Stimmt es, dass die Borkumer Kleinbahn eine besonders schmale Spurweite hat?

Stimmt es, dass …?

„Am Anleger wartet ein kleiner Zug auf schmaler Spur, der die Gäste quer über die Insel bringt.“

Stimmt es, dass die Borkumer Kleinbahn eine besonders schmale Spurweite hat?

→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.

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Kurz gesagt

Die Borkumer Kleinbahn fährt mit einer Spurweite von 900 Millimetern und ist damit deutlich schmaler als normale Eisenbahnen. Diese schmale Spur passt gut zu einer kleinen Inselbahn.

Borkum ist die größte der ostfriesischen Inseln.

Eine kleine Bahn verbindet dort den Anleger der Schiffe mit dem Ort.

Diese Borkumer Kleinbahn fährt auf einer auffallend schmalen Spur.

Borkum, Betriebshof der Borkumer Kleinbahn, Triebwagen 2020 2940
Foto: Dietmar Rabich, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die Fakten in Zahlen

900 mm

Spurweite

Schmalspur

1879

Pferdebahn

erste Gleise

1902

Aktiengesellschaft

Gründung

Die Werte stammen aus der Beschreibung der Bahn in der Wikipedia.

Worum es bei dem Mythos geht

Die meisten Eisenbahnen in Deutschland fahren auf der Normalspur von 1435 Millimetern.

Von der Borkumer Kleinbahn heißt es, sie fahre auf einer viel schmaleren Spur.

Das würde zu ihrem Namen und ihrer Rolle als Inselbahn passen.

Ein Blick auf die Daten gibt darüber Auskunft.

Dampflok Borkum 2
Foto: Reinhard Dietrich, CC0, via Wikimedia Commons

Was wirklich stimmt

Die Borkumer Kleinbahn ist eine Schmalspurbahn mit einer Spurweite von 900 Millimetern.

Damit liegt sie unter der Meterspur von 1000 Millimetern.

Von der Normalspur ist sie noch deutlich weiter entfernt.

Der Mythos von der besonders schmalen Spur trifft also zu.

Gut zu wissen

Zum Vergleich: Die Normalspur misst 1435 Millimeter, die weit verbreitete Meterspur 1000 Millimeter, die Borkumer Bahn nur 900 Millimeter.

Schmalspurbahnen waren vor allem dort beliebt, wo Platz, Gelände oder Kosten gegen eine große Bahn sprachen.

Warum eine Insel eine schmale Bahn baute

Eine schmale Spur ist günstiger im Bau und kommt mit engeren Kurven aus.

Für eine kleine Insel mit begrenztem Platz war das eine sinnvolle Wahl.

So konnte die Bahn flexibel durch das Inselland geführt werden.

Die schmale Spur blieb über die Jahrzehnte erhalten.

Von der Pferdebahn zur Inselbahn

Schon 1879 entstand auf Borkum eine Pferdebahn in der Spurweite von 900 Millimetern.

Sie diente zunächst dem Transport von Baumaterial für den neuen Leuchtturm.

Später wurde daraus eine richtige Eisenbahn für Gäste und Güter.

Die schmale Spur der ersten Jahre blieb dabei bestehen.

Eine eigene Aktiengesellschaft

Im Jahr 1902 wurde eine Aktiengesellschaft für die Bahn gegründet.

Sie trug den Namen Borkumer Kleinbahn- und Dampfschiffahrt-Aktiengesellschaft.

Damit gehörten Bahn und Schiffsverkehr unter ein gemeinsames Dach.

Die Insel war so durchgehend an das Festland angebunden.

Die Bahn in der Zeit der Seefestung

Borkum erhielt Anfang des 20. Jahrhunderts den Status einer Seefestung.

Die Kaiserliche Marine errichtete zahlreiche militärische Anlagen auf der Insel.

Viele davon wurden an das schmale Gleisnetz angeschlossen.

Die Kleinbahn übernahm damit auch militärische Transporte.

Was Kleinbahn eigentlich bedeutet

Der Begriff Kleinbahn stammt aus dem frühen Eisenbahnrecht.

Er bezeichnete Bahnen von örtlicher Bedeutung mit vereinfachten Regeln.

Die Borkumer Bahn ist heute eine Nebenbahn, nennt sich aber weiterhin Kleinbahn.

Der alte Name blieb als Teil ihrer Geschichte erhalten.

Die Bahn als Teil der Inselreise

Für viele Gäste beginnt der Urlaub mit der Fahrt vom Anleger in den Ort.

Die schmale Bahn gehört damit fest zum Bild der Insel.

Sie verbindet Ankunft, Ort und Strand auf überschaubarer Strecke.

So bleibt die kleine Spur im Gedächtnis der Reisenden.

Das Fazit

Der Mythos stimmt.

Die Borkumer Kleinbahn fährt mit einer Spurweite von 900 Millimetern.

Sie ist damit schmaler als Meter- und Normalspur und somit eine besonders schmale Bahn.

Ihre Geschichte reicht von der Pferdebahn bis zur heutigen Inselbahn.

Ein Blick in die Zukunft

Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.

Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.

Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.

Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.

Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.

So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.

Die Bahn und der Klimaschutz

Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.

Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.

Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.

Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.

Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.

Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.

Warum sich der Blick aufs Detail lohnt

Der Bahnbetrieb steckt voller kleiner Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt.

Und doch hängt der reibungslose Ablauf oft genau an diesen Kleinigkeiten.

Ein einziges Bauteil kann darüber entscheiden, ob ein Zug rollt oder steht.

Wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Alltag eine erstaunlich feine Technik.

Dieses Zusammenspiel unzähliger Teile ist die eigentliche Leistung der Bahn.

Es lohnt sich, dem scheinbar Selbstverständlichen einmal Beachtung zu schenken.

Häufige Fragen

Welche Spurweite hat die Borkumer Kleinbahn?
Sie fährt mit einer Spurweite von 900 Millimetern und ist damit eine Schmalspurbahn.
Ist das schmaler als normale Bahnen?
Ja, deutlich: Die Normalspur misst 1435 Millimeter, die Borkumer Bahn nur 900 Millimeter.
Wie alt ist die Bahn?
Erste Gleise entstanden schon 1879 als Pferdebahn, 1902 folgte eine eigene Aktiengesellschaft.
Warum heißt sie Kleinbahn?
Der Begriff stammt aus dem alten Eisenbahnrecht; heute ist sie eine Nebenbahn, behält den Namen aber bei.
Was verbindet die Bahn?
Sie bringt Reisende und Güter vom Anleger der Schiffe quer über die Insel bis in den Ort.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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