Stimmt es, dass …?
„Bergstation Reichenbachfall: Halten Sie Ausschau nach dem weißen Stern am Fels gegenüber.“
Stimmt es, dass eine Standseilbahn zum Reichenbachfall von Sherlock Holmes fährt?
→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.
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Kurz gesagt
Ja, das stimmt: Eine kleine Standseilbahn bringt Besucher hinauf zum Reichenbachfall, dem Schauplatz von Sherlock Holmes letztem Kampf. Dort rang der Detektiv in Conan Doyles Erzählung mit seinem Erzfeind Moriarty.
Der Reichenbachfall im Berner Oberland stürzt tosend über mehrere Stufen in die Tiefe.
Weltberühmt wurde er aber nicht allein durch sein Wasser.
Berühmt machte ihn ein Detektiv, den es nie wirklich gab.

Die Fakten in Zahlen
1899
Eröffnung
der Standseilbahn
244 m
Höhenunterschied
von 600 auf 844 m
1891
Holmes-Duell
in Conan Doyles Erzählung
Die Erzählung „Das letzte Problem“ erschien 1893 und machte den Ort weltberühmt.
Ein Wasserfall mit Weltruhm
Die Frage klingt wie eine Mischung aus Reiseführer und Kriminalroman.
Tatsächlich treffen am Reichenbachfall beide Welten aufeinander.
Der Wasserfall liegt bei Meiringen im Schweizer Berner Oberland.
Über mehrere Stufen stürzt das Wasser des Reichenbachs in die Tiefe.
Seine größte Berühmtheit verdankt der Ort jedoch einer erfundenen Figur.

Die Bahn zum obersten Fall
Bis zum obersten Reichenbachfall führt die Reichenbachfall-Bahn.
Sie ist eine schweizerische Standseilbahn.
Die Talstation liegt in der Gemeinde Schattenhalb bei Meiringen auf 600 Metern Höhe.
Von dort geht es hinauf bis auf 844 Meter zum Wasserfall.
Der Höhenunterschied beträgt damit rund 244 Meter.
Gut zu wissen
Arthur Conan Doyle ließ Sherlock Holmes am Reichenbachfall sterben, holte ihn nach Protesten der Leserschaft aber wieder zurück.
Bei einer Standseilbahn zieht ein Zugseil den einen Wagen hinauf, während der andere als Gegengewicht talwärts fährt.
Eröffnet im Jahr 1899
Die offizielle Betriebseröffnung erfolgte im Juni 1899.
Von Anfang an diente die Bahn vor allem dem aufkommenden Tourismus.
Reisende aus ganz Europa wollten den berühmten Wasserfall sehen.
Die Standseilbahn ersparte ihnen den beschwerlichen Aufstieg zu Fuß.
Sherlock Holmes und der Reichenbachfall
International bekannt wurde der Reichenbachfall durch Arthur Conan Doyle.
In seiner Erzählung „Das letzte Problem“ aus dem Jahr 1893 spielt der Ort eine Schlüsselrolle.
Dorthin verlegte Doyle das vermeintliche Ende seines berühmten Detektivs Sherlock Holmes.
Der Autor wollte seine Figur damals eigentlich sterben lassen.
Das Duell mit Professor Moriarty
In der Geschichte trifft Holmes am 4. Mai 1891 auf seinen Erzfeind Professor Moriarty.
Nach einem erbitterten Kampf stürzen beide den Wasserfall hinab.
Später stellt sich heraus, dass nur Moriarty dabei ums Leben kam.
Auf den Wunsch vieler Leser kehrte Holmes in weiteren Erzählungen zurück.
Ein weißer Stern markiert die Stelle
Der genaue Ort des erfundenen Kampfes ist heute mit einem weißen Stern am Fels markiert.
Dieser Stern ist von der Bergstation der Bahn aus zu sehen.
Ein Fußpfad führt von der Station bis dicht an die Stelle heran.
So können Besucher dem Schauplatz der Geschichte ganz nahekommen.
Pause im Ersten Weltkrieg
Als 1914 der Erste Weltkrieg ausbrach, musste der Betrieb eingestellt werden.
Die Touristen blieben in dieser Zeit fast völlig aus.
Erst 1922 nahm die Bahn unter einem neuen Besitzer ihren Sommerbetrieb wieder auf.
Seitdem fährt sie in den warmen Monaten wieder hinauf zum Wasserfall.
Pilgerort für Holmes-Fans
Bis heute zieht der Reichenbachfall Fans aus aller Welt an.
Viele von ihnen kommen weniger wegen des Wassers als wegen des Detektivs.
Im nahen Meiringen wird die Verbindung zu Sherlock Holmes seit Langem gepflegt.
Der Ort verbindet damit Natur und Literaturgeschichte auf besondere Weise.
Das Fazit
Die Standseilbahn zum Reichenbachfall gibt es wirklich.
Sie bringt Besucher seit 1899 zum Schauplatz von Sherlock Holmes letztem Fall.
Der Kampf mit Moriarty ist zwar erfunden, der Wasserfall und die Bahn aber echt.
Damit stimmt der Mythos, auch wenn sein berühmtester Gast nie gelebt hat.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
