Stimmt es, dass ein Mann mit Eisenbahnen zu den reichsten seiner Zeit wurde?

Stimmt es, dass …?

„Ein Mann, eine Fähre und am Ende ein Vermögen, das über Schienen rollte.“

Stimmt es, dass ein Mann mit Eisenbahnen zu den reichsten seiner Zeit wurde?

→ Ein Aufstieg von der Fähre zum Schienenimperium.

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Kurz gesagt

Die Behauptung stimmt: Cornelius Vanderbilt baute im 19. Jahrhundert ein riesiges Eisenbahnimperium auf und hinterließ bei seinem Tod rund 100 Millionen Dollar. Sein Reichtum begann allerdings nicht auf der Schiene, sondern auf dem Wasser.

Hinter vielen großen Eisenbahnen des 19. Jahrhunderts standen einzelne Unternehmer mit enormem Einfluss.

Cornelius Vanderbilt gilt als eines der bekanntesten Beispiele, weil sein Name bis heute für Reichtum durch die Bahn steht.

Dieser Beitrag prüft, wie er sein Vermögen aufbaute und welche Rolle die Eisenbahn dabei wirklich spielte.

New York Central Railroad 69th Street Transfer Bridge (01590)
Foto: Rhododendrites, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die Fakten in Zahlen

1794–1877

Lebensdaten

geboren auf Staten Island

100 Mio. $

Vermögen 1877

nach heutiger Kaufkraft rund 3 Milliarden

1873

Bahn New York–Chicago

durchgehende Verbindung

Sein Sohn William Henry erbte laut Testament rund 95 Millionen Dollar.

Vom Fährmann zum Unternehmer

Cornelius Vanderbilt wurde 1794 auf Staten Island vor New York geboren.

Schon mit sechzehn Jahren betrieb er einen kleinen Fährdienst zwischen der Insel und der Stadt.

Später heuerte er als Kapitän auf Dampfschiffen an und lernte das Geschäft von Grund auf.

Im Jahr 1829 gründete er seine eigene Dampfschiffgesellschaft.

Damit legte er den Grundstein für ein Vermögen, das zunächst ganz auf dem Wasser entstand.

Galveston Railroad Museum March 2022 05 (New York Central Railroad Bonni
Foto: Michael Barera, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ein Vermögen auf dem Wasser

In den 1850er Jahren besaß Vanderbilt rund einhundert Schiffe.

Er sicherte sich wichtige Routen und verdiente an der wachsenden Reise- und Handelsnachfrage.

Wegen seiner Macht in der Schifffahrt erhielt er den Spitznamen „Commodore“.

Sein Geschäftssinn galt als hart und bisweilen rücksichtslos.

Erst nach diesem ersten großen Erfolg wandte er sich der Eisenbahn zu.

Gut zu wissen

Vermögensvergleiche über große Zeiträume sind immer grobe Schätzungen, weil sich Preise und Löhne stark verändert haben.

Als Räuberbarone wurden mehrere amerikanische Großunternehmer des 19. Jahrhunderts bezeichnet, nicht nur Vanderbilt.

Der Wechsel zur Schiene

Nach dem amerikanischen Bürgerkrieg investierte Vanderbilt gezielt in den Ausbau des Schienennetzes.

Er erkannte früh, dass die Zukunft des Güter- und Personenverkehrs auf der Schiene lag.

Statt neue Strecken zu bauen, kaufte er vor allem bestehende Gesellschaften auf.

So brachte er mehrere wichtige Bahnen im Nordosten der USA unter seine Kontrolle.

Aus dem Schiffsmagnaten wurde innerhalb weniger Jahre ein Eisenbahnkönig.

Die New York Central

Zu seinen Unternehmen gehörten die Hudson River Railroad und die New York and Harlem Railroad.

Vor allem aber baute er die mächtige New York Central Railroad auf.

Durch die Bündelung dieser Linien entstand ein zusammenhängendes Netz unter einer Führung.

Diese Verbindungen machten New York zu einem der wichtigsten Bahnknoten des Landes.

Vanderbilt beherrschte damit einen großen Teil des Verkehrs im Osten der Vereinigten Staaten.

Die Verbindung nach Chicago

Im Jahr 1873 eröffnete er eine durchgehende Bahnverbindung von New York nach Chicago.

Damit rückten die Metropole an der Ostküste und der Mittlere Westen deutlich näher zusammen.

Güter und Reisende konnten nun ohne umständliche Umwege über eine einzige Gesellschaft reisen.

Solche Fernverbindungen waren die eigentliche Grundlage seines wachsenden Reichtums.

Die Eisenbahn wurde so endgültig zum Kern seines Imperiums.

Wie groß das Vermögen war

Bei seinem Tod im Jahr 1877 hinterließ Vanderbilt etwa einhundert Millionen Dollar.

Nach heutiger Kaufkraft entspricht das grob drei Milliarden Dollar.

Damit zählte er zu den reichsten Unternehmern seiner Zeit.

Ein sehr großer Teil dieses Vermögens stammte aus dem Eisenbahngeschäft.

Die Behauptung, er sei mit der Bahn zu einem der reichsten Männer geworden, trifft also zu.

Licht und Schatten

Vanderbilt galt als überaus durchsetzungsstarker und harter Geschäftsmann.

Kritiker rechneten ihn zu den sogenannten Räuberbaronen des 19. Jahrhunderts.

Dieser Begriff stand für Unternehmer, die ihre Marktmacht sehr konsequent ausnutzten.

Zugleich trieb sein Ehrgeiz den Ausbau des amerikanischen Bahnnetzes spürbar voran.

Sein Wirken wird deshalb bis heute zwiespältig beurteilt.

Was von ihm blieb

Im Jahr 1873 stiftete Vanderbilt eine Million Dollar für die Gründung einer Universität in Nashville.

Diese trägt bis heute den Namen Vanderbilt University.

Den größten Teil seines Vermögens vererbte er seinem Sohn William Henry.

Dieser erhielt laut Testament rund 95 Millionen Dollar und führte die Geschäfte weiter.

Der Name Vanderbilt blieb so über Generationen mit der Eisenbahn verbunden.

Das Fazit

Cornelius Vanderbilt wurde tatsächlich zu einem der reichsten Menschen seiner Zeit.

Die Eisenbahn war dabei der entscheidende Baustein seines späten und größten Erfolgs.

Allerdings hatte er sein erstes Vermögen bereits mit der Schifffahrt verdient.

Die Behauptung stimmt deshalb, verdient aber diese kleine Ergänzung.

Vanderbilt bleibt ein Musterbeispiel dafür, wie eng Reichtum und Eisenbahn im 19. Jahrhundert verbunden waren.

Was die Fahrgäste davon haben

Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.

Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.

Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.

Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.

So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.

Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.

Warum die Bahn für das ganze Land zählt

Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.

Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.

Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.

Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.

Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.

So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.

Häufige Fragen

Wer war Cornelius Vanderbilt?
Ein amerikanischer Unternehmer (1794–1877), der zuerst mit der Schifffahrt und dann mit der Eisenbahn reich wurde.
Womit verdiente er sein erstes Geld?
Mit Fähr- und Dampfschiffverkehr rund um New York, lange bevor er in die Eisenbahn einstieg.
Welche Bahnen gehörten ihm?
Unter anderem die New York Central, die Hudson River Railroad und die New York and Harlem Railroad.
Wie reich war er?
Bei seinem Tod 1877 hinterließ er rund 100 Millionen Dollar, nach heutiger Kaufkraft grob drei Milliarden.
Was erinnert heute an ihn?
Unter anderem die von ihm gestiftete Vanderbilt University in Nashville.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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