Ortstermin
„Die Straßenbahn zum Friedenspark wartet vor dem Südausgang, bitte Vorsicht beim Umsteigen am Bahnhof Hiroshima.“
Ortstermin: Hiroshima
→ Ein Ortstermin im Westen Japans.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Hiroshima ist ein wichtiger Halt am Sanyō-Shinkansen und das Tor zu einer Stadt des Friedens. Von hier bringt die berühmte Straßenbahn die Besucher zum Friedenspark und weiter Richtung Insel Miyajima.
Im Westen Japans, am Delta mehrerer Flüsse, liegt die Stadt Hiroshima.
Ihr Bahnhof ist ein bedeutender Halt auf der schnellen Strecke zwischen Osaka und Kyushu.
Dieser Ortstermin führt vom Bahnhof über die Straßenbahn in eine Stadt mit bewegter Geschichte.

Ein Bahnhof seit 1894
Der Bahnhof Hiroshima wurde am 10. Juni 1894 eröffnet.
Er entstand als Teil der damaligen Sanyō-Eisenbahn.
Damit war die Stadt früh an die wichtige Verbindung entlang der Südküste angeschlossen.
Von Beginn an war der Bahnhof ein Knoten für den Westen des Landes.

Zerstört und wieder aufgebaut
Das erste Empfangsgebäude wurde beim Abwurf der Atombombe am 6. August 1945 zerstört.
Nach dem Krieg bauten die Menschen den Bahnhof gemeinsam mit ihrer Stadt wieder auf.
Über die Jahrzehnte entstanden immer wieder neue Gebäude an gleicher Stelle.
So wurde der Bahnhof zu einem Sinnbild für den Neuanfang der Stadt.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Hiroshima wurde 1894 eröffnet, das heutige Empfangsgebäude Minamoa wurde am 24. März 2025 in Betrieb genommen.
Hier treffen der Sanyō-Shinkansen, mehrere herkömmliche Linien und die Straßenbahn der Stadt zusammen, die zum Friedenspark führt.
Ein neues Empfangsgebäude von 2025
Am 24. März 2025 wurde ein neues Empfangsgebäude mit dem Namen Minamoa eröffnet.
Es bündelt die verschiedenen Bahnlinien und viele Geschäfte unter einem Dach.
Im August 2025 zog auch die Straßenbahn in das obere Geschoss des neuen Gebäudes ein.
Damit liegt die Endhaltestelle der Tram nun direkt über den Gleisen.

Zug und Straßenbahn unter einem Dach
Am Bahnhof treffen die Eisenbahn von JR West und die Straßenbahn der Stadt zusammen.
Die Straßenbahn von Hiroshima gehört zu den größten und bekanntesten Netzen Japans.
Weil hier viele historische Wagen fahren, wird sie manchmal ein fahrendes Straßenbahnmuseum genannt.
Vom Südausgang aus bringt sie die Reisenden mitten ins Zentrum.

Am Sanyō-Shinkansen
Der Bahnhof ist ein wichtiger Halt auf der Strecke des Sanyō-Shinkansen.
Für den schnellen Zug stehen zwei Inselbahnsteige mit vier Gleisen bereit.
Die herkömmlichen Linien nutzen weitere Bahnsteige mit acht Gleisen.
Von hier fahren Züge in Richtung Osaka, Kyushu und in das Umland der Stadt.

Hiroshima, Stadt des Friedens
Hiroshima hat rund 1,2 Millionen Einwohner und ist die Hauptstadt der gleichnamigen Präfektur.
Die Stadt wurde im Jahr 1589 als Burgstadt gegründet.
Sie liegt im Delta des Flusses Ōta, der sich in mehrere Arme teilt.
Heute versteht sich Hiroshima vor allem als eine Stadt des Friedens.

Der Friedenspark und die Atombombenkuppel
Am 6. August 1945 wurde über Hiroshima die erste im Krieg eingesetzte Atombombe abgeworfen.
Ein weites Gelände nahe dem Zentrum ist heute dem Gedenken als Friedenspark gewidmet.
In seiner Mitte steht die Ruine der sogenannten Atombombenkuppel, die als Mahnmal erhalten blieb.
Die Kuppel gehört zum Welterbe der UNESCO, ein Museum von 1955 erzählt die Geschichte jenes Tages.

Burg, Garten und die Insel Miyajima
Die Burg von Hiroshima wurde nach dem Krieg im Jahr 1958 wieder aufgebaut.
In ihrer Nähe lädt der Landschaftsgarten Shukkei-en zum Spazieren ein.
Vor der Küste liegt die Insel Miyajima mit dem berühmten Schrein von Itsukushima.
Sein rotes Tor scheint bei Flut auf dem Wasser zu schwimmen.

Ankommen in Hiroshima
Ankommen in Hiroshima bedeutet, vom Bahnhof direkt in die Straßenbahn der Stadt zu wechseln.
Mit ihr erreicht man in wenigen Minuten den Friedenspark und das Zentrum.
Wer weiter will, fährt mit Tram und Fähre hinüber zur Insel Miyajima.
So ist der Bahnhof Ausgangspunkt für Geschichte, Gedenken und Natur zugleich.

Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
Häufige Fragen
Wann wurde der Bahnhof Hiroshima eröffnet?
Was geschah mit dem alten Bahnhof?
Wann wurde das neue Empfangsgebäude eröffnet?
Wie kommt man zum Friedenspark?
Was kann man von Hiroshima aus besuchen?
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