Stimmt es, dass …?
„Dieser Zug bremst gleich mit einer Kraft, die ohne jede Berührung aus dem Magnetfeld kommt.“
Stimmt es, dass eine Wirbelstrombremse die Schiene gar nicht berührt?
→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.
Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Stimmt es, dass …?
Kurz gesagt
Ja, das stimmt. Die lineare Wirbelstrombremse wirkt berührungslos über einen Luftspalt und erzeugt ihre Bremskraft allein durch Magnetfelder in der Schiene.
Beim Bremsen denkt man zuerst an Klötze, die sich gegen ein Rad oder eine Scheibe pressen.
Bei schnellen Zügen gibt es jedoch auch eine Bremse, die ganz ohne Reibung arbeitet.
Dass diese Wirbelstrombremse die Schiene nicht einmal berührt, prüfen wir hier nach.

Die Fakten im Überblick
verschleißfrei
Bremsart
kein mechanischer Abrieb
Luftspalt
über der Schiene
berührungslos durch das Magnetfeld
ab 2000
im ICE 3
erster Serieneinsatz in Europa
Die Angaben folgen der deutschsprachigen Wikipedia zur Wirbelstrombremse.
Die Behauptung im Klartext
Die Behauptung lautet, dass eine Wirbelstrombremse die Schiene gar nicht berührt.
Das klingt widersprüchlich, denn Bremsen leben eigentlich von Reibung.
Eine Bremse ohne Kontakt wäre deshalb eine erstaunliche Technik.
Wir sehen uns an, wie das überhaupt gehen kann.

Was eine Wirbelstrombremse ist
Eine Wirbelstrombremse wird auch Induktionsbremse genannt.
Sie ist eine verschleißfreie Bremse, die mit Magnetfeldern arbeitet.
Bewegt sich ein Metall relativ zu einem Magnetfeld, entstehen darin elektrische Wirbelströme.
Diese Ströme wirken der Bewegung entgegen und bremsen so ab.
Gut zu wissen
Das Prinzip der Wirbelströme steckt auch in vielen anderen Geräten, etwa in bremsenden Scheiben an Fahrgeschäften.
Bei der Bahn ist die berührungslose Bremse vor allem eine Ergänzung für hohe Geschwindigkeiten.
Warum keine Berührung nötig ist
Entscheidend ist allein die Relativbewegung zwischen Magnetfeld und Metall.
Die Magnete schweben dabei knapp über der Schiene, getrennt durch einen Luftspalt.
Durch diesen Spalt hindurch erzeugt das Feld die Wirbelströme in der Schiene.
Ein mechanischer Kontakt ist für die Bremswirkung nicht erforderlich.
Damit bleibt die Schiene von der Bremse unberührt.
Wohin die Energie geht
Beim Bremsen muss die Bewegungsenergie des Zuges irgendwohin.
Bei der Wirbelstrombremse wird sie in Wärme umgewandelt.
Die Schiene und die Bremse erwärmen sich dabei spürbar.
Je größer der Luftspalt, desto kleiner fällt die Bremswirkung aus.
Der Einsatz im ICE 3
In Europa kam die lineare Wirbelstrombremse erstmals serienmäßig im ICE 3 zum Einsatz.
Dieser Zug ist seit dem Jahr 2000 im Dienst.
Gerade bei hohem Tempo zeigt die berührungslose Bremse ihre Stärken.
Sie ergänzt dort die übrigen Bremsen des Zuges.
Der Unterschied zur Magnetschienenbremse
Leicht zu verwechseln ist die Wirbelstrombremse mit der Magnetschienenbremse.
Die Magnetschienenbremse legt sich tatsächlich auf die Schiene und reibt an ihr.
Die Wirbelstrombremse dagegen bleibt stets über der Schiene schweben.
Nur die eine berührt die Schiene, die andere wirkt allein über das Feld.
Vorteile und Grenzen
Weil kein Kontakt entsteht, nutzt sich die Wirbelstrombremse kaum ab.
Das spart Wartung und vermeidet Funken oder Abrieb an der Schiene.
Dafür erwärmt die Bremse die Schiene, was auf manchen Strecken beachtet werden muss.
Deshalb ist ihr Einsatz an bestimmte Bedingungen geknüpft.
Das Fazit
Die Behauptung ist richtig, denn die lineare Wirbelstrombremse berührt die Schiene nicht.
Sie wirkt berührungslos über einen Luftspalt und erzeugt ihre Kraft im Magnetfeld.
Die Bewegungsenergie wird dabei in Wärme umgewandelt.
Nicht zu verwechseln ist sie mit der Magnetschienenbremse, die sehr wohl auf der Schiene aufliegt.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
Warum sich der Blick aufs Detail lohnt
Der Bahnbetrieb steckt voller kleiner Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt.
Und doch hängt der reibungslose Ablauf oft genau an diesen Kleinigkeiten.
Ein einziges Bauteil kann darüber entscheiden, ob ein Zug rollt oder steht.
Wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Alltag eine erstaunlich feine Technik.
Dieses Zusammenspiel unzähliger Teile ist die eigentliche Leistung der Bahn.
Es lohnt sich, dem scheinbar Selbstverständlichen einmal Beachtung zu schenken.
Warum sich der Blick aufs Detail lohnt
Der Bahnbetrieb steckt voller kleiner Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt.
Und doch hängt der reibungslose Ablauf oft genau an diesen Kleinigkeiten.
Ein einziges Bauteil kann darüber entscheiden, ob ein Zug rollt oder steht.
Wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Alltag eine erstaunlich feine Technik.
Dieses Zusammenspiel unzähliger Teile ist die eigentliche Leistung der Bahn.
Es lohnt sich, dem scheinbar Selbstverständlichen einmal Beachtung zu schenken.
Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
