Stimmt es, dass …?
„Ein Blick auf die Uhr – und plötzlich sieht das Handy aus wie ein Schweizer Bahnsteig.“
Stimmt es, dass Apple das Design der Schweizer Bahnhofsuhr übernahm?
→ Ein Mythos auf dem Prüfstand.
Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Stimmt es, dass …?
Kurz gesagt
Apple nutzte 2012 das Design der Schweizer Bahnhofsuhr auf iPhone und iPad und zahlte dafür an die Bahn. Der Mythos stimmt, nach Presseberichten waren es rund 20 Millionen Franken.
Im Jahr 2012 entdeckten Nutzer eines iPhones eine seltsam vertraute Uhr auf ihrem Bildschirm.
Der klare weiße Kreis mit dem roten Sekundenzeiger erinnerte an einen Schweizer Bahnsteig.
Das war kein Zufall, sondern ein Griff zu einem berühmten Vorbild.

Die Fakten in Zahlen
1944
entworfen
von Hans Hilfiker für die SBB
2012
auf dem iPhone
mit dem System iOS 6
rund 20 Mio.
Franken Lizenz
nach Presseberichten
Mit dem folgenden System iOS 7 verzichtete Apple im Jahr 2013 wieder auf das Design.
Eine Uhr, die plötzlich auf dem Handy war
Viele Besitzer eines iPhones stutzten im Jahr 2012 beim Blick auf die Uhrzeit.
Das Zifferblatt sah aus wie an einem Schweizer Bahnhof.
Ein weißer Kreis, schwarze Balken und ein roter Sekundenzeiger prägten das Bild.
Damit war ein echtes Designvorbild auf Millionen Geräten gelandet.

Das Original stammt aus der Schweiz
Die Schweizer Bahnhofsuhr wurde im Jahr 1944 entworfen.
Ihr Gestalter war der Ingenieur Hans Hilfiker im Auftrag der Schweizerischen Bundesbahnen.
Sein Ziel war eine Uhr, die man aus großer Entfernung sofort ablesen kann.
Die klare Form wurde schnell zu einem Wahrzeichen des Schweizer Bahnwesens.
Gut zu wissen
Die genaue Höhe der Lizenzgebühr beruht auf Medienberichten und wurde von den Beteiligten nie offiziell bekannt gegeben.
Der rote Sekundenzeiger mit der kurzen Pause wurde später auch von anderen Bahnen übernommen.
Der berühmte rote Sekundenzeiger
Einige Jahre später kam ein roter Sekundenzeiger in Form einer kleinen Kelle hinzu.
Er erinnert an das Signal, mit dem ein Bahnhofsvorstand einen Zug abfahren lässt.
An vielen Uhren hält dieser Zeiger am oberen Punkt kurz an.
Diese kleine Pause bringt Ruhe in die letzte Minute vor der Abfahrt.
Was Apple 2012 tat
Mit dem Betriebssystem iOS 6 führte Apple 2012 eine neue Uhr-Anzeige ein.
Sie glich der Schweizer Bahnhofsuhr bis ins Detail.
So erschien das bekannte Zifferblatt auf iPhone und iPad.
In der Schweiz fiel die Ähnlichkeit sofort auf.
Die Sache mit der Lizenz
Die Schweizerischen Bundesbahnen halten die Rechte an dem Design.
Nach dem Auftauchen der Uhr einigten sich beide Seiten auf eine Lizenz.
Nach Presseberichten soll Apple dafür rund 20 Millionen Franken gezahlt haben.
Die genaue Summe wurde offiziell allerdings nie bestätigt.
Ein Jahr später wieder verschwunden
Schon mit dem nächsten System iOS 7 änderte Apple die Uhr wieder.
Das Design der Schweizer Bahnhofsuhr verschwand damit im Jahr 2013 vom Bildschirm.
Die kurze Episode blieb vielen dennoch im Gedächtnis.
Sie zeigt, wie bekannt das schlichte Zifferblatt inzwischen ist.
Warum das Design so beliebt ist
Die Uhr kommt mit sehr wenigen Elementen aus und wirkt dadurch besonders klar.
Selbst aus der Ferne ist die Zeit auf einen Blick zu erkennen.
Genau darauf kommt es an einem belebten Bahnsteig an.
Diese Klarheit macht das Vorbild bis heute so überzeugend.
Ein Klassiker des Designs
Die Schweizer Bahnhofsuhr gilt als ein Meisterwerk der Gestaltung.
Sie ist Teil bedeutender Designsammlungen.
Als Armband- und Wanduhr wird ihr Motiv bis heute verkauft.
Von einem simplen Bahnhofsobjekt ist so eine Designikone geworden.
Das Fazit
Der Mythos vom übernommenen Design stimmt.
Apple nutzte 2012 die Schweizer Bahnhofsuhr und zahlte der Bahn dafür eine Lizenz.
Nach Presseberichten waren es rund 20 Millionen Franken, was offiziell aber nie bestätigt wurde.
Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
