Stimmt es, dass …?
„Gute Nacht: Dieser Nachtzug fährt über deutsche Gleise, betrieben wird er aber längst von anderen.“
Stimmt es, dass die Deutsche Bahn keine eigenen Nachtzüge mehr betreibt?
→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.
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Kurz gesagt
Im Kern stimmt es: Die Deutsche Bahn gab ihre eigenen Nachtzüge Ende 2016 auf. Heute fahren vor allem die Nightjet-Züge der österreichischen Bahn über deutsche Gleise.
Ein eigenes Bett im Zug, Einschlafen in einer Stadt und Aufwachen in einer anderen: Das ist der Reiz des Nachtzugs.
Lange Zeit fuhr die Deutsche Bahn solche Züge unter eigenem Namen quer durch Europa.
Heute hört man dagegen fast nur noch von den Nachtzügen der österreichischen Bahn.
Ob die Deutsche Bahn wirklich keine eigenen Nachtzüge mehr betreibt, klärt dieser Mythos-Check.

Die Fakten in Zahlen
Dezember 2016
Ausstieg
Ende der eigenen DB-Nachtzüge
CityNightLine
alter Name
so hießen die DB-Nachtzüge
Nightjet
heute
Marke der österreichischen Bahn
Die österreichische Bahn kaufte sogar einen Teil der DB-Schlafwagen.
Was ein Nachtzug ist
Ein Nachtzug fährt über Nacht von einer Region in eine weit entfernte andere.
Die Fahrgäste können dabei in Sitzen, in Liegewagen oder in echten Schlafwagen ruhen.
Am Morgen ist man ausgeschlafen am Ziel, ohne einen ganzen Reisetag zu verlieren.
Gerade für weite Strecken ist das eine bequeme Alternative zum Flug.
Vielen gilt der Nachtzug als besonders entspannte Art zu reisen.

Die Nachtzüge der Deutschen Bahn
Die Deutsche Bahn bündelte ihre Nachtzüge lange unter dem Namen CityNightLine.
Diese Züge verbanden viele deutsche Städte mit Zielen im Ausland.
Über Jahre gehörten sie fest zum Bild des europäischen Fernverkehrs.
Doch Nachfrage und Wirtschaftlichkeit gerieten mit der Zeit unter Druck.
Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2016 stellte die Deutsche Bahn diesen Verkehr ein.
Damit endeten ihre klassischen eigenen Nachtzüge.
Gut zu wissen
Die Deutsche Bahn stellte ihre eigenen Nachtzüge unter dem Namen CityNightLine Ende 2016 ein.
Die österreichische Bahn übernahm viele Linien und fährt sie seither als Nightjet.
Die österreichische Bahn übernahm
Nach dem Rückzug der Deutschen Bahn sprang die österreichische Bahn ein.
Sie übernahm einen großen Teil der bisherigen Linien.
Dafür kaufte sie sogar einen Teil der Schlaf- und Liegewagen der DB.
Seither fahren diese Züge unter dem Markennamen Nightjet.
Viele frühere deutsche Nachtzugstrecken leben so weiter.
Nur der Betreiber hat sich geändert.
Was heute gilt
Die Deutsche Bahn betreibt bis heute keine eigene klassische Nachtzugflotte.
Auf ihrem Netz und in ihren Bahnhöfen fahren aber weiter Nachtzüge.
Diese kommen vor allem von der österreichischen Bahn und anderen Partnern.
Bei einzelnen Verbindungen arbeitet die Deutsche Bahn wieder mit.
Ein eigenes großes Nachtzugnetz hat sie aber nicht mehr aufgebaut.
Warum die Bahn ausstieg
Nachtzüge sind aufwendig im Betrieb und binden viele Wagen.
Die alten Fahrzeuge waren zudem in die Jahre gekommen.
Die Deutsche Bahn setzte lieber auf schnelle Verbindungen am Tag.
Kritiker bemängelten diesen Rückzug allerdings sehr deutlich.
Sie sahen darin einen Verlust für umweltfreundliches Reisen.
Die Rückkehr der Idee
In den letzten Jahren wuchs das Interesse am Nachtzug wieder.
Viele Menschen möchten weite Strecken bewusst ohne Flug zurücklegen.
Die österreichische Bahn baute ihr Nightjet-Netz deshalb weiter aus.
Auch neue Verbindungen quer durch Europa kamen hinzu.
Der Nachtzug erlebt so eine kleine Wiedergeburt.
Was das für Reisende heißt
Wer heute mit dem Nachtzug fahren will, findet weiter ein Angebot.
Die Fahrkarten laufen aber oft über die österreichische Bahn.
Buchen lässt sich das meist trotzdem bequem im gewohnten Reiseportal.
Die Züge halten weiterhin an vielen deutschen Bahnhöfen.
Für den Fahrgast bleibt das Nachtzugerlebnis damit erhalten.
Was oft verwechselt wird
Manche glauben, es gebe gar keine Nachtzüge mehr in Deutschland.
Das ist ein Irrtum, denn sie fahren weiter über deutsche Gleise.
Nur betreibt sie eben nicht mehr die Deutsche Bahn selbst.
Der Unterschied liegt also beim Betreiber, nicht beim Angebot.
Nachtzug fahren ist in Deutschland weiter gut möglich.
Das Fazit
Die Behauptung stimmt im Kern.
Die Deutsche Bahn gab ihre eigenen Nachtzüge Ende 2016 auf.
Heute fahren vor allem die Nightjet-Züge der österreichischen Bahn über deutsche Gleise.
Bei einzelnen Verbindungen wirkt die Deutsche Bahn aber wieder mit.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
Warum sich der Blick aufs Detail lohnt
Der Bahnbetrieb steckt voller kleiner Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt.
Und doch hängt der reibungslose Ablauf oft genau an diesen Kleinigkeiten.
Ein einziges Bauteil kann darüber entscheiden, ob ein Zug rollt oder steht.
Wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Alltag eine erstaunlich feine Technik.
Dieses Zusammenspiel unzähliger Teile ist die eigentliche Leistung der Bahn.
Es lohnt sich, dem scheinbar Selbstverständlichen einmal Beachtung zu schenken.
