Ortstermin
„Bitte einsteigen in Rossio, der Zug nach Sintra fährt durch den Tunnel unter der Stadt.“
Ortstermin: Lissabon Rossio
→ Ein Ortstermin in Lissabon.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Rossio liegt mitten in Lissabon und sieht aus wie ein verzierter Palast. Seine Gleise liegen hoch über der Stadt, erreichbar nur durch einen langen Tunnel.
Mitten in Lissabon steht ein Bahnhof, dessen Fassade wie ein Palast aus alter Zeit wirkt.
Rossio verbirgt seine Gleise hoch über den Straßen und erreicht sie nur durch einen Tunnel.
Dieser Ortstermin führt zu einem der ungewöhnlichsten Bahnhöfe Europas.

Eröffnung im Jahr 1891
Der Bahnhof Rossio wurde im Mai 1891 eröffnet.
Den Entwurf lieferte der Architekt José Luís Monteiro in den Jahren ab 1886.
Er plante den Bau mitten im Herzen der Hauptstadt.
Von Beginn an sollte der Bahnhof die Stadt mit dem nahen Sintra verbinden.
Bis heute ist er einer der bekanntesten Bauten im Zentrum von Lissabon.

Die Fassade im Manuelinstil
Die Fassade des Bahnhofs ist im sogenannten Neumanuelinstil gestaltet.
Dieser Stil ahmt die reich verzierte Baukunst Portugals aus dem frühen 16. Jahrhundert nach.
Steinerne Ranken, Figuren und Zierformen überziehen die ganze Front.
Eine kleine Uhr in einem Türmchen krönt das Gebäude.
So wirkt der Bahnhof eher wie ein Schloss als wie ein Verkehrsbau.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Rossio wurde 1891 im Neumanuelinstil eröffnet, entworfen von José Luís Monteiro.
Seine Gleise liegen auf einer oberen Ebene und sind nur durch einen über 2,9 Kilometer langen Tunnel erreichbar.
Der Bahnhof verbindet das Zentrum von Lissabon vor allem mit dem Städtchen Sintra.
Die zwei Hufeisentore
Das auffälligste Zeichen des Bahnhofs sind zwei ineinander verschlungene Tore.
Ihre Bögen sind in der Form eines Hufeisens geschwungen.
Durch sie treten die Reisenden in das Innere des Bahnhofs.
Die Tore machen die Front unverwechselbar.
Kein Bild von Rossio kommt ohne diese Hufeisenbögen aus.

Die Gleise über der Stadt
Anders als bei den meisten Bahnhöfen liegen die Gleise hier auf einer oberen Ebene.
Sie befinden sich hoch über den Straßen des Viertels.
Ein Dach aus Gusseisen überspannt die Bahnsteige, gefertigt von einer belgischen Firma.
Rampen verbinden die Bahnsteige mit der Ebene der Fassade.
So klettern die Reisenden vom Eingang hinauf zu den Zügen.

Durch den langen Tunnel
Die Züge erreichen den Bahnhof nur durch einen langen Tunnel unter der Stadt.
Dieser Tunnel ist über 2,9 Kilometer lang und wurde eigens gegraben.
Hinter dem Bahnhof tauchen die Gleise sofort in den Berg ein.
So überwindet die Bahn die Hügel, auf denen Lissabon gebaut ist.
Der Tunnel macht den Bahnhof zu einem technischen Meisterwerk seiner Zeit.

Die Bahn nach Sintra
Von Rossio fahren die Züge vor allem auf der Linie nach Sintra.
Dieses Städtchen mit seinen Palästen liegt in den Bergen vor Lissabon.
Für viele Ausflügler beginnt die Fahrt dorthin an diesem Bahnhof.
Die Strecke ist eine der beliebtesten im Umland der Hauptstadt.
So ist Rossio das Tor zu den Schlössern von Sintra.

Einst der Hauptbahnhof
Lange Zeit war Rossio der wichtigste Bahnhof von Lissabon.
Bis in das Jahr 1957 liefen hier viele Fernverbindungen zusammen.
Später übernahmen andere Bahnhöfe der Stadt einen Teil dieser Aufgaben.
Rossio blieb jedoch mitten im Zentrum ein wichtiger Halt.
Für den Verkehr nach Sintra ist er bis heute unverzichtbar.

Sperrung und Erneuerung
Am 22. Oktober 2004 wurde der Bahnhof für den Zugverkehr gesperrt.
Grund war eine umfassende Erneuerung des langen Tunnels.
Erst am 12. Februar 2008 rollten wieder Züge in den Bahnhof ein.
Nach den Arbeiten war der Tunnel sicherer und moderner.
Seitdem verbindet Rossio die Stadt wieder zuverlässig mit Sintra.

Ankommen in Lissabon
Wer in Rossio ankommt, steht unmittelbar im Herzen von Lissabon.
Gleich vor der Tür liegt der belebte Platz Rossio mit seinen Brunnen.
Von hier führen Gassen hinauf in die alten Viertel der Stadt.
So öffnet sich hinter der verzierten Fassade die ganze Hauptstadt.

Warum Verlässlichkeit so wichtig ist
Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.
Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.
Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.
Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.
Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.
Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
Häufige Fragen
Wann wurde der Bahnhof Rossio eröffnet?
In welchem Stil ist der Bahnhof gebaut?
Warum erreichen die Züge den Bahnhof durch einen Tunnel?
Welche Strecke beginnt in Rossio?
Warum war der Bahnhof einige Jahre geschlossen?
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