Stimmt es, dass …?
„Bitte beachten Sie: Dieser Zug kann von beiden Enden gesteuert werden und muss zum Wenden nicht gedreht werden.“
Stimmt es, dass ein Zug an beiden Enden einen Führerstand haben kann?
→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.
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Kurz gesagt
Ja, das stimmt: Viele Züge besitzen an beiden Enden einen Führerstand. Als sogenannter Wendezug muss die Lokomotive beim Richtungswechsel nicht ans andere Ende umgesetzt werden.
Am Ende einer Strecke muss ein Zug oft die Fahrtrichtung wechseln.
Früher war das mit viel Rangieren verbunden.
Dieser Beitrag klärt, wie ein Zug mit zwei Führerständen dieses Problem löst.

Die Fakten in Zahlen
2 Führerstände
Wendezug
an beiden Enden steuerbar
0 Rangierfahrt
Richtungswechsel
die Lok bleibt am Zug
Steuerwagen
ohne Antrieb
steuert die Lok aus der Ferne
Der Vorteil eines Wendezuges besteht darin, dass die Lokomotive beim Richtungswechsel nicht umgesetzt werden muss.
Das Problem am Ende der Strecke
Ein herkömmlicher Zug hat die Lokomotive an einem Ende.
Am Zielbahnhof muss er oft die Fahrtrichtung wechseln.
Früher musste die Lok dazu ans andere Ende umgesetzt werden.
Das kostete Zeit und erforderte aufwendige Rangierfahrten.
Für dieses Problem gibt es eine elegante Lösung.

Der Zug mit zwei Führerständen
Viele Züge besitzen an beiden Enden einen Führerstand.
Der Lokführer kann so von vorn oder von hinten steuern.
Zum Wechseln der Richtung geht er einfach ans andere Ende.
Der Zug selbst bleibt dabei unverändert stehen.
Solche Züge nennt man Wendezüge.
Gut zu wissen
In der Schweiz heißt ein Wendezug Pendelzug, im Englischen spricht man von einem Push-Pull-Zug.
Ein Steuerwagen hat keinen eigenen Antrieb, sondern steuert die Lokomotive am anderen Ende aus der Ferne.
Was ein Steuerwagen ist
Am hinteren Ende muss nicht immer eine echte Lokomotive stehen.
Oft sitzt dort ein antriebsloser Wagen mit Führerstand.
Diesen nennt man Steuerwagen.
Von ihm aus wird die Lok am anderen Ende ferngesteuert.
Sie schiebt den Zug dann von hinten an.
Ziehen und Schieben
In die eine Richtung zieht die Lok den Zug wie gewohnt.
In die andere Richtung schiebt sie ihn von hinten.
Gesteuert wird dann vom Führerstand des Steuerwagens.
Für die Fahrgäste ändert sich dabei nichts Wesentliches.
Der Zug fährt in beide Richtungen sicher und zuverlässig.
Der große Vorteil
Der wichtigste Vorteil ist der schnelle Wechsel der Fahrtrichtung.
Die Lokomotive muss nicht ans andere Ende umgesetzt werden.
Damit entfallen aufwendige Rangierfahrten.
Gerade an Kopfbahnhöfen spart das viel Zeit.
Der Zug ist rasch wieder für die Rückfahrt bereit.
Wo Wendezüge fahren
Wendezüge sind vor allem im Nahverkehr weit verbreitet.
Dort wird häufig zwischen zwei Endpunkten hin- und hergependelt.
Auch im Ausland ist die Bauart bekannt.
In der Schweiz nennt man sie zum Beispiel Pendelzug.
Der englische Begriff dafür bedeutet ziehen und schieben.
Wendezug oder Triebzug
Neben dem Wendezug gibt es den Triebzug, etwa einen Nahverkehrstriebwagen.
Ein Triebzug ist ein fest zusammengestellter Verband mit Führerständen an beiden Enden.
Ein Wendezug lässt sich dagegen leichter an den Bedarf anpassen.
Man kann Wagen ergänzen oder wieder herausnehmen.
Beide Lösungen ersparen das Umsetzen der Lok.
Ein vertrauter Anblick
Wer am Bahnsteig steht, sieht oft einen Steuerwagen an der Spitze.
Erst am anderen Ende folgt die eigentliche Lokomotive.
Viele Reisende bemerken den Unterschied gar nicht.
Für sie zählt vor allem der zügige Betrieb.
Der Wendezug arbeitet dabei unauffällig im Hintergrund.
Das Fazit
Der Mythos stimmt, denn ein Zug kann tatsächlich an beiden Enden einen Führerstand haben.
Als Wendezug muss die Lokomotive beim Richtungswechsel nicht umgesetzt werden.
Am zweiten Ende steht oft ein antriebsloser Steuerwagen mit Führerstand.
Das spart Zeit und macht aufwendige Rangierfahrten überflüssig.
Gerade im Nahverkehr ist diese Lösung heute Alltag.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
