Ortstermin
„Der Hokuriku-Shinkansen nach Tokio steht bereit, bitte treten Sie durch das hölzerne Trommeltor zum Bahnhof Kanazawa.“
Ortstermin: Kanazawa
→ Ein Ortstermin an der japanischen Westküste.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Kanazawa empfängt seine Gäste mit einem riesigen hölzernen Trommeltor und einer gläsernen Kuppel. Dahinter liegt eine der besterhaltenen alten Städte Japans mit Gärten, Burg und Geisha-Vierteln.
An der japanischen Westküste, dem Japanischen Meer zugewandt, liegt die Stadt Kanazawa.
Ihr Bahnhof ist weithin für sein hölzernes Tor und seine gläserne Kuppel bekannt.
Dieser Ortstermin führt vom spektakulären Bahnhof in eine Stadt voller Gärten und alter Viertel.

Ein Bahnhof seit 1898
Der Bahnhof Kanazawa wurde am 1. April 1898 eröffnet.
Er liegt rund 450 Kilometer von Tokio entfernt.
Von Beginn an verband er die Stadt am Japanischen Meer mit dem übrigen Land.
Über die Jahrzehnte wuchs er zum wichtigsten Bahnhof der Region Hokuriku heran.

Das Trommeltor aus Holz
Am Ostausgang erhebt sich das Tsuzumi-mon, ein mächtiges Tor aus Holz.
Seine Form ist einer japanischen Trommel nachempfunden und geht auf den Gestalter Ryuzo Shirae zurück.
Dahinter spannt sich eine große gläserne Kuppel über den Vorplatz.
Wegen dieser Bauten wird der Bahnhof häufig zu den schönsten der Welt gezählt.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Kanazawa wurde 1898 eröffnet, sein hölzernes Trommeltor und die gläserne Kuppel prägen den Ostausgang.
Seit dem 14. März 2015 halten hier die Züge des Hokuriku-Shinkansen, dazu kommen die Linien von JR West, der Ishikawa-Bahn und der Hokutetsu-Bahn.
Der Shinkansen kommt 2015
Am 14. März 2015 nahmen die Bahnsteige des Hokuriku-Shinkansen ihren Betrieb auf.
Seither ist Kanazawa in wenigen Stunden mit dem Hochgeschwindigkeitszug aus Tokio erreichbar.
Der schnelle Anschluss brachte der Stadt einen spürbaren Zuwachs an Besuchern.
Der Bahnhof wurde damit zum Tor für den Tourismus an die Westküste.

Fünf Bahnsteige und drei Bahnen
Der Bahnhof verfügt über fünf Inselbahnsteige und sieben Gleise.
Neben der großen Bahngesellschaft JR West halten hier zwei weitere Bahnen.
Die Ishikawa-Bahn und die Hokutetsu-Bahn erschließen das Umland.
So treffen am Bahnhof der schnelle Fernverkehr und die regionalen Linien zusammen.

Zehntausende Reisende am Tag
Täglich nutzen zehntausende Fahrgäste den Bahnhof.
Allein auf die Gleise von JR West entfallen rund 24.000 Reisende pro Tag.
Hinzu kommen die Fahrgäste der beiden regionalen Bahnen.
Damit ist Kanazawa der zentrale Verkehrsknoten der ganzen Region.

Kanazawa, die Stadt der Maeda
Kanazawa hat rund 466.000 Einwohner und ist die Hauptstadt der Präfektur Ishikawa.
In der Edo-Zeit herrschte hier die mächtige Familie Maeda.
Schon um das Jahr 1700 lebten in der Stadt mehr als hunderttausend Menschen.
Weil Kanazawa im Zweiten Weltkrieg kaum zerstört wurde, blieb viel alte Bausubstanz erhalten.

Kenroku-en, einer der drei großen Gärten
Das Wahrzeichen der Stadt ist der Garten Kenroku-en.
Er zählt zu den drei berühmtesten Gärten Japans.
Auf rund zehn Hektar reihen sich Teiche, Bäche, Bäume und Steinlaternen aneinander.
Gleich nebenan erhebt sich die teilweise wiederaufgebaute Burg von Kanazawa.

Goldblatt und Geisha-Viertel
Kanazawa stellt nahezu das gesamte hochwertige Blattgold Japans her.
Im Viertel Higashi Chaya haben sich zahlreiche alte Teehäuser aus der Edo-Zeit erhalten.
In ihren Gassen traten einst Geishas auf, heute laden sie Besucher zum Verweilen ein.
Als modernen Gegenpol besitzt die Stadt das vielbeachtete Museum für zeitgenössische Kunst des 21. Jahrhunderts.

Ankommen in Kanazawa
Ankommen in Kanazawa heißt, unter der gläsernen Kuppel und durch das hölzerne Trommeltor zu treten.
Vom Bahnhof bringen Busse die Besucher rasch zum Garten Kenroku-en und in die alten Viertel.
Zu Fuß erreicht man von hier die Ufer der beiden Flüsse der Stadt.
So verbindet der Bahnhof moderne Architektur mit dem Erbe einer alten Burgstadt.

Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Zwei Flüsse und viele Gassen
Kanazawa wird von zwei Flüssen durchzogen, dem Asano und dem Sai.
Zwischen ihnen verbergen sich stille Gärten, alte Mauern und enge Gassen.
Auch das Viertel der ehemaligen Samurai lässt sich hier zu Fuß erkunden.
Vom Bahnhof aus sind diese Viertel in kurzer Zeit erreichbar.
Häufige Fragen
Wann wurde der Bahnhof Kanazawa eröffnet?
Was ist das Besondere am Bahnhof?
Seit wann hält der Shinkansen in Kanazawa?
Was sollte man in Kanazawa sehen?
Wofür ist Kanazawa handwerklich bekannt?
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