Stimmt es, dass Autos auf einem Zug durch den Ärmelkanal fahren?

Stimmt es, dass …?

„Willkommen an Bord des Autozugs, bleiben Sie in Ihrem Fahrzeug, in gut einer halben Stunde erreichen wir die andere Seite des Kanals.“

Stimmt es, dass Autos auf einem Zug durch den Ärmelkanal fahren?

→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.

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Kurz gesagt

Ja, das stimmt: Durch den Eurotunnel fahren Autos auf speziellen Le-Shuttle-Zügen unter dem Ärmelkanal hindurch. Die Fahrzeuge werden auf die Züge geladen, die Reisenden bleiben dabei bei ihrem Auto.

Zwischen England und Frankreich liegt der Ärmelkanal, eine vielbefahrene Meerenge.

Wer mit dem Auto hinüber will, muss aber nicht zwingend auf eine Fähre.

Es geht auch unter dem Wasser hindurch, und zwar auf der Schiene.

Channel Tunnel car shuttle at Folkestone
Foto: Tony Hisgett, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Die Fakten in Zahlen

50 km

Tunnellänge

davon 38 km unter dem Meer

1994

Eröffnung

zwischen Folkestone und Coquelles

Le Shuttle

Autozug

transportiert Fahrzeuge durch den Tunnel

Mit 38 Kilometern unter der Meerenge hat der Tunnel den längsten Unterwasser-Abschnitt der Welt.

Der Mythos auf dem Prüfstand

Die Behauptung ist richtig und beschreibt eine der bekanntesten Bahnverbindungen Europas.

Durch den Eurotunnel fahren tatsächlich Autos auf eigenen Zügen.

Die Fahrzeuge rollen dafür in große Waggons hinein.

So reist das Auto auf der Schiene unter dem Meer hindurch.

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Foto: The original uploader was Tambo at Hungarian Wikip, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Der Tunnel unter dem Meer

Der Eurotunnel, auch Kanaltunnel genannt, ist rund 50 Kilometer lang.

Davon verlaufen etwa 38 Kilometer unter der Straße von Dover.

Damit besitzt er den längsten Unterwasser-Abschnitt aller Tunnel der Welt.

Er verbindet Folkestone in England mit Coquelles nahe Calais in Frankreich.

Gut zu wissen

Der Eurotunnel ist ein rund 50 Kilometer langer Eisenbahntunnel zwischen Folkestone und Coquelles, von dem etwa 38 Kilometer unter dem Meer verlaufen, der längste Unterwasser-Abschnitt der Welt.

Das Unternehmen Le Shuttle betreibt die Pendelzüge für Fahrzeuge, während Eurostar-Züge den schnellen Personenverkehr zwischen den Großstädten übernehmen.

Le Shuttle für Fahrzeuge

Den Transport der Fahrzeuge übernimmt das Unternehmen Le Shuttle.

Es betreibt die Pendelzüge für Kraftfahrzeuge durch den Tunnel.

Diese Züge sind eigens für Autos, Busse und Lastwagen gebaut.

Seit der Eröffnung 1994 verkehren sie regelmäßig in beide Richtungen.

Autofahren auf der Schiene

Am Terminal fährt man sein Auto einfach in die großen Waggons.

Dort steht es sicher und gut gesichert für die Fahrt.

Der Zug setzt sich in Bewegung und taucht in den Tunnel ein.

Das eigene Auto reist dabei die ganze Zeit auf dem Zug mit.

Im Fahrzeug bleiben

Anders als auf vielen Fähren bleiben die Reisenden bei ihrem Fahrzeug.

Sie sitzen während der kurzen Fahrt im oder am eigenen Auto.

Der Aufenthalt im Tunnel dauert nur einen Bruchteil einer Fährüberfahrt.

So wird die Querung besonders schnell und unkompliziert.

In gut einer halben Stunde

Die eigentliche Fahrt unter dem Kanal ist erstaunlich kurz.

In etwa einer halben Stunde erreicht man die andere Seite.

Eine Schiffsüberfahrt dauert deutlich länger als die Fahrt durch den Tunnel.

Genau diese Schnelligkeit war das große Versprechen des Projekts.

Drei Röhren für die Sicherheit

Der Tunnel besteht aus zwei eingleisigen Fahrtunneln.

Dazwischen liegt ein schmaler Servicetunnel.

Dieser dient der Wartung und im Notfall der Rettung.

Diese Aufteilung macht den Eurotunnel besonders sicher.

Mehr als nur Autos

Durch den Tunnel fahren nicht nur die Autozüge.

Auch schnelle Eurostar-Züge verbinden die großen Städte beiderseits des Kanals.

Daneben rollen Güterzüge und Lastwagen-Shuttle durch die Röhren.

Der Tunnel ist damit eine der wichtigsten Verkehrsadern Europas.

Das Fazit

Die Antwort lautet eindeutig: Ja, Autos fahren auf Zügen durch den Ärmelkanal.

Die Le-Shuttle-Züge befördern die Fahrzeuge durch den Eurotunnel.

Der 50 Kilometer lange Tunnel hat den längsten Unterwasser-Abschnitt der Welt.

Der Mythos stimmt und beschreibt eine einzigartige Reise unter dem Meer.

Der Zug als umweltfreundliche Wahl

Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.

Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.

Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.

Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.

Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.

So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.

Von der Dampflok bis heute

Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.

Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.

Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.

Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.

Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.

Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.

Kleine Dinge, große Wirkung

Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.

Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.

Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.

In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.

Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.

So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.

Häufige Fragen

Fahren Autos wirklich auf der Schiene durch den Kanal?
Ja, sie werden auf Le-Shuttle-Zügen durch den Eurotunnel unter dem Ärmelkanal transportiert.
Wie lang ist der Eurotunnel?
Er ist rund 50 Kilometer lang, davon etwa 38 Kilometer unter dem Meer.
Muss man aus dem Auto aussteigen?
Nein, die Reisenden bleiben während der kurzen Fahrt bei ihrem Fahrzeug.
Wie lange dauert die Fahrt?
Die eigentliche Fahrt unter dem Kanal dauert nur etwa eine halbe Stunde.
Wann wurde der Tunnel eröffnet?
Der Eurotunnel wurde im Jahr 1994 eröffnet.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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