Stimmt es, dass …?
„Bitte beachten Sie: Dieser Zug bremst zum Teil mit einem Magnetfeld, das die Schiene gar nicht berührt.“
Stimmt es, dass ein ICE eine Wirbelstrombremse hat?
→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.
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Kurz gesagt
Der ICE 3 besitzt tatsächlich eine Wirbelstrombremse, die ohne Reibung dicht über der Schiene wirkt. In den übrigen ICE-Baureihen gibt es sie nicht.
Wer im ICE eine Bremsung spürt, denkt oft an Klötze und Scheiben wie beim Auto.
Beim schnellsten deutschen Zug arbeitet jedoch eine Bremse, die das Gleis nicht einmal anfasst.
Ob der ICE wirklich eine Wirbelstrombremse hat, klärt dieser Mythos-Check.

Die Fakten in Zahlen
300 km/h
planmäßig
Höchsttempo des ICE 3 in Deutschland
ICE 3
einzige Serie
trägt die Wirbelstrombremse
0
Reibung
die Bremse berührt die Schiene nicht
Die Angaben beruhen auf den technischen Daten des ICE 3.
Was eine Wirbelstrombremse ist
Eine Wirbelstrombremse erzeugt ihre Kraft mit Magnetfeldern statt mit Reibung.
Ein starker Magnet wird dicht über die Schiene gehalten, ohne sie zu berühren.
Rollt der Zug, entstehen in der stählernen Schiene sogenannte Wirbelströme.
Diese Ströme wirken der Bewegung entgegen und bremsen den Zug ab.
Weil nichts aufeinander reibt, nutzt sich diese Bremse kaum ab.
Fachleute nennen sie deshalb eine verschleißfreie Bremse.

Warum nur der ICE 3 sie hat
Unter den Serien-Zügen trägt allein der ICE 3 diese Technik.
Das W in mancher Fahrzeugbezeichnung steht genau für die Wirbelstrombremse.
In den älteren Baureihen ICE 1 und ICE 2 fehlt sie.
Der ICE 3 erreicht in Deutschland planmäßig 300 Kilometer pro Stunde.
Für so hohe Geschwindigkeiten ist eine zusätzliche, schonende Bremse ein großer Vorteil.
So bleibt genug Reserve, um den schweren Zug sicher zu verzögern.
Gut zu wissen
Das W in der Bezeichnung mancher ICE-3-Varianten steht für die Wirbelstrombremse.
Auf freigegebenen Neubaustrecken bremst der Zug damit besonders schonend für Material und Umwelt.
Warum berührungslos gebremst wird
Bei sehr hohem Tempo stoßen klassische Bremsen an ihre Grenzen.
Reibungsbremsen werden dabei heiß und nutzen sich rasch ab.
Die Wirbelstrombremse arbeitet dagegen ganz ohne mechanischen Kontakt.
Sie ergänzt die übrigen Bremsen und entlastet sie deutlich.
Gerade auf langen Gefällestrecken ist das ein Gewinn.
Wo die Bremse erlaubt ist
Die Wirbelstrombremse darf nicht auf jeder Strecke arbeiten.
Auf vielen Neubaustrecken ist sie ausdrücklich zugelassen.
Auf älteren Strecken bleibt sie häufig gesperrt.
Grund sind Rückwirkungen der Magnetfelder auf Gleis- und Signaltechnik.
Der Lokführer weiß, wo er sie einsetzen darf.
Die anderen Bremsen im Zug
Ein ICE bremst nie mit nur einer Technik allein.
Am wichtigsten ist die elektrische Bremse über die Fahrmotoren.
Beim Bremsen können diese Motoren Strom zurück ins Netz speisen.
Zusätzlich gibt es klassische Scheibenbremsen für den sicheren Stillstand.
Erst das Zusammenspiel aller Bremsen macht die Fahrt sicher.
Was Fahrgäste davon merken
Vom Prinzip der Wirbelstrombremse bemerken Reisende im Alltag wenig.
Das Bremsen wirkt gleichmäßig und meist sehr ruhig.
Anders als im Auto riecht es nicht nach heißen Belägen.
Die Technik arbeitet verborgen unter dem Wagen.
Spürbar ist vor allem, wie sanft der Zug zum Halt kommt.
Ein kurzer Blick auf die Physik
Das Prinzip der Wirbelströme ist schon lange bekannt.
Es beruht auf einer Regel des Physikers Heinrich Lenz.
Mit dem ICE 3 kam die Technik in Deutschland in den schnellen Regelbetrieb.
Seither gilt sie als Beispiel für verschleißarme Bremstechnik.
Was oft verwechselt wird
Die Wirbelstrombremse ist nicht dasselbe wie eine Magnetschienenbremse.
Die Magnetschienenbremse presst einen Magneten fest auf die Schiene.
Die Wirbelstrombremse schwebt dagegen knapp darüber.
Beide nutzen Magnete, wirken aber ganz unterschiedlich.
Nur die zweite ist wirklich berührungslos.
Das Fazit
Die Behauptung stimmt, allerdings nur für den ICE 3.
Dieser Zug bremst tatsächlich berührungslos mit Wirbelströmen.
Die übrigen ICE-Baureihen kommen ohne diese Technik aus.
Ein Magnetfeld als Bremse ist also kein Wunder, sondern Alltag auf der Schnellfahrstrecke.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
Warum sich der Blick aufs Detail lohnt
Der Bahnbetrieb steckt voller kleiner Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt.
Und doch hängt der reibungslose Ablauf oft genau an diesen Kleinigkeiten.
Ein einziges Bauteil kann darüber entscheiden, ob ein Zug rollt oder steht.
Wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Alltag eine erstaunlich feine Technik.
Dieses Zusammenspiel unzähliger Teile ist die eigentliche Leistung der Bahn.
Es lohnt sich, dem scheinbar Selbstverständlichen einmal Beachtung zu schenken.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
