Ortstermin
„Der Intercity nach Amsterdam fährt von Gleis drei, bitte Vorsicht beim Übergang über die Fußgängerbrücke in Den Bosch.“
Ortstermin: ’s-Hertogenbosch
→ Ein Ortstermin in Nordbrabant.
Lesezeit: 9 Minuten · Schalter: Ortstermin
Kurz gesagt
Der Bahnhof ’s-Hertogenbosch ist das Tor zur Hauptstadt der Provinz Nordbrabant, die man auch Den Bosch nennt. Hinter dem Empfangsgebäude warten eine gotische Kathedrale und die unterirdischen Kanäle der Binnendieze.
Der Bahnhof ’s-Hertogenbosch liegt mitten im Süden der Niederlande, am Rand der Provinz Nordbrabant.
Die Stadt dahinter kennen viele unter ihrem kürzeren Namen Den Bosch.
Dieser Ortstermin führt vom Empfangsgebäude der Nachkriegszeit zur gotischen Johanneskathedrale und zu den verborgenen Wasserläufen der Altstadt.

Endpunkt einer frühen Strecke
Der Bahnhof ’s-Hertogenbosch wurde am 1. November 1868 eröffnet.
Er bildete den nördlichen Endpunkt der Bahnstrecke von Utrecht nach Boxtel.
Damit band er die brabantische Stadt früh an das Netz des Landes an.
Von hier aus wuchsen bald weitere Verbindungen in alle Himmelsrichtungen.

Ein Bau von Sybold van Ravesteyn
Das heutige Empfangsgebäude stammt aus dem Jahr 1951.
Entworfen hat es der Architekt Sybold van Ravesteyn.
Van Ravesteyn prägte in der Nachkriegszeit das Bild mehrerer niederländischer Bahnhöfe.
Sein Bau gibt dem Bahnhof bis heute sein eigenständiges Gesicht.

Gut zu wissen
Der Bahnhof ’s-Hertogenbosch wurde 1868 eröffnet, das heutige Gebäude stammt von 1951 und wurde 1998 umgebaut.
Er hat zwei Inselbahnsteige und einen Seitenbahnsteig und verbindet die Stadt mit Amsterdam, Utrecht, Eindhoven und Maastricht.
Umbau im Jahr 1998
Im Jahr 1998 wurde der Bahnhof umfassend umgebaut.
Dabei erhielt auch der zweite Inselbahnsteig ein verlängertes Dach.
Eine neue Fußgängerbrücke führt seither über die Gleise.
So wurde der Bahnhof heller und übersichtlicher.

Zwei Inselbahnsteige und acht Gleise
Der Bahnhof verfügt über zwei Inselbahnsteige und einen Seitenbahnsteig.
Insgesamt stehen acht Gleise für den Verkehr bereit.
Im Jahr 2006 zählte der Bahnhof rund vierzehn Millionen Reisende.
Damit gehört er zu den wichtigeren Bahnhöfen im Süden der Niederlande.

Verbindungen durch Brabant
Zwei Hauptstrecken treffen sich am Bahnhof, die Linie von Utrecht nach Boxtel und die von Tilburg nach Nijmegen.
Fernzüge verbinden die Stadt mit Amsterdam, Utrecht und Eindhoven.
Auch Maastricht und Nijmegen sind mit dem Zug gut zu erreichen.
Betrieben werden die Züge von der niederländischen Staatsbahn.

’s-Hertogenbosch, die Hauptstadt Brabants
’s-Hertogenbosch hat rund 160.000 Einwohner.
Die Stadt ist die Hauptstadt der Provinz Nordbrabant.
Im Alltag nennen die Niederländer sie meist schlicht Den Bosch.
Ihr voller Name bedeutet so viel wie Wald des Herzogs.

Die Kathedrale des heiligen Johannes
Das Wahrzeichen der Stadt ist die Sint-Janskathedraal, die Kathedrale des heiligen Johannes.
Sie gilt als ein Hauptwerk der brabantischen Gotik und reicht in ihren Anfängen bis ins 13. Jahrhundert zurück.
Berühmt sind die vielen steinernen Figuren, die auf ihren Strebebögen sitzen.
Die Kathedrale steht nur wenige Schritte vom großen Marktplatz entfernt.

Hieronymus Bosch und die Binnendieze
In ’s-Hertogenbosch wurde um 1450 der Maler Hieronymus Bosch geboren.
Ein eigenes Kunstzentrum erinnert heute an sein Werk voller fantastischer Bilder.
Unter der Altstadt verläuft die Binnendieze, ein verzweigtes System alter Wasserläufe.
Auf geführten Bootsfahrten lässt sich dieses unterirdische Netz bis heute erkunden.

Ankommen in ’s-Hertogenbosch
Ankommen in ’s-Hertogenbosch heißt, in wenigen Minuten von den Gleisen in eine mittelalterliche Altstadt zu wechseln.
Vom Bahnhof führt der Weg geradewegs zum Markt und zur großen Kathedrale.
Rund um die Stadt haben sich die alten Festungswälle fast vollständig erhalten.
So verbindet der Bahnhof den Reisenden mit Kunst, Geschichte und Wasser auf engem Raum.

Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Häufige Fragen
Wann wurde der Bahnhof ’s-Hertogenbosch eröffnet?
Wer entwarf das heutige Empfangsgebäude?
Wie heißt die Stadt noch?
Was sollte man in der Stadt sehen?
Welcher berühmte Maler stammt aus der Stadt?
Weiterfahrt
