Ortstermin
„Von Gleis eins bis zwanzig rollt halb Italien durch Bologna Centrale.“
Ortstermin: Bologna Centrale
→ Ein Ortstermin in Bologna, in der Emilia-Romagna.
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Kurz gesagt
Bologna Centrale gilt als fünftgrößte Bahnstation Italiens und als einer der größten Durchgangsbahnhöfe Europas. Seine Uhr steht bis heute still, zum Gedenken an den 2. August 1980.
Wer durch Italien fährt, kommt an Bologna fast nicht vorbei.
Der Bahnhof liegt genau zwischen den großen Räumen von Mailand und Rom.
Hinter der langen Fassade verbergen sich zwanzig Gleise und ein tiefer Bahnhof für Schnellzüge.

Zwanzig Gleise zwischen Mailand und Rom
Bologna Centrale hat eine wichtige Knotenfunktion im italienischen Bahnnetz.
Der Bahnhof liegt zwischen den beiden größten Ballungsräumen des Landes, Mailand und Rom.
Mit zwanzig Gleisen gehört er zu den größten Durchgangsbahnhöfen Europas.
Nach der Zahl der Reisenden gilt Bologna Centrale als fünftgrößte Bahnstation Italiens.
Hier treffen Strecken aus der ganzen oberitalienischen Tiefebene zusammen.

Ein Bahnhof von 1864
Der Bahnhof Bologna wurde 1864 errichtet.
Seine Fassade ist vom neoklassizistischen Stil geprägt.
Neun Eingänge öffnen sich zur Stadt hin.
Über dem Gebäude erhebt sich ein Uhrturm mit Marmorsäulen.
Diese Front bestimmt bis heute das Bild vom Bahnhofsvorplatz.

Gut zu wissen
Bologna Centrale wurde 1864 errichtet und hat heute zwanzig Gleise.
Seit Juni 2013 gibt es einen Tiefbahnhof für Hochgeschwindigkeitszüge über drei Ebenen.
Die Uhr an der Fassade steht zum Gedenken an den Anschlag vom 2. August 1980 auf 10:25 Uhr.
Der Tiefbahnhof von Arata Isozaki
Im Juni 2013 kam ein zusätzlicher Tiefbahnhof für den Hochgeschwindigkeitsverkehr hinzu.
Er wurde nach einer Planung des Architekten Arata Isozaki gebaut.
Der neue Bahnhof reicht über drei Ebenen in die Tiefe.
Im Dezember 2017 ging eine 5,5 Kilometer lange Verbindungsstrecke zur Strecke nach Padua in Betrieb.
So wurde Bologna noch enger an das Netz der schnellen Züge angebunden.

Der 2. August 1980 und die stehende Uhr
Am 2. August 1980 um 10:25 Uhr explodierte im Bahnhofsgebäude eine Sprengladung.
Bei dem Anschlag wurden 85 Menschen getötet und mehr als 200 verletzt.
Die große Uhr am Hauptgebäude blieb im Moment der Explosion stehen.
Heute steht sie zum Gedenken dauerhaft auf 10:25 Uhr.
So erinnert der Bahnhof jeden Tag an die Opfer.

Wege in alle Himmelsrichtungen
Von Bologna aus erreicht man viele große Städte Italiens ohne Umstieg.
Schnellzüge verbinden den Bahnhof mit Mailand, Florenz und Rom.
Auch Richtung Venedig und zur Adria führen regelmäßige Verbindungen.
Der Bahnhof bündelt den Verkehr zwischen Norden und Süden des Landes.
Für viele Reisende ist Bologna deshalb vor allem ein großer Umsteigepunkt.

Die älteste Universität Europas
Bologna ist die Hauptstadt der Region Emilia-Romagna und zählt rund 391.000 Einwohner.
Die Stadt liegt am südlichen Rand der Po-Ebene, am Fuße des Apennin.
1088 wurde hier das Studio gegründet, die älteste Universität Europas.
Bis heute prägt die große Zahl der Studierenden das Leben in der Altstadt.
Viele berühmte Gelehrte des Mittelalters lehrten in Bologna.

Ein Wald aus Türmen
Im Mittelalter war das Zentrum ein regelrechter Wald aus Türmen.
Schätzungen gehen von rund hundert Geschlechtertürmen der führenden Familien aus.
Als Herz der Stadt gilt die Piazza Maggiore.
An ihr stehen die Basilika San Petronio und der Neptunbrunnen.
Noch heute ragen einzelne Türme hoch über die Dächer.

Unter den Arkaden
Bologna ist berühmt für seine Arkaden.
Unter den Bögen ließen sich die oberen Stockwerke ausbauen, ohne den Verkehr zu stören.
So entstand im Lauf der Jahrhunderte ein weites Netz überdachter Gänge.
Der längste Arkadengang der Welt führt mit rund vier Kilometern bis zu einer Kirche auf dem Hügel.
Bei Regen kommt man in Bologna fast trockenen Fußes durch die Stadt.

Ankommen in Bologna
Wer in Bologna Centrale aussteigt, steht schnell mitten in der Altstadt.
Vom Bahnhof sind es nur wenige Minuten bis zu den ersten Arkaden.
Von dort führen die Bögen fast überallhin.
Studierende, Reisende und Händler teilen sich dieselben Gassen.
So beginnt der Besuch der alten Universitätsstadt direkt am Gleis.

Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
Häufige Fragen
Wie groß ist der Bahnhof Bologna Centrale?
Seit wann gibt es den Bahnhof?
Was bedeutet die Uhr, die auf 10:25 Uhr steht?
Wer plante den Tiefbahnhof?
Was ist von Bologna aus zu Fuß erreichbar?
Weiterfahrt
