Ortstermin
„Der TGV nach Paris fährt von Gleis sechs, bitte Vorsicht am Bahnsteig von Toulouse-Matabiau.“
Ortstermin: Toulouse Matabiau
→ Ein Ortstermin in Okzitanien.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Toulouse-Matabiau ist das Tor zur rosa Stadt am Canal du Midi. Sein prächtiges Empfangsgebäude trägt an der Fassade die Wappen der Orte, die von hier aus einst erreichbar waren.
Im Südwesten Frankreichs, am Ufer des Canal du Midi, liegt der große Bahnhof von Toulouse.
Er trägt den Namen Matabiau nach dem Viertel, in dem er steht.
Dieser Ortstermin führt vom prächtigen Empfangsgebäude in die Stadt aus rosa Ziegeln.

Ein Bahnhof seit 1856
Der Bahnhof Matabiau wurde 1856 mit der Strecke von Bordeaux nach Toulouse eröffnet.
Er wurde rasch zum wichtigsten Bahnhof des französischen Südwestens.
Von hier aus spannte sich das Netz in alle Richtungen der Region.
Bis heute ist Matabiau der zentrale Bahnhof der Stadt.

Ein Bau von Marius Toudoire
Das heutige Empfangsgebäude entstand zwischen 1903 und 1905.
Entworfen hat es der Architekt Marius Toudoire, der auch den großen Bahnhof von Bordeaux gestaltete.
Für den Bau wurde unter anderem Stein aus der alten Römerstadt Saintes verwendet.
So erhielt der Bahnhof seine repräsentative, steinerne Fassade.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Matabiau wurde 1856 eröffnet, das heutige Gebäude von Marius Toudoire stammt aus den Jahren 1903 bis 1905.
Er hat dreizehn Bahnsteige, zählte 2024 rund 14,5 Millionen Reisende und bietet TGV-Verbindungen nach Paris, Lyon und Montpellier.
Wappen der Zielorte
Eine Besonderheit sind die vielen Wappen an der Fassade des Bahnhofs.
Sechsundzwanzig von ihnen stehen für Städte, die die Bahngesellschaft einst ansteuerte.
Sie erzählen von der Zeit, als die Eisenbahn die Entfernungen der Region schrumpfen ließ.
Noch heute lohnt sich der Blick nach oben auf diese steinernen Zeichen.

Am Canal du Midi
Der Bahnhof liegt unmittelbar am Ufer des berühmten Canal du Midi.
Vor dem Gebäude verläuft der Boulevard de Marengo.
Unter dem Bahnhof hält die Linie A der Metro von Toulouse.
So treffen hier Wasserweg, Schiene und U-Bahn aufeinander.

Dreizehn Bahnsteige
Der Bahnhof verfügt über dreizehn Bahnsteige.
Im Jahr 2024 nutzten ihn rund 14,5 Millionen Reisende.
Damit ist er einer der verkehrsreichsten Bahnhöfe außerhalb der Pariser Region.
Fern-, Regional- und Nahverkehr begegnen sich unter seinem Dach.

Mit dem TGV nach Paris
Schnelle TGV-Züge verbinden Toulouse mit Paris, Lyon und Montpellier.
Weitere Strecken führen nach Bordeaux, Bayonne und in die Täler der Pyrenäen.
Regionalzüge erschließen die Städte und Dörfer rund um Toulouse.
So ist der Bahnhof das Tor für den gesamten Südwesten Frankreichs.

Toulouse, die rosa Stadt
Toulouse hat rund 515.000 Einwohner und ist die viertgrößte Stadt Frankreichs.
Weil viele Häuser aus rosafarbenem Ziegel gebaut sind, trägt sie den Beinamen rosa Stadt.
Ihr Mittelpunkt ist der weite Platz vor dem Rathaus, dem Capitole.
In seinen Mauern schlägt seit Jahrhunderten das Herz der Stadt.

Saint-Sernin und der Canal du Midi
Das größte Baudenkmal der Stadt ist die romanische Basilika Saint-Sernin.
Sie gilt als das größte erhaltene romanische Bauwerk Europas.
Der Canal du Midi, ein Meisterwerk des 17. Jahrhunderts, verbindet die Stadt mit dem Mittelmeer.
Zudem ist Toulouse das Zentrum der europäischen Luft- und Raumfahrt mit dem Flugzeugbauer Airbus.

Ankommen in Toulouse
Ankommen in Toulouse heißt, direkt am Canal du Midi aus dem Zug zu steigen.
Zu Fuß oder mit der Metro erreicht man in wenigen Minuten den Platz vor dem Capitole.
Von dort führen enge Gassen zu Kirchen, Märkten und Plätzen aus rosa Ziegel.
So verbindet der Bahnhof die große Bahn mit dem Charme einer südlichen Stadt.

Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
Warum Verlässlichkeit so wichtig ist
Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.
Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.
Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.
Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.
Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.
Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
Häufige Fragen
Wann wurde der Bahnhof Toulouse-Matabiau eröffnet?
Woher hat der Bahnhof seinen Namen?
Was ist das Besondere an der Fassade?
Welche Städte erreicht man mit dem TGV?
Warum heißt Toulouse die rosa Stadt?
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