Stimmt es, dass …?
„Nächster Halt Thane: Asiens erste Eisenbahn startete 1853 in Bombay.“
Stimmt es, dass Asiens erste Eisenbahn 1853 bei Bombay fuhr?
→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.
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Kurz gesagt
Ja, das stimmt. Asiens erste Eisenbahn fuhr 1853 von Bombay nach Thane, betrieben von der Great Indian Peninsula Railway.
Die Eisenbahn gilt als europäische und vor allem englische Erfindung.
Doch schon früh erreichte die neue Technik auch andere Kontinente.
In Asien begann alles mit einer kurzen Strecke nahe der Hafenstadt Bombay.

Die Fakten in Zahlen
1853
Eröffnung
erste Strecke bei Bombay
rund 34 km
Länge
Bombay–Thane
1676 mm
Spurweite
indische Breitspur
Es war die erste Eisenbahn Indiens und zugleich die erste ganz Asiens.
Die Behauptung im Überblick
Die Behauptung lautet, dass Asiens erste Eisenbahn 1853 in der Nähe von Bombay fuhr.
Gemeint ist die Strecke von Bombay zum rund 34 Kilometer entfernten Thane.
Die Geschichtsschreibung bestätigt diese Aussage.
Mit dieser Linie begann der Schienenverkehr auf dem gesamten asiatischen Kontinent.

Von Bombay nach Thane
Die erste indische Eisenbahnstrecke wurde 1853 eröffnet.
Sie führte von Bombay, dem heutigen Mumbai, in den Vorort Thane.
Die Strecke war etwa 34 Kilometer lang.
Für die feierliche Erstfahrt spannte man gleich mehrere Dampflokomotiven vor den Zug.
Tausende Menschen sollen das Ereignis am Straßenrand verfolgt haben.
Gut zu wissen
Indien nutzt für seine großen Fernstrecken eine Breitspur von 1676 Millimetern, breiter als fast überall sonst auf der Welt.
Der Ausgangsbahnhof in Bombay entwickelte sich später zu einem der prächtigsten Bahnhofsgebäude des Landes.
Die erste Eisenbahngesellschaft Asiens
Betrieben wurde die Linie von der Great Indian Peninsula Railway.
Diese Gesellschaft gilt als die erste Eisenbahngesellschaft Asiens.
Ihr Sitz lag am Bahnhof Boree Bunder mitten in Bombay.
Von dort aus wuchs später eines der größten Bahnnetze der Welt.
Die Gesellschaft war ein Vorläufer der heutigen Central Railway Indiens.
Die besonders breite indische Spur
Indien wählte für seine Bahnen eine ungewöhnlich breite Spurweite.
Sie misst 1676 Millimeter, also deutlich mehr als die europäische Normalspur.
Diese Breitspur prägt bis heute die großen Fernstrecken des Landes.
Die breite Spur gibt den Zügen einen ruhigen und stabilen Lauf.
Bis heute spurt Indien kleinere Strecken auf dieses breite Maß um.
Warum Indien so früh eine Bahn bekam
Indien stand damals unter britischer Herrschaft.
Die Kolonialmacht wollte Häfen, Städte und Anbaugebiete verbinden.
Baumwolle und andere Waren sollten schneller an die Küste gelangen.
Auch Verwaltung und Militär versprachen sich viel von schnellen Verbindungen.
So entstand das Netz zunächst von den großen Hafenstädten aus.
Wie das Netz über den Subkontinent wuchs
Von Bombay aus dehnte sich die Great Indian Peninsula Railway immer weiter aus.
Von Kalkutta aus baute eine andere Gesellschaft in Richtung Delhi.
Delhi wurde auf diesem Weg 1864 erreicht.
Weitere Bahnen entstanden rund um Madras und im Nordwesten.
Innerhalb weniger Jahrzehnte überzog die Schiene den ganzen Subkontinent.
Vom Dampf zum elektrischen Betrieb
Lange fuhren die indischen Züge mit Dampf.
Die Elektrifizierung begann 1925 im Raum Bombay.
Die ersten elektrischen Züge fuhren dort mit Gleichspannung.
Später stellte Indien das ganze Land auf ein einheitliches Wechselstromsystem um.
Heute ist ein großer Teil der Hauptstrecken elektrisch befahren.
Indiens Eisenbahn heute
Aus der kleinen Strecke von 1853 wurde ein gewaltiges Netz.
Indische Bahnen gehören heute zu den größten Eisenbahnen der Welt.
Sie befördern täglich viele Millionen Menschen.
Für viele Reisende ist der Zug das wichtigste Fernverkehrsmittel.
Die Wurzeln dieses Systems reichen bis zur Fahrt nach Thane zurück.
Der Startpunkt mitten in Bombay
Ausgangspunkt der ersten Fahrt war der Bahnhof Boree Bunder.
Später entstand an dieser Stelle ein prächtiger, großer Kopfbahnhof.
Er wurde zu einem der bekanntesten Bauwerke der Stadt.
Bis heute ist der Ort ein belebter Knoten im Nahverkehr von Mumbai.
Von diesem Punkt nahm Asiens Schienenverkehr seinen Anfang.
Was oft verwechselt wird
Die allererste öffentliche Eisenbahn der Welt fuhr nicht in Asien, sondern in England.
Dort startete der Betrieb bereits in den 1820er Jahren.
Asien folgte erst rund drei Jahrzehnte später mit der Strecke bei Bombay.
Die indische Linie war also nicht die erste der Welt, aber die erste des Kontinents.
Genau das macht ihre besondere Stellung in der Geschichte aus.
Das Fazit
Die Behauptung stimmt.
Asiens erste Eisenbahn fuhr 1853 von Bombay nach Thane.
Betreiber war die Great Indian Peninsula Railway, die erste Bahngesellschaft des Kontinents.
Von dieser kurzen Strecke wuchs eines der größten Bahnnetze der Welt.
Ein klares Ja für diesen Mythos.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
