Stimmt es, dass eine Wirbelstrombremse die Schiene gar nicht berührt?

Stimmt es, dass …?

„Dieser Zug bremst gleich mit einer Kraft, die ohne jede Berührung aus dem Magnetfeld kommt.“

Stimmt es, dass eine Wirbelstrombremse die Schiene gar nicht berührt?

→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.

Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Stimmt es, dass …?

Kurz gesagt

Ja, das stimmt. Die lineare Wirbelstrombremse wirkt berührungslos über einen Luftspalt und erzeugt ihre Bremskraft allein durch Magnetfelder in der Schiene.

Beim Bremsen denkt man zuerst an Klötze, die sich gegen ein Rad oder eine Scheibe pressen.

Bei schnellen Zügen gibt es jedoch auch eine Bremse, die ganz ohne Reibung arbeitet.

Dass diese Wirbelstrombremse die Schiene nicht einmal berührt, prüfen wir hier nach.

ICE 3 in Cologne ()
Foto: LHOON, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Die Fakten im Überblick

verschleißfrei

Bremsart

kein mechanischer Abrieb

Luftspalt

über der Schiene

berührungslos durch das Magnetfeld

ab 2000

im ICE 3

erster Serieneinsatz in Europa

Die Angaben folgen der deutschsprachigen Wikipedia zur Wirbelstrombremse.

Die Behauptung im Klartext

Die Behauptung lautet, dass eine Wirbelstrombremse die Schiene gar nicht berührt.

Das klingt widersprüchlich, denn Bremsen leben eigentlich von Reibung.

Eine Bremse ohne Kontakt wäre deshalb eine erstaunliche Technik.

Wir sehen uns an, wie das überhaupt gehen kann.

ICE 3 Terschuur
Foto: Jan Derk Remmers, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Was eine Wirbelstrombremse ist

Eine Wirbelstrombremse wird auch Induktionsbremse genannt.

Sie ist eine verschleißfreie Bremse, die mit Magnetfeldern arbeitet.

Bewegt sich ein Metall relativ zu einem Magnetfeld, entstehen darin elektrische Wirbelströme.

Diese Ströme wirken der Bewegung entgegen und bremsen so ab.

Gut zu wissen

Das Prinzip der Wirbelströme steckt auch in vielen anderen Geräten, etwa in bremsenden Scheiben an Fahrgeschäften.

Bei der Bahn ist die berührungslose Bremse vor allem eine Ergänzung für hohe Geschwindigkeiten.

Warum keine Berührung nötig ist

Entscheidend ist allein die Relativbewegung zwischen Magnetfeld und Metall.

Die Magnete schweben dabei knapp über der Schiene, getrennt durch einen Luftspalt.

Durch diesen Spalt hindurch erzeugt das Feld die Wirbelströme in der Schiene.

Ein mechanischer Kontakt ist für die Bremswirkung nicht erforderlich.

Damit bleibt die Schiene von der Bremse unberührt.

Wohin die Energie geht

Beim Bremsen muss die Bewegungsenergie des Zuges irgendwohin.

Bei der Wirbelstrombremse wird sie in Wärme umgewandelt.

Die Schiene und die Bremse erwärmen sich dabei spürbar.

Je größer der Luftspalt, desto kleiner fällt die Bremswirkung aus.

Der Einsatz im ICE 3

In Europa kam die lineare Wirbelstrombremse erstmals serienmäßig im ICE 3 zum Einsatz.

Dieser Zug ist seit dem Jahr 2000 im Dienst.

Gerade bei hohem Tempo zeigt die berührungslose Bremse ihre Stärken.

Sie ergänzt dort die übrigen Bremsen des Zuges.

Der Unterschied zur Magnetschienenbremse

Leicht zu verwechseln ist die Wirbelstrombremse mit der Magnetschienenbremse.

Die Magnetschienenbremse legt sich tatsächlich auf die Schiene und reibt an ihr.

Die Wirbelstrombremse dagegen bleibt stets über der Schiene schweben.

Nur die eine berührt die Schiene, die andere wirkt allein über das Feld.

Vorteile und Grenzen

Weil kein Kontakt entsteht, nutzt sich die Wirbelstrombremse kaum ab.

Das spart Wartung und vermeidet Funken oder Abrieb an der Schiene.

Dafür erwärmt die Bremse die Schiene, was auf manchen Strecken beachtet werden muss.

Deshalb ist ihr Einsatz an bestimmte Bedingungen geknüpft.

Das Fazit

Die Behauptung ist richtig, denn die lineare Wirbelstrombremse berührt die Schiene nicht.

Sie wirkt berührungslos über einen Luftspalt und erzeugt ihre Kraft im Magnetfeld.

Die Bewegungsenergie wird dabei in Wärme umgewandelt.

Nicht zu verwechseln ist sie mit der Magnetschienenbremse, die sehr wohl auf der Schiene aufliegt.

Der Zug als umweltfreundliche Wahl

Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.

Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.

Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.

Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.

Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.

So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.

Warum sich der Blick aufs Detail lohnt

Der Bahnbetrieb steckt voller kleiner Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt.

Und doch hängt der reibungslose Ablauf oft genau an diesen Kleinigkeiten.

Ein einziges Bauteil kann darüber entscheiden, ob ein Zug rollt oder steht.

Wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Alltag eine erstaunlich feine Technik.

Dieses Zusammenspiel unzähliger Teile ist die eigentliche Leistung der Bahn.

Es lohnt sich, dem scheinbar Selbstverständlichen einmal Beachtung zu schenken.

Warum sich der Blick aufs Detail lohnt

Der Bahnbetrieb steckt voller kleiner Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt.

Und doch hängt der reibungslose Ablauf oft genau an diesen Kleinigkeiten.

Ein einziges Bauteil kann darüber entscheiden, ob ein Zug rollt oder steht.

Wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Alltag eine erstaunlich feine Technik.

Dieses Zusammenspiel unzähliger Teile ist die eigentliche Leistung der Bahn.

Es lohnt sich, dem scheinbar Selbstverständlichen einmal Beachtung zu schenken.

Von der Dampflok bis heute

Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.

Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.

Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.

Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.

Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.

Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.

Häufige Fragen

Berührt die Wirbelstrombremse die Schiene?
Nein, die lineare Wirbelstrombremse wirkt berührungslos über einen Luftspalt.
Wie entsteht die Bremskraft?
Das Magnetfeld erzeugt in der Schiene Wirbelströme, die der Bewegung entgegenwirken.
Wohin geht die Energie?
Sie wird in Wärme umgewandelt, sodass sich Schiene und Bremse erwärmen.
Wo wird sie eingesetzt?
In Europa kam sie serienmäßig erstmals im ICE 3 zum Einsatz, der seit 2000 fährt.
Was ist der Unterschied zur Magnetschienenbremse?
Die Magnetschienenbremse liegt auf der Schiene auf, die Wirbelstrombremse schwebt darüber.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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