Stimmt es, dass der Libanon früher Eisenbahnen hatte?

Stimmt es, dass …?

„Endstation Beirut: Hier fuhren einst Züge über das Gebirge bis nach Damaskus.“

Stimmt es, dass der Libanon früher Eisenbahnen hatte?

→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.

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Kurz gesagt

Die Behauptung stimmt: Der Libanon hatte einst ein Eisenbahnnetz, das 1895 bis Beirut reichte. Heute ist davon kaum mehr als Ruinen und stehengebliebene Loks übrig.

Heute verbindet man den Libanon kaum mit Eisenbahnen.

Doch das war nicht immer so, denn einst fuhren hier Züge.

Dieser Beitrag prüft, ob der Libanon früher ein eigenes Bahnnetz hatte.

International trains from Belgium in 1933 going SouthEast
Foto: Onbekend/inconnue. Uitgegeven door de Belgische sp, Public domain, via Wikimedia Commons

Die Fakten in Zahlen

1895

Beirut–Damaskus

erste große Strecke

ca. 408 km

Höchststand

des Netzes

1997

letzter Verkehr

regelmäßige Züge

Am Bau waren vor allem französische Gesellschaften beteiligt.

Ein fast vergessenes Netz

Wer heute durch den Libanon reist, sieht keine fahrenden Züge mehr.

Umso überraschender ist, dass das Land einst ein richtiges Bahnnetz besaß.

Es entstand im späten 19. Jahrhundert, als die Region zum Osmanischen Reich gehörte.

Am Bau waren vor allem französische Gesellschaften beteiligt.

Über Jahrzehnte prägten Schienen und Bahnhöfe das Land.

GG1 in Lebanon Station
Foto: Fire3761 at English Wikipedia, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die Strecke über das Gebirge

Die bekannteste Linie verband Beirut mit Damaskus im heutigen Syrien.

Dafür musste die Bahn das hohe Libanongebirge überqueren.

1895 erreichte diese Strecke die Küstenstadt Beirut.

Sie war technisch anspruchsvoll und galt als Meisterleistung ihrer Zeit.

Reisende konnten so erstmals bequem zwischen Küste und Hinterland pendeln.

Die Fahrt über die Berge war ein Erlebnis für sich.

Gut zu wissen

Ein geplantes Comeback der Bahn wird seit Jahren diskutiert; konkrete Strecken sind bislang nicht wieder in Betrieb gegangen.

Die Angaben in diesem Beitrag stützen sich auf den Wikipedia-Artikel zum Schienenverkehr im Libanon (Stand 2025).

Eine Bahn entlang der Küste

Neben der Gebirgsstrecke gab es eine Linie entlang der Mittelmeerküste.

Diese Küstenbahn nahm ebenfalls 1895 ihren Betrieb auf.

Sie war in einer schmalen Spur von 1050 Millimetern gebaut.

Bis 1908 reichte sie bis in den Ort Maameltein.

So wuchs allmählich ein zusammenhängendes Netz.

Anschluss nach Norden und Osten

Von einem Knotenpunkt namens Riyaq führten weitere Strecken ins Umland.

Ab 1902 entstand eine Verbindung in Richtung Baalbek und weiter nach Aleppo.

1911 erreichte eine Linie von Tripoli die syrische Stadt Homs.

Der Libanon war damit Teil eines größeren Bahnnetzes im Nahen Osten.

Die Schiene verband Häfen, Städte und das Hinterland.

Eine Bahn für den Krieg

Im Zweiten Weltkrieg kam eine weitere Strecke hinzu.

Die Briten bauten eine Linie von Haifa über Beirut bis Tripoli.

Sie war in der breiteren Normalspur angelegt.

Für den zivilen Verkehr wurde sie allerdings kaum genutzt.

Ihre Bedeutung blieb vor allem militärisch.

Niedergang im Bürgerkrieg

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts geriet die Bahn in die Krise.

Der lange Bürgerkrieg im Land setzte dem Netz schwer zu.

Gleise wurden zerstört, Anlagen beschädigt und Material verkauft.

Die Strecke von Beirut nach Damaskus wurde 1976 geschlossen.

Nach und nach kam der Verkehr fast überall zum Erliegen.

Aus einem lebendigen Netz wurde ein Trümmerfeld.

Die letzten Züge

Noch 1993 gab es einen kurzen Pendelverkehr nördlich von Beirut.

Die allerletzten regelmäßigen Fahrten endeten 1997.

Dabei handelte es sich um Züge, die Zement von einer Fabrik zur Stadt brachten.

Danach stand der Betrieb endgültig still.

Seitdem rollt im Libanon kein planmäßiger Zug mehr.

Was heute übrig ist

Von der alten Bahn sind vor allem Ruinen geblieben.

An mehreren Orten rosten Lokomotiven auf stillgelegten Gleisen vor sich hin.

Alte Bahnhöfe in Beirut, Baalbek und Bhamdoun erinnern an die Vergangenheit.

Einige der alten Triebwagen gingen in den Kriegsjahren verloren.

Immer wieder gibt es Ideen, Teile des Netzes wiederzubeleben.

Verwirklicht wurde davon bisher jedoch nichts.

Das Fazit

Die Behauptung stimmt.

Der Libanon hatte einst ein richtiges Eisenbahnnetz mit mehreren Strecken.

In seiner Blütezeit umfasste es rund 408 Kilometer.

Im Bürgerkrieg verfiel die Bahn, 1997 endete der letzte regelmäßige Verkehr.

Die Erinnerung an die libanesische Eisenbahn ist also mehr als ein Gerücht.

Der Zug als umweltfreundliche Wahl

Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.

Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.

Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.

Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.

Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.

So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.

Warum Verlässlichkeit so wichtig ist

Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.

Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.

Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.

Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.

Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.

Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.

Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet

Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.

Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.

Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.

Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.

Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.

So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.

Häufige Fragen

Hatte der Libanon wirklich Eisenbahnen?
Ja, ab dem späten 19. Jahrhundert, unter anderem von Beirut nach Damaskus.
Wann fuhr der erste große Zug?
Die Strecke Beirut–Damaskus erreichte 1895 die Küste.
Wie groß war das Netz?
In seiner Blütezeit umfasste es rund 408 Kilometer.
Warum verschwand die Bahn?
Vor allem der Bürgerkrieg zerstörte das Netz; 1997 endete der letzte Verkehr.
Fährt heute noch ein Zug?
Nein, planmäßige Züge gibt es nicht mehr; es bleiben Ruinen und Pläne.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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