Stimmt es, dass …?
„Von der Küste ins Landesinnere: Die TAZARA verbindet Tansania und Sambia.“
Stimmt es, dass eine Eisenbahn von Sambia nach Tansania mit chinesischer Hilfe gebaut wurde?
→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.
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Kurz gesagt
Die TAZARA-Bahn verbindet den Hafen Dar es Salaam in Tansania mit dem Landesinneren Sambias. Der Mythos stimmt, denn sie wurde in den 1970er Jahren mit großer finanzieller und technischer Hilfe aus China gebaut.
Im Süden Afrikas verläuft eine lange Eisenbahnstrecke durch zwei Länder.
Sie verbindet Tansania an der Küste mit dem Binnenland Sambia.
Ihr Bau ist eng mit der Geschichte Chinas in Afrika verknüpft.

Die Fakten in Zahlen
1967
Abkommen
China, Tansania, Sambia
ab 1970
Baubeginn
mit Chinas Hilfe
988 Mio. Yuan
zinsfreier Kredit
aus der Volksrepublik China
Die Strecke verbindet den Hafen Dar es Salaam mit dem Ort Kapiri Mposhi im Landesinneren Sambias.
Eine Bahn durch zwei Länder
Im östlichen und südlichen Afrika liegt eine bemerkenswerte Eisenbahn.
Sie trägt den Namen TAZARA, kurz für Tanzania-Zambia Railway.
Ihre Gleise beginnen am Hafen Dar es Salaam in Tansania.
Von dort führen sie weit ins Binnenland Sambias.
Dort endet die Strecke im Ort Kapiri Mposhi.
Dieser Beitrag geht der Frage nach, wer diese Bahn gebaut hat.

Warum Sambia eine Bahn brauchte
Sambia ist ein Binnenland ohne eigenen Zugang zum Meer.
Das Land lebt stark vom Export seines Kupfers.
Lange führte der einzige sichere Weg dafür über den Süden Afrikas.
Diese Route galt in jener Zeit als politisch heikel.
Sambia suchte deshalb einen eigenen Weg zur Küste.
Eine Bahn zum Hafen in Tansania sollte diesen Weg schaffen.
Gut zu wissen
Ein Binnenland wie Sambia hat keinen eigenen Meereszugang und ist für den Export auf Nachbarländer angewiesen.
Die TAZARA wird in Afrika oft Freiheitsbahn genannt, weil sie Sambia von bestimmten Exportrouten unabhängiger machte.
Chinas Angebot
Für den Bau suchten Tansania und Sambia zunächst Unterstützung im Westen.
Dort stieß das Vorhaben jedoch auf wenig Interesse.
Dann trat die Volksrepublik China als Partner auf.
Im September 1967 wurde in Peking ein Abkommen geschlossen.
Es verband die Regierungen Chinas, Tansanias und Sambias.
Damit war der Weg für den Bau frei.
Ein zinsfreier Kredit
China beteiligte sich nicht nur mit Fachleuten, sondern auch mit Geld.
Im Juli 1970 gewährte das Land einen großen Kredit.
Er betrug 988 Millionen Yuan und war zinsfrei.
Die Laufzeit war auf 30 Jahre angelegt.
Damit konnte die gesamte Strecke samt Ausstattung finanziert werden.
Für die beiden afrikanischen Länder war das ein enormes Angebot.
Der Bau beginnt
Nach jahrelanger Planung begann der Bau im Oktober 1970.
Tausende chinesische Fachleute kamen dafür nach Afrika.
Sie arbeiteten Seite an Seite mit einheimischen Kräften.
Die Strecke musste durch Berge, Täler und Flüsse geführt werden.
Viele Tunnel und Brücken waren dafür nötig.
Es war eines der größten Bauprojekte seiner Zeit auf dem Kontinent.
Eine schwierige Strecke
Das Gelände zwischen Küste und Hochland war anspruchsvoll.
Die Bahn musste große Höhenunterschiede überwinden.
Dichte Wälder und wilde Tiere erschwerten die Arbeit.
Auch das Klima setzte den Arbeitern zu.
Trotzdem kam die Strecke Stück für Stück voran.
Am Ende verband sie die Küste mit dem fernen Binnenland.
Was die Bahn bedeutete
Mit der TAZARA bekam Sambia endlich einen eigenen Weg zum Meer.
Das Kupfer des Landes konnte nun über Tansania verschifft werden.
Die Bahn wurde zum Symbol für Unabhängigkeit und Zusammenarbeit.
In Afrika trug sie darum den Beinamen Freiheitsbahn.
Auch für China war das Projekt ein wichtiges Zeichen.
Es zeigte früh das Interesse des Landes an Afrika.
Die Bahn heute
Bis heute verbindet die TAZARA die beiden Länder.
Sie befördert sowohl Güter als auch Reisende.
Über die Jahre machte ihr der Verschleiß zu schaffen.
Immer wieder gab es daher Programme zur Erneuerung.
China blieb dabei ein wichtiger Partner.
So prägt die Freundschaft von einst die Bahn bis in die Gegenwart.
Das Fazit
Der Mythos stimmt, denn die TAZARA wurde mit chinesischer Hilfe gebaut.
Ein Abkommen von 1967 und ein zinsfreier Kredit von 1970 bildeten die Grundlage.
Ab Oktober 1970 errichteten chinesische und afrikanische Kräfte die Strecke gemeinsam.
Sie verbindet den Hafen Dar es Salaam mit dem Binnenland Sambias.
Als Freiheitsbahn gilt sie bis heute als Zeichen der Zusammenarbeit.
Warum Verlässlichkeit so wichtig ist
Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.
Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.
Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.
Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.
Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.
Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.
Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
