Stimmt es, dass …?
„Nächster Halt Mumbai: Der Zug erreicht einen Bahnhof, der zum Weltkulturerbe zählt.“
Stimmt es, dass ein Bahnhof in Indien zum Weltkulturerbe gehört?
→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Chhatrapati Shivaji Terminus in Mumbai gehört seit dem Jahr 2004 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der Mythos stimmt, denn der prächtige Bau ist zugleich einer der verkehrsreichsten Bahnhöfe der Welt.
Ein Bahnhof ist meist ein Ort der Eile.
In der indischen Stadt Mumbai steht jedoch einer, der wie ein Palast wirkt.
Er ist so bedeutend, dass ihn die UNESCO ausgezeichnet hat.

Die Fakten in Zahlen
2004
seit
UNESCO-Weltkulturerbe
1888
fertig
nach zehn Jahren Bauzeit
über 1000
Züge täglich
beginnen und enden hier
Rund drei Millionen Menschen nutzen den Bahnhof jeden Tag.
Ein Bahnhof wie ein Palast
Wer den Bahnhof im Süden von Mumbai zum ersten Mal sieht, hält ihn leicht für ein Schloss.
Türmchen, Bögen und steinerne Figuren zieren das riesige Gebäude.
Dahinter verbirgt sich jedoch ein ganz normaler Bahnhof.
Sein Name lautet Chhatrapati Shivaji Maharaj Terminus.

Der verkehrsreiche Riese von Mumbai
Der Bahnhof zählt zu den größten und geschäftigsten der Welt.
Täglich beginnen und enden hier mehr als tausend Züge.
Rund drei Millionen Menschen nutzen ihn jeden Tag.
Damit gehört er nach Fahrgästen zu den verkehrsreichsten Bahnhöfen überhaupt.
Gut zu wissen
Der Bahnhof wird oft mit seiner Abkürzung CST oder CSMT bezeichnet, die auf den vollständigen Namen zurückgeht.
Bis 1996 hieß er Victoria Terminus, seither trägt er den Namen des Fürsten Chhatrapati Shivaji.
Vom Victoria Terminus zum neuen Namen
Bis zum Jahr 1996 trug der Bahnhof den Namen Victoria Terminus.
Benannt war er nach dem Regierungsjubiläum der britischen Königin Victoria.
Später erhielt er den Namen eines bedeutenden indischen Herrschers.
Chhatrapati Shivaji war ein berühmter Fürst aus der Geschichte des Landes.
Ein britischer Architekt und sein Werk
Den Auftrag für den Bau erhielt der britische Architekt Frederick William Stevens.
Er begann seine Arbeit im Jahr 1878.
Bauherrin war die Great Indian Peninsula Railway.
Als das Gebäude 1888 fertig war, galt es als das wichtigste Bauwerk in Britisch-Indien.
Der Stil der viktorianischen Neogotik
Der Bahnhof ist im Stil der viktorianischen Neogotik gehalten.
Dazu gehören Maßwerk, spitze Türmchen und steinerne Wasserspeier.
Zugleich flossen Elemente der örtlichen Baukunst in den Entwurf ein.
So entstand eine ungewöhnliche Mischung aus europäischen und indischen Formen.
Die Auszeichnung durch die UNESCO
Im Jahr 2004 nahm die UNESCO den Bahnhof in die Liste des Weltkulturerbes auf.
Damit steht er auf einer Stufe mit weltbekannten Denkmälern.
Ausschlaggebend waren sein Baustil und seine Bedeutung für die Geschichte.
Ein aktiver Großbahnhof als Welterbe ist eine Seltenheit.
Ein Bahnhof im Alltag von Millionen
Trotz der Auszeichnung ist der Bahnhof kein reines Museum.
Er dient bis heute dem täglichen Verkehr der Millionenstadt.
Seit dem Ende der 1920er Jahre nutzen ihn auch die Vorortzüge.
Zwischen den alten Mauern drängen sich morgens und abends riesige Menschenmengen.
Warum der Bau so wichtig ist
Der Bau erzählt viel über seine Zeit.
Er zeigt, wie die Eisenbahn im 19. Jahrhundert selbst zum Prachtbau wurde.
Zugleich steht er für die wechselvolle Geschichte Indiens.
Beides macht ihn zu einem besonderen Zeugnis der Bahngeschichte.
Das Fazit
Der Mythos vom Bahnhof als Weltkulturerbe stimmt.
Der Chhatrapati Shivaji Maharaj Terminus in Mumbai gehört seit 2004 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Er verbindet einen prächtigen Bau mit dem Alltag von Millionen Reisenden.
Damit ist er zugleich Denkmal und lebendiger Bahnhof.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
Warum sich der Blick aufs Detail lohnt
Der Bahnbetrieb steckt voller kleiner Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt.
Und doch hängt der reibungslose Ablauf oft genau an diesen Kleinigkeiten.
Ein einziges Bauteil kann darüber entscheiden, ob ein Zug rollt oder steht.
Wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Alltag eine erstaunlich feine Technik.
Dieses Zusammenspiel unzähliger Teile ist die eigentliche Leistung der Bahn.
Es lohnt sich, dem scheinbar Selbstverständlichen einmal Beachtung zu schenken.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
