Ortstermin
„Casa-Voyageurs, Anschluss zum Al Boraq, zur Hassan-II.-Moschee und ans Atlantikufer.“
Ortstermin: Casablanca-Voyageurs
→ Ein Ortstermin in Marokko.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Casa-Voyageurs von 1923 ist heute der Startpunkt des Al Boraq, der ersten Hochgeschwindigkeitsstrecke Afrikas. Von hier führt der Weg in die größte Stadt Marokkos, zur riesigen Moschee am Meer und in die weißen Straßen der Innenstadt.
Wer in Casablanca aus dem Zug steigt, kommt in der größten Stadt Marokkos an.
Der Bahnhof Casa-Voyageurs ist seit 1923 ein Tor zur Stadt und heute der moderne Kopf des Schnellverkehrs.
Von hier sind es nur wenige Minuten bis zur weiten Atlantikküste und zur berühmten Moschee.

Ein Bahnhof von 1923
Das erste Empfangsgebäude von Casa-Voyageurs entstand im Jahr 1923.
Gebaut wurde es unter der damals neu gegründeten Compagnie des chemins de fer du Maroc.
Zu dieser Zeit stand Marokko unter französischem Protektorat.
Der Bahnhof liegt im Stadtteil Belvédère, etwas östlich des Zentrums.
Betrieben wird er heute von der marokkanischen Staatsbahn ONCF.
Er gehört zu den meistbedienten Bahnhöfen des ganzen Landes.

Der schnellste Zug Afrikas
Seit 2018 beginnt in Casa-Voyageurs der Hochgeschwindigkeitszug Al Boraq.
Er verbindet Casablanca über Rabat und Kénitra mit der Hafenstadt Tanger.
Die Strecke gilt als die erste Hochgeschwindigkeitslinie auf dem afrikanischen Kontinent.
Auf dem schnellsten Abschnitt fahren die Züge mit bis zu 320 Kilometern pro Stunde.
Damit ist der Norden Marokkos in gut zwei Stunden erreichbar.
Der Name Al Boraq geht auf ein geflügeltes Wesen aus alten Erzählungen zurück.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Casa-Voyageurs wurde 1923 eröffnet und wird von der ONCF betrieben.
Seit dem 15. November 2018 ist er der Startpunkt des Hochgeschwindigkeitszugs Al Boraq nach Tanger.
Die Strecke gilt als erste Hochgeschwindigkeitslinie Afrikas, mit bis zu 320 Kilometern pro Stunde.
Casablanca ist mit gut drei Millionen Einwohnern die größte Stadt Marokkos.
Ein neuer Bahnhof für den Schnellverkehr
Für den neuen Verkehr wurde ab März 2016 ein zweites Empfangsgebäude gebaut.
Es entstand unmittelbar neben dem alten Bahnhof aus den 1920er Jahren.
Am 15. November 2018 wurde der Neubau zusammen mit dem Al Boraq eröffnet.
Die Kosten sollen bei rund 450 Millionen Dirham gelegen haben, etwa 107 Millionen Euro.
Der große Querbau überspannt die Bahnsteige und nimmt Schalter, Geschäfte und Gastronomie auf.
So wurde aus dem alten Bahnhof ein moderner Verkehrsknoten.

Knoten für das ganze Land
Von Casa-Voyageurs aus erreicht man fast jede größere Stadt Marokkos.
Regelmäßige Züge fahren nach Rabat, Fès, Meknès, Marrakesch und Oujda.
Auch der Flughafen Mohammed V. ist mit der Bahn direkt angebunden.
Der Bahnhof ist damit das Herz des marokkanischen Schienennetzes.
Eine moderne Straßenbahn verbindet die Station zusätzlich mit der Innenstadt.
Fern- und Nahverkehr treffen hier dicht aufeinander.

Die größte Stadt Marokkos
Casablanca ist mit gut drei Millionen Einwohnern die größte Stadt des Landes.
Sie liegt an der Atlantikküste, südlich der Hauptstadt Rabat.
Ihr Name bedeutet auf Spanisch so viel wie weißes Haus.
Unter dem französischen Protektorat wuchs sie zum Wirtschaftszentrum Marokkos.
Über ihren Hafen wird ein großer Teil des Seehandels des Landes abgewickelt.
So löste Casablanca im 20. Jahrhundert Tanger als wichtigsten Hafen ab.

Die Moschee am Meer
Das bekannteste Bauwerk der Stadt ist die Hassan-II.-Moschee.
Sie wurde in den Jahren 1986 bis 1993 erbaut.
Mit einem rund 200 Meter hohen Minarett gehört sie zu den höchsten der Welt.
Die Moschee steht an der Felsküste des Atlantiks, teils über dem Wasser.
Sie zählt zu den größten Moscheen überhaupt und bietet Platz für viele Tausend Gläubige.
Von der Promenade aus reicht der Blick über das Minarett und das offene Meer.

Weiße Fassaden im Art-déco-Stil
Das Zentrum Casablancas entstand zu großen Teilen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Viele Gebäude verbinden den Art-déco-Stil mit maurischen Formen.
Im Mittelpunkt liegt der weite Place Mohammed V. mit seinen Verwaltungsbauten.
Ringsum stehen helle Fassaden mit feinen Verzierungen und Arkaden.
Dieser Baustil hat der Stadt ihren besonderen, hellen Charakter gegeben.
Bis heute prägen die weißen Häuser das Bild der Innenstadt.

Hafen, Medina und Corniche
Nahe dem Hafen liegt die alte Medina, der historische Kern der Stadt.
Ihre engen Gassen bilden einen Gegensatz zu den breiten Boulevards ringsum.
Im Zweiten Weltkrieg war der Hafen von Casablanca strategisch wichtig.
1943 trafen sich hier die Staatschefs der Alliierten zur Casablanca-Konferenz.
Entlang des Meeres zieht sich die Corniche von Ain Diab mit Cafés und Strandbädern.
Zwischen Hafen, Medina und Promenade zeigt sich die Stadt in all ihren Seiten.

Ankommen in Casablanca
Ankommen in Casablanca heißt, mitten im lauten Herzen Marokkos aus dem Zug zu steigen.
Vom Bahnhof Casa-Voyageurs bringt die Straßenbahn Reisende ins Zentrum.
Von dort sind es nur wenige Kilometer bis zur Moschee und ans Meer.
Wer weiterreisen will, steigt hier in den Al Boraq oder in die Züge nach Marrakesch.
So ist der Bahnhof zugleich Ankunft und Sprungbrett in das ganze Land.
Zwischen weißen Fassaden und schnellen Zügen beginnt hier der Besuch von Casablanca.

Häufige Fragen
Wann wurde der Bahnhof Casa-Voyageurs eröffnet?
Was ist der Al Boraq?
Wie schnell fährt der Al Boraq?
Welche Städte erreicht man von Casablanca aus mit der Bahn?
Was kann man in Casablanca besichtigen?
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