Stimmt es, dass …?
„Die Wagen rollen auf die flachen Tragwagen, die Schranke schließt, und der Zug zieht die Autos durch den Berg.“
Stimmt es, dass es durch den Furka-Basistunnel einen Autoverlad gibt?
→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.
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Kurz gesagt
Durch den Furka-Basistunnel verkehrt tatsächlich ein Autozug, der Fahrzeuge zwischen Realp und Oberwald befördert. So gelangen Autos ganzjährig unter dem Furkapass hindurch.
Der Furka-Basistunnel verbindet die Kantone Uri und Wallis in der Schweiz.
Über den Pass darüber kommt man im Winter nicht mit dem Auto.
Ein Autozug durch den Tunnel löst dieses Problem.

Die Fakten in Zahlen
15,38 km
Tunnellänge
Realp–Oberwald
1982
Eröffnung
ganzjähriger Betrieb
stündlich
tagsüber
Autozug je Richtung
Die Werte stammen aus der Beschreibung des Tunnels in der Wikipedia.
Worum es bei dem Mythos geht
Ein Autoverlad bedeutet, dass Autos auf einen Zug fahren und mit ihm durch einen Tunnel gebracht werden.
Von der Furka erzählt man sich, dass es dort einen solchen Verlad gebe.
Das klingt praktisch, denn der Pass darüber ist im Winter gesperrt.
Ein Blick auf den Betrieb des Tunnels gibt Klarheit.

Was wirklich stimmt
Durch den Furka-Basistunnel verkehrt tagsüber stündlich ein Autozug in jede Richtung.
An Wochenenden fährt er sogar alle dreißig Minuten.
Die Fahrzeuge werden dabei auf flache Wagen verladen und durch den Berg gezogen.
Der Mythos vom Autoverlad an der Furka trifft also zu.
Gut zu wissen
Der Furka-Basistunnel gehört zur Matterhorn-Gotthard-Bahn, einer Schmalspurbahn in den Schweizer Alpen.
Ein Autoverlad ist nicht dasselbe wie eine Autofähre: Hier fährt der Zug durch einen Tunnel statt über Wasser.
Wie der Autoverlad abläuft
Die Autos fahren an einer Verladestelle selbst auf die niedrigen Tragwagen.
Die Insassen bleiben während der Fahrt meist im Fahrzeug sitzen.
Nach wenigen Minuten erreicht der Zug das andere Tunnelende.
Dort fahren die Autos wieder von den Wagen herunter.
Warum der Tunnel so wichtig ist
Der Furka-Basistunnel verbindet Oberwald im Wallis mit Realp im Kanton Uri.
Er ermöglicht der Matterhorn-Gotthard-Bahn einen ganzjährigen Betrieb.
Vorher war die hochgelegene Bergstrecke im Winter nicht befahrbar.
Der Tunnel macht die Region damit auch in der kalten Jahreszeit erreichbar.
Die Zahlen zum Tunnel
Der Tunnel ist gut fünfzehn Kilometer lang.
Eröffnet wurde er im Jahr 1982.
Das westliche Portal liegt bei Oberwald, das östliche bei Realp.
Beide Orte liegen über 1300 Meter über dem Meer.
Der Weg über den Pass
Oberhalb des Tunnels führt die Furka-Passstraße über die Alpen.
Diese Straße ist im Winter wegen Schnee und Eis gesperrt.
Der Autozug übernimmt in dieser Zeit die Verbindung der beiden Täler.
So bleibt der Weg zwischen Wallis und Uri auch im Winter offen.
Autoverlad als Schweizer Besonderheit
In den Alpen gibt es mehrere solcher Autozüge durch lange Tunnel.
Sie verbinden Täler, die sonst nur über hohe Pässe erreichbar wären.
Für viele Reisende ist der Verlad bequemer als die kurvige Bergfahrt.
Der Furka-Autozug reiht sich in diese Tradition ein.
Was Reisende wissen sollten
Der Autozug fährt nach einem festen Takt und braucht keine lange Vorbuchung.
Die Fahrt durch den Tunnel dauert nur wenige Minuten.
Vor der Einfahrt reihen sich die Fahrzeuge an der Verladerampe auf.
Danach geht es zügig und wettersicher durch den Berg.
Das Fazit
Der Mythos stimmt.
Durch den Furka-Basistunnel verkehrt ein Autozug, der Fahrzeuge zwischen Realp und Oberwald befördert.
Er fährt tagsüber stündlich und an Wochenenden noch häufiger.
So kommen Autos ganzjährig unter dem Furkapass hindurch.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
