Stimmt es, dass …?
„Leise summend gleitet das Bähnle von Bludenz nach Schruns, angetrieben vom Strom aus den Bergen des Montafons.“
Stimmt es, dass die Montafonerbahn von Anfang an mit eigenem Wasserkraftstrom fuhr?
→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.
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Kurz gesagt
Die Montafonerbahn erwarb schon 1904 ein eigenes Wasserkraftwerk und fuhr damit von Beginn an mit selbst erzeugtem Strom. Sie zählte zu den ersten elektrisch betriebenen Vollbahnen der damaligen Donaumonarchie.
Die Montafonerbahn verbindet Bludenz mit Schruns im österreichischen Vorarlberg.
Die Einheimischen nennen sie liebevoll das Bähnle.
Schon früh fuhr sie elektrisch mit Strom aus eigener Wasserkraft.

Die Fakten in Zahlen
1905
Eröffnung
Bludenz–Schruns
1904
Kraftwerkskauf
eigenes Litzkraftwerk
12,7 km
Streckenlänge
Stichbahn im Montafon
Die Werte stammen aus der Beschreibung der Bahn in der Wikipedia.
Worum es bei dem Mythos geht
Viele Bahnen beziehen ihren Strom aus einem großen, überregionalen Netz.
Von der Montafonerbahn heißt es, sie habe von Anfang an eigenen Wasserkraftstrom genutzt.
Das wäre für eine so kleine Bahn ungewöhnlich früh und eigenständig.
Ein Blick in ihre Geschichte gibt Auskunft.

Was wirklich stimmt
Die Montafonerbahn erwarb bereits 1904 ein eigenes Wasserkraftwerk.
Es handelte sich um das schon 1895 erbaute Litzkraftwerk.
Mit diesem Strom nahm die Bahn ihren elektrischen Betrieb auf.
Der Mythos vom eigenen Wasserkraftstrom trifft also zu.
Gut zu wissen
Eine Vollbahn ist eine Bahn für den allgemeinen öffentlichen Verkehr, im Unterschied etwa zu reinen Werk- oder Kleinbahnen.
Das Montafon ist ein Tal im Süden Vorarlbergs und bekannt für seine Wasserkraft und den Tourismus.
Eine der ersten elektrischen Vollbahnen
Die Montafonerbahn zählte zu den ersten elektrisch betriebenen Vollbahnen der damaligen Donaumonarchie.
Damit war sie ihrer Zeit deutlich voraus.
Während anderswo noch Dampf vorherrschte, fuhr hier schon der elektrische Zug.
Die eigene Wasserkraft machte diesen frühen Schritt möglich.
Warum Wasserkraft im Montafon naheliegt
Das Montafon ist ein Gebirgstal mit vielen Bächen und starkem Gefälle.
Solche Bedingungen eignen sich besonders gut für Wasserkraftwerke.
Der Strom aus den Bergen stand damit gleichsam vor der Haustür.
Für die Bahn war das eine günstige und verlässliche Quelle.
Die Entwicklung der Stromversorgung
Zunächst fuhr die Bahn mit Gleichstrom.
Im Jahr 1950 wurde die Spannung der Oberleitung von 650 auf 750 Volt erhöht.
Später stellte man die Strecke auf Wechselstrom mit 15 Kilovolt um.
Damit passte sich die Bahn schließlich an das übrige Netz an.
Die einzige Privatbahn Vorarlbergs
Die Montafonerbahn ist heute die einzige Privatbahn im Bundesland Vorarlberg.
Sie gehört einer eigenen Aktiengesellschaft.
Diese ist zugleich für die Strecke und für den Betrieb verantwortlich.
Damit steht die Bahn auf eigenen Beinen.
Das Bähnle im Alltag
Die Strecke ist gut zwölf Kilometer lang und verbindet Bludenz mit Schruns.
In Bludenz besteht Anschluss an die Arlbergbahn und weitere Strecken.
Heute fährt die Bahn als Linie der S-Bahn Vorarlberg.
Für das Tal ist sie eine wichtige Verbindung nach außen.
Warum die Geschichte besonders ist
Eine Bahn mit eigenem Kraftwerk war schon immer eine Seltenheit.
Die frühe Elektrifizierung macht die Montafonerbahn zu einem Pionier.
Ihre Verbindung von Verkehr und Energie ist bis heute bemerkenswert.
So erzählt die kleine Bahn ein großes Stück Technikgeschichte.
Das Fazit
Der Mythos stimmt.
Die Montafonerbahn kaufte 1904 ein eigenes Wasserkraftwerk und fuhr mit diesem Strom elektrisch.
Sie zählte zu den ersten elektrischen Vollbahnen der damaligen Monarchie.
Aus der frühen Verbindung von Bahn und Wasserkraft wurde ein Stück Vorarlberger Geschichte.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
