Stimmt es, dass …?
„Willkommen an Bord des Autozugs, bleiben Sie in Ihrem Fahrzeug, in gut einer halben Stunde erreichen wir die andere Seite des Kanals.“
Stimmt es, dass Autos auf einem Zug durch den Ärmelkanal fahren?
→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.
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Kurz gesagt
Ja, das stimmt: Durch den Eurotunnel fahren Autos auf speziellen Le-Shuttle-Zügen unter dem Ärmelkanal hindurch. Die Fahrzeuge werden auf die Züge geladen, die Reisenden bleiben dabei bei ihrem Auto.
Zwischen England und Frankreich liegt der Ärmelkanal, eine vielbefahrene Meerenge.
Wer mit dem Auto hinüber will, muss aber nicht zwingend auf eine Fähre.
Es geht auch unter dem Wasser hindurch, und zwar auf der Schiene.

Die Fakten in Zahlen
50 km
Tunnellänge
davon 38 km unter dem Meer
1994
Eröffnung
zwischen Folkestone und Coquelles
Le Shuttle
Autozug
transportiert Fahrzeuge durch den Tunnel
Mit 38 Kilometern unter der Meerenge hat der Tunnel den längsten Unterwasser-Abschnitt der Welt.
Der Mythos auf dem Prüfstand
Die Behauptung ist richtig und beschreibt eine der bekanntesten Bahnverbindungen Europas.
Durch den Eurotunnel fahren tatsächlich Autos auf eigenen Zügen.
Die Fahrzeuge rollen dafür in große Waggons hinein.
So reist das Auto auf der Schiene unter dem Meer hindurch.

Der Tunnel unter dem Meer
Der Eurotunnel, auch Kanaltunnel genannt, ist rund 50 Kilometer lang.
Davon verlaufen etwa 38 Kilometer unter der Straße von Dover.
Damit besitzt er den längsten Unterwasser-Abschnitt aller Tunnel der Welt.
Er verbindet Folkestone in England mit Coquelles nahe Calais in Frankreich.
Gut zu wissen
Der Eurotunnel ist ein rund 50 Kilometer langer Eisenbahntunnel zwischen Folkestone und Coquelles, von dem etwa 38 Kilometer unter dem Meer verlaufen, der längste Unterwasser-Abschnitt der Welt.
Das Unternehmen Le Shuttle betreibt die Pendelzüge für Fahrzeuge, während Eurostar-Züge den schnellen Personenverkehr zwischen den Großstädten übernehmen.
Le Shuttle für Fahrzeuge
Den Transport der Fahrzeuge übernimmt das Unternehmen Le Shuttle.
Es betreibt die Pendelzüge für Kraftfahrzeuge durch den Tunnel.
Diese Züge sind eigens für Autos, Busse und Lastwagen gebaut.
Seit der Eröffnung 1994 verkehren sie regelmäßig in beide Richtungen.
Autofahren auf der Schiene
Am Terminal fährt man sein Auto einfach in die großen Waggons.
Dort steht es sicher und gut gesichert für die Fahrt.
Der Zug setzt sich in Bewegung und taucht in den Tunnel ein.
Das eigene Auto reist dabei die ganze Zeit auf dem Zug mit.
Im Fahrzeug bleiben
Anders als auf vielen Fähren bleiben die Reisenden bei ihrem Fahrzeug.
Sie sitzen während der kurzen Fahrt im oder am eigenen Auto.
Der Aufenthalt im Tunnel dauert nur einen Bruchteil einer Fährüberfahrt.
So wird die Querung besonders schnell und unkompliziert.
In gut einer halben Stunde
Die eigentliche Fahrt unter dem Kanal ist erstaunlich kurz.
In etwa einer halben Stunde erreicht man die andere Seite.
Eine Schiffsüberfahrt dauert deutlich länger als die Fahrt durch den Tunnel.
Genau diese Schnelligkeit war das große Versprechen des Projekts.
Drei Röhren für die Sicherheit
Der Tunnel besteht aus zwei eingleisigen Fahrtunneln.
Dazwischen liegt ein schmaler Servicetunnel.
Dieser dient der Wartung und im Notfall der Rettung.
Diese Aufteilung macht den Eurotunnel besonders sicher.
Mehr als nur Autos
Durch den Tunnel fahren nicht nur die Autozüge.
Auch schnelle Eurostar-Züge verbinden die großen Städte beiderseits des Kanals.
Daneben rollen Güterzüge und Lastwagen-Shuttle durch die Röhren.
Der Tunnel ist damit eine der wichtigsten Verkehrsadern Europas.
Das Fazit
Die Antwort lautet eindeutig: Ja, Autos fahren auf Zügen durch den Ärmelkanal.
Die Le-Shuttle-Züge befördern die Fahrzeuge durch den Eurotunnel.
Der 50 Kilometer lange Tunnel hat den längsten Unterwasser-Abschnitt der Welt.
Der Mythos stimmt und beschreibt eine einzigartige Reise unter dem Meer.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
