Stimmt es, dass die Rittner Bahn den Berg früher mit einer Zahnstange erklomm?

Stimmt es, dass …?

„Früher kletterte hier ein Zahnrad den Berg hinauf, heute schwebt an seiner Stelle eine Seilbahn über das Tal.“

Stimmt es, dass die Rittner Bahn den Berg früher mit einer Zahnstange erklomm?

→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.

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Kurz gesagt

Das stimmt: Die Rittner Bahn überwand den steilen Anstieg einst mit einem Zahnstangenabschnitt. Dieser Teil wurde später durch die Rittner Seilbahn ersetzt.

Die Rittner Bahn ist eine schmalspurige Bahn in Südtirol auf dem Hochplateau über Bozen.

Heute fährt sie gemütlich von Ort zu Ort auf dem Berg.

Früher sah ihr Weg nach oben allerdings ganz anders aus, und darum geht es hier.

Rittner Bahn 2014 (4)
Foto: Smiley.toerist, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die Fakten in Zahlen

1907

Eröffnung

der Rittner Bahn

4099 m

Zahnstange

Länge des Zahnstangenteils

22,2 %

Steigung

im Durchschnitt

Der steile Zahnstangenabschnitt führte hinauf nach Maria Himmelfahrt.

Die kurze Antwort

Ja, die Behauptung stimmt.

Die Rittner Bahn überwand den Anstieg auf das Hochplateau früher mit einer Zahnstange.

Dieser steile Abschnitt begann im Tal und führte hinauf nach Maria Himmelfahrt.

Später wurde dieser Teil durch eine Seilbahn ersetzt.

Heute verkehrt die Bahn nur noch oben auf dem Plateau.

Rittner Bahn 2014 (6)
Foto: Smiley.toerist, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Eine Bahn in drei Abschnitten

Die Rittner Bahn wurde 1907 eröffnet und war von Anfang an elektrisch.

Sie ist meterspurig und liegt in Südtirol.

Historisch bestand sie aus drei sehr unterschiedlichen Abschnitten.

Im Tal gab es eine straßenbahnähnliche Trasse in Bozen.

Daran schloss der steile Zahnstangenabschnitt an, gefolgt von der ebeneren Strecke auf dem Hochplateau.

Gut zu wissen

Die heutige Rittner Bahn fährt nur noch oben auf dem Hochplateau; den steilen Anstieg übernimmt die Seilbahn.

Der frühere Zahnstangenabschnitt führte vom Tal hinauf nach Maria Himmelfahrt.

Der steile Zahnstangenabschnitt

Die eigentliche Steilstrecke war rund 4251 Meter lang.

Davon waren 4099 Meter mit einer Zahnstange ausgestattet.

Über diese Zahnstange zogen sich die Fahrzeuge den Hang hinauf.

Der Abschnitt war im Durchschnitt 22,2 Prozent steil.

Solche Neigungen sind nur mit Zahnradtechnik sicher zu bewältigen.

Warum man eine Zahnstange brauchte

Auf dem steilen Hang reichte die Reibung der Räder allein nicht aus.

Ein normaler Zug wäre dort weder sicher hinauf- noch hinuntergekommen.

Die Zahnstange zwischen den Schienen gab dem Fahrzeug festen Halt.

So konnte die Bahn den großen Höhenunterschied auf kurzer Strecke überwinden.

Diese Technik war die Voraussetzung dafür, das Plateau überhaupt mit der Bahn zu erreichen.

Der Weg zur Seilbahn

In den 1950er-Jahren übernahm ein neuer Eigentümer die Bahn.

Dieser prüfte, wie der steile Anstieg günstiger betrieben werden könnte.

Aus wirtschaftlichen Gründen entschied man sich schließlich gegen die alte Zahnradstrecke.

Stattdessen wurde eine kostengünstigere Luftseilbahn gebaut.

Damit war das Schicksal des Zahnstangenabschnitts besiegelt.

Was ersetzt wurde und was blieb

Die straßenbahnähnliche Trasse in Bozen wurde durch einen Busbetrieb ersetzt.

Der steile Zahnstangenabschnitt wich der neuen Rittner Seilbahn.

Erhalten blieb allein die Adhäsionsbahn oben auf dem Hochplateau.

Diese verkehrt weiterhin von Maria Himmelfahrt über Oberbozen nach Klobenstein.

So wurde aus einer dreiteiligen Bahn eine reine Plateaubahn.

Die Rittner Bahn heute

Die verbliebene Bahn ist heute eine gemütliche Nebenbahn auf dem Ritten.

Sie wird von den Südtiroler Transportstrukturen betrieben.

Als Linie 160 ist sie in den Verkehrsverbund Südtirol eingebunden.

Sie bedient insgesamt zehn Stationen auf dem Hochplateau.

Für den steilen Weg nach oben nutzen die Fahrgäste heute die Seilbahn.

Ein Stück Südtiroler Verkehrsgeschichte

Die Rittner Bahn erzählt, wie sich Verkehr über die Jahrzehnte wandelt.

Was einst mit einer Zahnstange begann, wird heute mit einer Seilbahn und einer Plateaubahn gelöst.

Die alten Abschnitte leben vor allem in Erinnerungen und Dokumenten weiter.

Die heutige Bahn ist dennoch eng mit ihrer Geschichte verbunden.

Ihr Weg zeigt, wie eine Strecke mit der Zeit gehen kann.

Das Fazit

Die Behauptung ist richtig: Die Rittner Bahn erklomm den Berg früher mit einer Zahnstange.

Der Zahnstangenabschnitt war rund 4099 Meter lang und im Schnitt 22,2 Prozent steil.

Er wurde später durch die Rittner Seilbahn ersetzt.

Der Mythos ist damit bestätigt und ein schönes Beispiel für den Wandel einer Bergbahn.

Warum die Bahn für das ganze Land zählt

Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.

Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.

Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.

Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.

Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.

So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.

Ein Blick in die Zukunft

Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.

Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.

Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.

Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.

Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.

So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.

Die Bahn und der Klimaschutz

Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.

Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.

Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.

Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.

Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.

Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.

Häufige Fragen

Hatte die Rittner Bahn wirklich eine Zahnstange?
Ja, der steile Anstieg auf das Plateau war über rund 4099 Meter mit einer Zahnstange ausgestattet.
Wie steil war dieser Abschnitt?
Er war im Durchschnitt etwa 22,2 Prozent steil.
Was geschah mit dem Zahnstangenabschnitt?
Er wurde durch die Rittner Seilbahn ersetzt.
Seit wann gibt es die Rittner Bahn?
Sie wurde 1907 eröffnet und war von Beginn an elektrisch.
Wie kommt man heute auf das Plateau?
Mit der Seilbahn; oben verkehrt dann die verbliebene Adhäsionsbahn.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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