Kurz gesagt
Bei Lathen im Emsland gab es eine 31,8 Kilometer lange Teststrecke für die Magnetschwebebahn Transrapid. Der Mythos stimmt, denn dort wurde die Technik jahrzehntelang erprobt, ehe die Anlage Ende 2011 stillgelegt wurde.
Im Nordwesten Deutschlands liegt die flache Landschaft des Emslands.
Dort schwebte über Jahre ein ungewöhnlicher Zug über einen erhöhten Fahrweg.
Es war der Transrapid, eine deutsche Magnetschwebebahn.

Die Fakten in Zahlen
31,8 km
Teststrecke
bei Lathen im Emsland
1980–1987
erbaut
Versuchsanlage TVE
Ende 2011
stillgelegt
nach dem Förderstopp
Bei Versuchsfahrten erreichte der Transrapid auf der Strecke weit über 400 Kilometer pro Stunde.
Ein Zug, der schwebt
Die meisten Züge rollen auf Rädern über zwei Schienen.
Der Transrapid tut das nicht.
Er schwebt über einem erhöhten Fahrweg und berührt ihn nicht.
Starke Magnetfelder halten ihn in der Schwebe und treiben ihn an.
Für diese Technik brauchte es eine eigene Teststrecke.
Diese stand tatsächlich im Emsland.

Die Versuchsanlage bei Lathen
Die Strecke lag beim Ort Lathen im Landkreis Emsland.
Sie trug den Namen Transrapid-Versuchsanlage Emsland, kurz TVE.
Ihr Fahrweg war rund 31,8 Kilometer lang.
An den Enden führten große Schleifen die Bahn wieder zurück.
So konnte der Transrapid ohne Halt seine Runden drehen.
Gebaut wurde die Anlage zwischen 1980 und 1987.
Gut zu wissen
Eine Magnetschwebebahn wie der Transrapid rollt nicht auf Rädern, sondern schwebt mithilfe von Magnetfeldern über einem eigenen Fahrweg.
Die einzige Transrapid-Strecke im regulären Betrieb verbindet in Shanghai den Flughafen mit dem Stadtrand.
Wozu die Strecke diente
Die Anlage war ein reines Versuchsgelände.
Hier wurde die Technik des Transrapid über viele Jahre erprobt.
Ingenieure testeten das Schweben, das Antreiben und das Bremsen.
Auch das Verhalten bei sehr hohem Tempo wurde untersucht.
Die Ergebnisse sollten den Weg zu einer echten Strecke ebnen.
Das Emsland war also eine Art großes Freiluftlabor.
Hohes Tempo über dem Fahrweg
Auf der freien Strecke konnte der Transrapid sehr schnell werden.
Bei Versuchsfahrten erreichte er weit über 400 Kilometer pro Stunde.
Damit zählte er zu den schnellsten Fahrzeugen auf einer Spur.
Weil er schwebte, gab es dabei kaum Erschütterungen.
Auch das typische Rattern von Rädern fiel weg.
Für Besucher waren Mitfahrten lange ein besonderes Erlebnis.
Ein schwerer Unfall im Jahr 2006
Am 22. September 2006 kam es auf der Strecke zu einem schweren Unglück.
Ein Transrapid prallte nahezu ungebremst auf ein Werkstattfahrzeug.
Als Ursache gilt nach den Untersuchungen menschliches Versagen.
Der Unfall erschütterte das Vertrauen in das Projekt tief.
Er gehört zu den traurigsten Kapiteln der Anlage.
Aus Respekt wird er hier nur knapp und sachlich erwähnt.
Warum keine Strecke entstand
Trotz aller Technik wurde in Deutschland nie eine Transrapid-Linie gebaut.
Pläne gab es mehrere, etwa zwischen großen Städten oder zum Flughafen.
Doch die Kosten galten als sehr hoch.
Auch der Nutzen wurde immer wieder infrage gestellt.
Am Ende entschied sich die Politik gegen den Bau.
Der Transrapid blieb in Deutschland ein Versuchsprojekt.
Das Ende der Anlage
Im Jahr 2010 beschloss der Bund, die Förderung einzustellen.
Damit war die Zukunft der Versuchsanlage besiegelt.
Ende 2011 wurde der Betrieb im Emsland eingestellt.
Der Fahrweg und die Gebäude blieben zunächst erhalten.
Von den einstigen Testfahrten zeugt heute vor allem die Erinnerung.
Die große Hoffnung auf eine deutsche Schwebebahn erfüllte sich nicht.
Die Technik lebt woanders
Ganz verschwunden ist der Transrapid dennoch nicht.
In der chinesischen Stadt Shanghai fährt eine Strecke mit dieser Technik.
Sie verbindet den Flughafen mit dem Stadtrand.
Dort wurde aus dem Versuch ein regulärer Betrieb.
Die im Emsland erprobte Idee fand so doch noch ihren Platz.
Nur eben nicht in ihrem Ursprungsland.
Das Fazit
Der Mythos stimmt, denn im Emsland stand wirklich eine Teststrecke für den Transrapid.
Die Versuchsanlage bei Lathen war rund 31,8 Kilometer lang.
Sie wurde von 1980 bis 1987 gebaut und über Jahrzehnte genutzt.
Ein schwerer Unfall 2006 und der Förderstopp 2010 besiegelten ihr Ende.
Ende 2011 wurde die Anlage stillgelegt, die Technik fährt heute in Shanghai.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
